Konstanzer (Wahl-)werbung: Am Aschermittwoch ist alles vorbei

Hauptsache komisch und überall Hoffmann – Gauklerpartei plakatiert nach der Fastnacht wieder ab

Konstanz. Mehrere in der Stadt wie beim Bahnhof und am Sternenplatz hängende „Wahlplakate“ der Gauklerpartei sollen nach der Fastnacht wieder verschwinden. Am Aschermittwoch ist der satirische Spuk vorbei. Das kündigte Peter Lenk, ein Sympathisant der Partei, am Donnerstagmorgen an.

 

Plakate pflastern seinen Weg

 

Vor allem CDU-Landtagskandidat Andreas Hoffmann muss bis dahin wohl noch sechs Tage gute Miene zum bösen Spiel machen. In der Stadt zeigen ihn die Gaukler auf ihren Plakten an der Fastnacht vorübergehend auch mit Jakobinermütze und heruntergelassener Hose. Das sei eine Anspielung auf die Sanssculotten, sagte Lenk. Als Sansculottes („ohne Kniebundhose“) wurden in der Zeit der Französischen Revolution kleine Handwerksmeister, Gesellen, Händler und Gastwirte genannt. Sie unterstützen die Jakobiner, verfolgten aber andere Ziele. Die von körperlicher Arbeit lebenden Arbeiter und Kleinbürger trugen anders als Adlige und Klerus keine Kniebundhosen (sog. Culottes), sondern lange Hosen.

 

Nicht zu viel Werbung für CDU-Kandidaten

 

Abplakatiert werde zweieinhalb Wochen vor der Wahl auch, weil die Gauklerpartei nicht zu viel Werbung für Andreas Hoffmann machen und dadurch die religiösen Gefühle anderer verletzten wolle, sagte Peter Lenk. Der Bodmaner Künstler, der für die Aktion nicht verantwortlich zeichnet, aber zu den Mitwissern gehört, sagte, er finde es sehr passend, dass Fastnacht und Wahlkampf in diesem Jahr zeitlich zusammen fallen. Da sämtliche Werbeflächen in der Stadt vor der Landtagswahl für politische Parteien reserviert sind, mietete die Gauklerpartei bei einem gewerblichen Anbieter bezahlte Werbefläche in Schaukästen.

 

 

Fotos: privat

 

2 Kommentare to “Konstanzer (Wahl-)werbung: Am Aschermittwoch ist alles vorbei”

  1. dk
    3. März 2011 at 13:36 #

    Die „Redensart“ eines Politikers bei tagesschau.de hat gestern überrascht, die vielleicht auch für die Werbung gilt:
    http://www.tagesschau.de/inland/portraetdemaiziere100.html

    … So hielt er als Innenminister zum Beispiel wenig von ständigen Warnungen vor islamistischen Anschlägen: „Sie kenne doch die Geschichte von dem Mädchen, das immer vor dem bösen Wolf warnt – und nie kommt der Wolf. Doch eines Tages kommt der Wolf und dem Mädchen wird nicht geholfen, weil keiner mehr die Geschichte glaubt, dass der Wolf eines Tages kommt.“ …

    Wird im Staat zuviel „gegaukelt“?

  2. Lothar Herzog
    3. März 2011 at 14:08 #

    Es ist doch schon längst bei unseren Politikern ( ? ) Usus das
    Sie vor bestimmten Situationen den Schwanz einziehen. Was
    nicht ist darf nicht sein.
    Wie kann es sein das ein Kosovare mit Verbindungen zum
    Salafistenprediger Pierre Vogel, am Flughafen Frankfurt a.M.
    arbeitet?
    Der böse Wolf kommt nicht mehr. Der böse Wolf ist unter uns.
    Jedes Mitglied eines Schützenvereins wird heutzutage als
    Killer beschimpft und dieser Sohn von einem Imam kann mit
    einer Pistole und dazugehöriger Munition im Flughafen FFM
    ungehindert rumlaufen.
    In unserem Land ist nicht nur die Meinungsfreiheit bedroht
    sondern auch noch unsere persönliche Sicherheit.

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