Konstanzer Bürgeramt weist auf Verbot von Feuerwerkskörpern hin

Silvesterfeuerwerke in Teilen der Altstadt verboten – Wer Rakten abschießt, riskiert Bußgeld

Konstanz. Das Bürgeramt der Stadt Konstanz hat kurz vor Silvester auf das Verbot von Silvesterfeuerwerken in der Konstanzer Altstadt hingewiesen. In weiten Teilen der Altstadt dürfen an Silvester keine Feuerwerkskörper gezündet werden, heißt es in der Mitteilung.

 Verbot von Silvesterfeuerwerken

Entsprechend des Beschlusses des Gemeinderats vom März 2011 hat die Stadt Konstanz eine Allgemeinverfügung erlassen, wonach das Abschießen und Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen (insbesondere Feuerwerkskörpern) der Kategorie II (Kleinfeuerwerk, z.B. Raketen, Schwärmer, Knallkörper, Batterien etc.) über das vom 2. Januar bis 30. Dezember bestehende gesetzliche Abbrennverbot hinaus auch am 31. Dezember 2011 und am 1. Januar 2012 in Teilen der Altstadt verboten ist.

 Keine Raketen zwischen Laube und Stadtgarten

Das Verbotsgebiet wird umgrenzt von Rheinsteig im Norden, Konzilstraße, Fischmarkt, Bahnhofplatz im Osten, Landesgrenze im Süden und den Straßen „Zur Laube“, „Obere und Untere Laube“ im Westen, einschließlich der jeweiligen öffentlichen Verkehrsfläche. Ebenfalls zum Verbotsgebiet gehört die Umgebung des Konzilgebäudes (einschließlich Schiffslände und Gondelehafen).

 Verbot vor Kliniken und Kirchen

Das Bürgeramt weist über diese besondere Regelung hinaus auf die allgemein bestehenden Einschränkungen für Feuerwerkskörper hin, die in allen Stadtteilen gelten. Danach ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern verboten.

Geldbuße bei Missachtung

Wer diese Verbote missachtet muss mit einer Geldbuße rechnen. Diese kann im Einzelfall bis zu einer Höhe von 50.000 Euro festgesetzt werden.

 Gefährliche Situationen vermeiden

Die historische Altstadt, insbesondere der Obermarkt, die Marktstätte, der Stephans- und Augustinerplatz sowie der Fischmarkt, wird in jeder Silvesternacht von vielen Menschen besucht, um den Jahreswechsel zu feiern. Dabei wurden in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse II (Kleinfeuerwerke z.B. Raketen, Schwärmer, Knallkörper, Batterien etc.) abgefeuert und abgebrannt, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Leider sei es dabei auch immer wieder zu einem leichtfertigen Umgang mit diesen pyrotechnischen Gegenständen und zu einem erheblichen Gefahrenrisiko für Personen, insbesondere aber auch für die mittelalterliche Bausubstanz der Altstadt gekommen. Der tragische Hausbrand am 23. Dezember 2010 inmitten der historischen Altstadt (Hussenstraße 1) habe gezeigt, wie schnell ein altes mittelalterliches Gebäude in Brand geraten und sogar völlig zerstört werden kann.

Erfahrung des Altstadtbrands

Angesichts dieser Erfahrungen und aufgrund der Exposition der angrenzenden Häuser hat das Bürgeramt Ende 2010 erstmalig für den mittleren Bereich der Altstadt eine Verbotsanordnung getroffen. Dies wurde von den Bewohnern positiv aufgenommen und von der Bevölkerung weitestgehend beachtet. Im Nachhinein wurde dann überprüft, inwieweit für die Zukunft eine Ausdehnung des Sperrgebietes erforderlich und sinnvoll ist. In der Gemeinderatsitzung am 24. März 2011 wurde beschlossen, die gesamte Altstadt einschließlich Stadelhofen und das Areal um das Konzil in das Verbotsgebiet mit aufzunehmen. In einem Arbeitsgespräch am 19. Juli 2011 wurde die Gebietsabgrenzung mit Vertretern der Feuerwehr, der Polizei, des Baurechts- und Denkmalschutzamtes und des Bürgeramtes festgelegt.

 Hier geht’s zum Lageplan

Die Ausführliche Begründung des Feuerwerksverbots sowie ein Lageplan mit der Kennzeichnung des betroffenen Gebiets ist im Internet unter www.konstanz.de unter „BürgerInnen-Service / Gewerbe und öffentliche Sicherheit“ einzusehen.

Grafik: Stadt Konstanz

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