Konstanzer Stadttheater probt Mord auf dem Säntis

Ensemble bittet zur öffentlichen Probe am Originalschauplatz

Konstanz/Kreuzlingen. Grüezi! Seit dem 27. April probt das internationale Sängerensemble im Theater an der Grenze in Kreuzlingen den Mord auf dem Säntis. Am 24. Mai erfolgt der Umzug auf den Berg, wo die letzten zehn Tage vor der Uraufführung am Originalschauplatz in 2502 Metern Höhe die Proben stattfinden werden. Die Kammeroper stammt von Noldi Alder und Friedrich Schenker – das Libretto von Christoph Nix. Der Konstanzer Intendant begab sich auf die Spur eines mysteriösen Verbrechens.

Öffentliche Probe auf dem Säntis

Das Konstanzer Stadttheater lädt bereits vor der Uraufführung am 4. Juni in der Panoramahalle des Säntis zu einer öffentlichen Probe ein, bei der Gäste auch Gelegenheit haben, mit den Produktionsbeteiligten ins Gespräch zu kommen, Geplant ist sie für Dienstag, 31. Mai, um 14.30 Uhr in der Panoramahalle des Säntis.

Der Kriminalfall

Im Jahr 1922 verbringen Wetterwart Heinrich Haas und seine Frau Maria Magdalena den Winter auf ihrer Wetterstation hoch oben auf dem Gipfel des Säntis. Nachdem im Tal die regelmäßigen Wetterberichte ausbleiben, erklimmen mutige Säntisträger den vom Schnee eingeschlossenen Berggipfel und finden die Leichen des Ehepaars. Von einem Täter fehlt jegliche Spur. Drei Wochen später erhängt sich der Schustergeselle Gregor Anton Kreuzpointner in einer Alphütte in Urnäsch.

Theaterintendant auf den Spuren eines Verbrechens

Christoph Nix, Intendant des Theaters Konstanz, hat sich auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens begeben, an den Originalschauplätzen recherchiert und die alten Akten neu gelesen. Was trieb Kreuzpointner dazu, sich im Schneesturm über die gefährliche Ostwand auf den Säntis zu kämpfen? Was geschah zwischen dem 19. und 22. Februar wirklich auf dem Gipfel? Und wieso hörte der Amtmann Örtli unten im Dorf nicht den gemorsten Hilferuf von Magdalena Haas?

Schräge (Zwölf)Töne

So widersprüchlich der Mordfall, so unterschiedlich die beiden Komponisten dieser außergewöhnlichen Kammeroper: Friedrich Schenker, einer der bekanntesten Vertreter der 2. Wiener Schule, ein Zwölftöner und oppositioneller Avantgardist der DDR, und Noldi Alder, Appenzeller Volksmusikkünstler, Violinist, Hackbrettspieler, Naturjodler und Vertreter der vierten Generation der renommierten Appenzeller Volksmusik-Dynastie Alder.

Hackbrett und Naturjodler

Das internationale Sängerensemble wird unterstützt durch Mitglieder der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, auch die beiden Komponisten sind bei den Aufführungen dabei. Alder, der als Appenzeller die alte Mord-Geschichte von Kindesbeinen an kennt, übernimmt das Hackbrett und den Naturjodel, Schenker spielt Posaune und Alphorn.

Termine und Kontakt

Weitere Termine: 05.06. und 13.06. um 15.00 Uhr, 07.06. um 18.30 Uhr auf dem Säntis-Gipfel; 26.06.2011 um 20.00 Uhr im Stadttheater Konstanz. In Zusammenarbeit mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und der Säntis-Schwebebahn AG, unterstützt durch die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und St. Gallen/swisslos, die Stadt Kreuzlingen, die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, die Ars Rhenia Stiftung,

die Ernst Göhner Stiftung und Migros Kulturprozent.

Information und Reservierung unter 07531/900 150 oder theaterkasse@stadt.konstanz.de

Foto: Manfred Czybik PIXELIO www.pixelio.de

 

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.