Konstanzer schauen nach Erfolg der Abzocker-Initiative baff in die Schweiz

Schweizer Fahne in Konstanz

Schweizer Fahne in KonstanzKonstanz/Kreuzlingen. Eine große Mehrheit der Schweizer hat gefordert, Managergehälter künftig zu begrenzen. Die Initiative im Nachbarland Schweiz hat auch eine Diskussion in Deutschland angestossen. Deutsche schauen – erst Recht in den Grenzsstädten wie in Konstanz – interessiert in die Schweiz und sind baff. Der Bundestagskandidat der Linken Marco Radojevic hat sich dazu am Montag in einer Mitteilung an die Medien geäußert. Statt Gehaltsbegrenzungen fordert er aber mehr direkte Demokratie.

Abzocker-Initiative strahlt nach Deutschland aus

Nach der Annahme der „Abzocker“-Initiative durch die Bürgerinnen und Bürger der Schweiz setze sich auch in Berlin langsam die Erkenntnis durch, dass Gehaltsexzesse gestoppt werden müssten, schreibt der Kandidat. „Doch der entscheidende Schluss wird nicht gezogen: Wir brauchen mehr direkte Demokratie in Deutschland“, so Marco Radojevic.

Vorzüge der direkten Demokratie

In der Schweiz hätten sich die Bürgerinnen und Bürger nicht nur gegen eine acht Millionen Franken teure Kampagne der Abzocker durchgesetzt, sondern auch gegen einen verwässerten Vorschlag des Parlaments zur Managergehälterregulierung. „So sollte Demokratie funktionieren und so kann Demokratie auch in Deutschland funktionieren, wenn die Parteien bereit sind einen Teil ihrer Macht an den eigentlichen Souverän, das Volk zurückzugeben“, heißt es in der Pressemitteilung.

Kritik am repräsentativen System

„Wir müssen in Deutschland endlich „mehr Schweiz wagen“ und regelmäßige bundesweite Volksentscheide einführen. Demokratie kann mehr sein, als alle 4 Jahre ein Kreuzchen zu machen und zu hoffen, dass die Parteien das umsetzten, was sie im Wahlkampf versprochen haben. Wir müssen weg von der Untertanen-Demokratie hin zur Teilhabe- und Mitmach-Demokratie. Als Linker trete ich dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger an wichtigen Fragen per Volksentscheid beteiligt werden“, erklärt Marco Radojevic, Bundestagskandidat der Partei Die Linke in Konstanz.

Wut in Europa oder Veränderung in der Schweiz

Tatsächlich haben sich Medien in Deutschland nach dem Volksentscheid damit beschäftigt, dass die Wut der Protestierenden und der Occupy-Protest bei uns verraucht, während die Schweizer nun tatsächlich etwas an überzogenen Gehältern, am Begrüßungsgeld und an Prämieren bei der Verabschiedung ändern. Demnächst werden die Schweizer zudem auch noch über einen Mindestlohn von CHF 4.000 abstimmen.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.