Konstanzer SPD und Minister Peter Friedrich über Fluglärm

Veränderte Flugrouten könnten westlichen Bodensee belasten – Vertrag benötigt noch Korrekturen

Konstanz. Die Konstanzer SPD und Minister Peter Friedrich wollen am kommenden Freitag, 5. Oktober, über das Thema Fluglärm informieren und sich der Diskussion stellen.  Die Veranstaltung findet um 19 Uhr im Hotel Barbarossa statt. Aufgrund anderer Flugrouten könnte auch der Bodenseeraum in Zukunft von Fluglärm betroffen sein. Die SPD hält deswegen Nachbesserungen für nötig.

Auslegungen des Staatsvertrags

Der Fluglärm-Staatsvertrag mit der Schweiz werde, wie es in einer Pressemitteilung heißt, sehr unterschiedlich ausgelegt. Während die Bundesregierung eine deutliche Reduzierung des Fluglärms erwarte, erhoffe sich die Schweiz eine Steigerung der Nordanflüge auf bis zu 110.000 (jetzt 100.000) und ein Wachstum für den Flughafen Zürich. Zu den Anflügen über Südbaden kämen  60.000 bis 80.000 Abflüge. Das ergibt insgesamt etwa 180.000 An- und Abflüge über dem Hochrhein und westlichen Bodensee. Durch veränderte Flugrouten könnte der Bodensee stärker betroffen sein als bisher.

 To-Do-Liste für kommende Wochen

Vor diesem Hintergrund lädt die SPD zu einer Diskussionsrunde mit Landesminister Peter Friedrich in den Weinkeller des Hotels Barbarossa in Konstanz (Obermarkt) ein. Peter Friedrich werde die Position der Landesregierung zum geplanten Staatsvertrag erläutern und für Fragen beantworten. Die Landesregierung lege Wert darauf, dass der Staatsvertrag für die Bevölkerung in Südbaden zu Verbesserungen führt. Die Klagen der Betroffenen nehme sie ernst. In den kommenden Wochen bis zur Vertragsunterzeichnung müssten die noch offenen Fragen der Luftraumbewirtschaftung, der künftigen Flugrouten und Flughöhen geklärt werden.

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