Konstanzer Grünen Till Seiler vertritt grüne Position

Konservative CDU-Kommunalpolitiker setzen Berliner Parteienstreit fort

Konstanz/Freiburg. Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. bis 25. September auf Einladung von Bundespräsident Christian Wulff nach Deutschland. Streit gibt es darüber, ob der Papst im Bundestag sprechen soll und über den Besuch Freiburgs. Christian Ströbele hatte angekündigt, den Plenarsaal zu verlassen, wenn der Papst spricht.

Grüne skeptisch wegen Papst im Bundestag

Auch der grüne Bundestagsabgeordnete Till Seiler geht auf Distanz zum Auftritt des Papstes – in Berlin genauso wie in Freiburg. Er erklärte, die Grüne Bundestagsfraktion vertrete einen „kritischen Standpunkt“ bezüglich der Einladung des Papstes in den Bundestag vertritt und hätten dem Besuch auch im Ältestenrat nicht zugestimmt. „So steht die Grüne Bundestagsfraktion in einem Konflikt mit den Ansichten des Papstes zur ,Rolle der Frau oder der Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen’“, sagte Seiler. Der Grüne weiter: „Die Kritik der Fraktion am Papstbesuch im Bundestag teile ich und diese Kritikpunkte lassen sich aus meiner Sicht auch auf den ,offiziellen‘ Teil des Besuchs in Freiburg übertragen.“

Till Seiler nimmt keine Stellung

Zuletzt hatten sich die Konstanzer Stadträte Roger Tscheulin und Wolfgang Müller-Fehrenbach darüber empört, dass Seiler einen Aufruf des Freiburger Aktionsbündnisses „Freiburg ohne Papst“ mit unterzeichnet hat. Den Aufruf haben mehr als 1.500 Personen unterschrieben. Das Verhalten der Konstanzer Kommunalpolitiker wollte Till Seiler nicht weiter kommentieren. Er sagte auf Nachfrage lediglich, er habe den Aufruf unterzeichnet. Weitere Stellungnahmen zum Papstbesuch habe er nicht abgegeben, so Seiler. Geärgert haben dürfen sich die Konstanzer CDU-Kommunalpolitiker über Seiler wohl auch, da sie noch immer auf einen Papstbesuch während des Konziljubiläums 2014 bis 2018 hoffen.

6 Kommentare to “Konstanzer Grünen Till Seiler vertritt grüne Position”

  1. Tilmann Breetsch
    8. August 2011 at 13:44 #

    Schön wäre es, wenn der wegen RAF-Unterstützung vorbestrafte Ströbele den Plenarsaal für immer verlassen würde. Und schön wäre es auch, wenn die GrünInnen ebenso mutig auf den Putz hauen würden, wenn es um Ansichten anderer Religionen zur Rolle der Frau geht.

  2. Mohrrübenkiller
    8. August 2011 at 14:23 #

    Das Sommerloch hat einen Namen. T. Seiler. Wenn er den Papst
    nicht will, dann soll er doch als Alternative den Fidel Castro nach
    Berlin einladen.
    Dann kann er wenigstens sitzenbleiben. Will er auf alle Fälle noch
    bekannter werden. Abstoßend.

  3. Paolo
    8. August 2011 at 16:02 #

    Langsam zeigen die Grünen ihr wahres Gesicht. Abseits von Öko Themen ist das eine ziemlich linke Truppe.
    In einer Demokratie, so wie übrigens auch an Universitäten, sollte genügend Platz für die Diskussion gegenteiliger Meinungen sein.
    Diese Toleranz scheint bei Herrn Seiler nicht vorhanden zu sein, da er sich durch sein geplantes fernbleiben diesen anderen Meinungen verschließt.
    Diese, von den Grünen immer so sehr geforderte Toleranz, scheint wohl nur für deren Themen zu gelten.

  4. Mohrrübenkiller
    8. August 2011 at 17:25 #

    Ja. Wie sagt man so schön.
    Grün= Aussen grün. Innen rot. Und der Kern ist braun.
    Wie wahr. Mogelpackung.

  5. Bübi
    8. August 2011 at 22:06 #

    „…Geärgert haben dürfen sich die Konstanzer CDU-Kommunalpolitiker über Seiler wohl auch, da sie noch immer auf einen Papstbesuch während des Konziljubiläums 2014 bis 2018 hoffen….“

    Jo gots noch, brauchen die statt 2 Beine 4 Beine um auf dem Boden zu bleiben. Wer wählt solche Rindv…
    eigentlich noch?

  6. Paolo
    9. August 2011 at 12:34 #

    @Bübi
    die meisten Sudenten wählen so Leut, leider.

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