Konstanzer Stadtentwicklung ist Thema bei EXPO 2010

OB Frank präsentiert Konstanzer Erfolge vor einem internationalen Publikum

Konstanz (red) Die Erfahrungen von Konstanz bei der Entwicklung einer historisch geprägten Stadt zu einem modernen und urbanen Zentrum sind in Fernost gefragt. Anlässlich einer Einladung der EXPO 2010 sprach Oberbürgermeister Horst Frank in der chinesischen Partnerstadt Suzhou zum Thema „Sanierung und Weiterentwicklung einer historischen Stadt“.

Konstanz präsentiert sich auf EXPO-Forum

Die Veranstaltung war Teil eines offiziellen Forums der EXPO mit dem Titel „Kulturelles Erbe und Stadterneuerung“, das in der chinesischen Partnerstadt von Konstanz stattfand. Souzhou liegt in der Nähe von Shanghai, wo sich auf der bisher größten Weltausstellung in diesen Tagen 240 Nationen und internationale Organisationen präsentieren. „Für Konstanz bildete die Einladung der EXPO 2010 eine einmalige Gelegenheit, die vorbildlichen Leistungen auf dem Gebiet der Stadtentwicklung vor einem internationalen Publikum zu präsentieren. Was wir in den letzten Jahrzehnten in unserer Stadt geleistet haben findet großen Respekt und Anerkennung“, so das Resümée von Oberbürgermeister Frank zur Veranstaltung.

Konstanzer Botschaft: Altstadt darf kein Museum sein

Im Mittelpunkt seines Vortrags stand das Leitbild der „Erhaltenden Stadterneuerung“, dem Konstanz seit drei Jahrzehnten konsequent folgt. Das reiche bauhistorische Erbe ermögliche Konstanz eine eigene Identität und Attraktivität, die die Einheimischen wie auch die vielen Gäste der Stadt sehr schätzten, so der OB. Das Bewahren des historisch gewachsenen Stadtbildes schließe jedoch behutsame Modernisierungen ausdrücklich mit ein. „Denn selbst die als Flächendenkmal geschützte mittelalterlich geprägte Altstadt ist kein Museum“, so OB Frank. Er unterstrich, dass vielmehr die Anpassungsfähigkeit der historischen Substanz an heutige Lebensbedürfnisse eine wesentliche Voraussetzung für ihre dauerhafte Erhaltung bildet.

Neue Nutzungen historischer Ensembles

Als Beispiel für die substanzschonende Integration neuer Nutzungen für historische Ensembles nannte OB Frank das Kulturzentrum am Münster, das die Stadt vor rund zehn Jahren realisierte. Weiter stellte er dar, wie durch die Sanierung der zuletzt als Kaserne genutzten Klosteranlage Petershausen ein lebendiges Stadtteilzentrum geschaffen werden konnte. Auch die Umwandlung des industrialisierten Seerheinufers in eine Neubebauung mit Wohnungen und Dienstleistungen fand vor dem internationalen Publikum große Beachtung.

Vor großem Publikum

Eröffnet wurde das Forum von Chinas Kulturminister Cai Wu. Weitere Redner waren unter anderem Irina Bokowa, die Generaldirektorin der UNESCO, John Howins, der „Vater“ der Kreativwirtschaft, Mauricio Macri, Oberbürgermeister von Buenos Aires, und Flavio Delbono, Oberbürgermeister von Bologna.

Foto: Stadt Konstanz/OB Horst Frank bei seiner Rede zum Thema „Sanierung und Weiterentwicklung einer historischen Stadt“.

Ein Kommentar to “Konstanzer Stadtentwicklung ist Thema bei EXPO 2010”

  1. sparring
    20. Juni 2010 at 10:44 #

    Konstanzer Botschaft: Altstadt darf kein Museum sein !!!

    Diese Botschaft des 21.Jahrhunderts sollten sich einige
    Berufs-Nostalgiker von Überlingen groß an den Spiegel heften.

    — sparring —

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