Konstanzer Weinfest ist „ritualisiertes Alkoholgelage in der Öffentlichkeit“

Jusos kündigen Widerstand gegen das Glasflaschenverbot an

Konstanz. Die Jusos Konstanz kritisieren das einstimmige Votum des Konstanzer Gemeinderats zum Glasflaschenverbot vom Donnerstag vergangener Woche. „Das werden wir jungen Menschen in Konstanz uns nicht gefallen lassen“ erklärte die stellvertretende Juso-Vorsitzende Theresa Gaßmann.

SPD stellt sich hinter junge Konstanzer

Am Dienstag ist es den Jusos bereits mit einem Initiativantrag gelungen, dass sich die Konstanzer SPD hinter die Jusos und jungen Konstanzer Bürger stellt. Auf Antrag der Jusos sprach sich die Konstanzer SPD gegen solche Allgemeinverfügungen aus und lehnt die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für Alkoholverbote ab.

Niederlage für SPD-Gemeinderatsfraktion

„Wir haben diese Position gegen den Widerstand der Gemeinderatsfraktion durchgesetzt“, so der neue Vorsitzende Gyrel Herrmann. Die Jusos kündigen jetzt an, weiteren öffentlichen Druck erzeugen zu wollen: „Wir hoffen, dass die Jugendorganisationen der anderen Parteien ebenfalls Druck auf ihre Gemeinderatsfraktionen ausüben. Darüber hinaus werden wir die Betroffenen dazu mobilisieren, ihren Anliegen Gehör zu verschaffen.“

Minderheit für Scherben verantwortlich

Aus Sicht der Jusos ist es nicht hinnehmbar, wenn insbesondere an den Badestellen das Ufer von Scherben übersät ist und sich dort Badende an diesen verletzen. „Jede weitere zerbrochen Glasflasche ist ein Argument für ein Glasflaschenverbot“, sagt Herrmann. Neben der lokalen Presse habe auch der Gemeinderat bei seiner Sitzung fast einheitlich festgestellt, dass es sich bei den Verursachern dieser Scherben um eine kleine, meist stark alkoholisierte Minderheit derjenigen handelt, die sich an den beschreiben Stellen aufhalten. Daher sei es für die Jusos umso unverständlicher, warum trotzdem eine komplette Generation junger Menschen dafür in Sippenhaft genommen werde. Stattdessen sollte konsequent gegen diese Minderheit vorgegangen werden.

Vergleich mit dem Weinfest

Schließlich käme kein Mensch ernsthaft auf die Idee, während des Konstanzer Weinfests oder der Fastnacht ein Glasflaschenverbot zu verhängen, nur weil eine Minderheit nicht wisse, wie viel Alkohol sie verträgt und wie man sich benimmt. Diese Forderung wäre aus Sicht der Jusos immerhin konsequent, wenn man zum Beispiel der Begründung der CDU für ein Glasflaschenverbot folgt. Immerhin drängten sich einem doch gerade diese Veranstaltungen auf, wenn von „ritualisierten Alkoholgelagen in der Öffentlichkeit“ berichtet wird, wie sie die CDU durch das Glasflaschenverbot glaubt verhindern zu können.

13 Kommentare to “Konstanzer Weinfest ist „ritualisiertes Alkoholgelage in der Öffentlichkeit“”

  1. Alex Friedrichs
    28. Juli 2011 at 11:23 #

    Ich halte das Glasverbot für einen guten Kompromiss in der Angelelgenheit. Die Stadt musste auf das Problem im Sinne von Badegästen, jugendlichen Barfussgänger/innen und Hundebesitzer reagieren. Es geht nicht darum alle Jugenlichen unter Generalverdacht zu stellen, sondern eine Handhabe gegenüber denen zu haben, die sich auf gefährliche Weise daneben benehmen. Die SPD Fraktion hat mit der Abstimmung für ein Glasverbot und gegen ein Alkoholverbot abgestimmt. Das sollte bei den Jugendlichen als Erfolg und Solidarität mit ihnen verstanden werden! Ich denke es fehlt die nötige Kommunikation in die Reihen der Jugendlichen was beschlossen wurde.

    Für mich bleibt:
    Die SPD Konstanz hat dafür gesorgt, dass Jugendliche am See weiterhin Willkommen sind, sich treffen und abhängen können. Sie hat mehrfach betont, dass das Seeufer für alle zugänglich bleiben muss. Im besonderen für Jugenliche, die nicht das Geld oder die Lust haben sich in Gastronomiebetriebe zu setzen. Ich finde die Jusos sollten das an die Jugendlichen am See- und Rheinufer vermitteln, den Blick aufs Wasser genießen und auf die SPD Entscheidung anstoßen.

    Alex Friedrichs

  2. Hinterwäldler
    28. Juli 2011 at 11:30 #

    Ein Weinfest aus der Pappe. Das wird ein toller Touristenmagnet. Wieviel muss man eigentlich trinken, um zu solchen Schlüssen zu gelangen.

    Wäre das vor 25 Jahren in Meißen oder in Bad Kösen passiert, hätte sich die bundesdeutsche Presse köstlich amüsiert und gespottet.

  3. Günther Lange
    28. Juli 2011 at 11:34 #

    Wenn es auf einer Straße in einer unübersichtlichen Kurve immer wieder zu Unfällen kommt, wird durch die Sraßenverkehrsbehörden ein Geschwindigkeitsbeschränkung von z.B. 70 km/h eingeführt. Diese gilt für den gefährlichen Kurvenbereich für alle, die die Straße befahren. Niemanden würde es einfallen, diese Geschwindigkeitsbegrenzung für den übrigen Straßenverlauf zu fordern.
    In den Uferbereichen des Sees und Seerhein ist es immer wieder zu z.T. schweren Verletzungen durch Glasscherben gekommen. Wenn der Gemeinderat einer Polizeiverordnung über ein Glasverbot in diesen Bereichen zum Schutz der Besucher zustimmt, ist dies absolut zur Daseinsvorsorge und Unfallverhütung erforderlich. Dazu gibt es auch eine EU Verordnung für Badegewässer.
    Sollen sich die Badenden denn nur mit Arbeitsschutz- Schuhen oder Kevlareinlage in der Badehose im Uferbereich aufhalten können?
    Das Argument der JuSos mit dem Weinfest und Fasnacht liegt voll daneben, es wäre so wie mit der Kurve und dem weiteren Straßenverlauf. ..und auf das Weinfest oder Fasnachtsveranstaltungen geht wohl kaum jemand barfuß und in Badehose.
    Merke: Die eingeforderte angebliche Freiheit des Einzelnen (unbeschränkt Glas am Seeufer) hört dann auf, wenn die Allgemeinheit belästigt oder geschädigt wird.
    Dies sollten sich die Demokratie – Lehrlinge JuSos verinnerlichen anstatt demokratisch getroffene Entscheidungen anzugreifen.

  4. Mohrrübenkiller
    28. Juli 2011 at 12:59 #

    Nur über das liebe Geld kommen wir alle zur Besinnung.

    Vorschlag zur Güte: In Konstanz wird für jede Glasflasche ein Pfand von

    10 Euro erhoben. Und siehe da. Es wird nirgendwo mehr Scherben geben.

  5. Hinterwäldler
    28. Juli 2011 at 13:25 #

    Unpassende Vergleiche mit Autofahrern sind schon seit langer Zeit out. Sie werden dann herangezogen, wenn den Teilnehmern an einer Diskussionsrunde zum Thema nichts sinnvolleres mehr einfällt.

    Ich bin kein Demokratie-Lehrling, aus diesem Alter dürfte ich längst raus sein. Ich fände es aber durchaus angebracht, wenn man bei diesem themenbezogenen Volksfest statt Masse eher Qualität verkauft. Zu mehr Qualität gehört eben auch eine Sitzgelegenheit, bei der man zu volkstümlichen Preisen einen Schoppen aus traditionellen Trinkgefäß genießen kann. Wenn die nicht den geforderten Preis zahlen wollenden jungen Menschen in einen Supermarkt eine Alternative suchen, ist das völlig normal. Vermutlich sind junge Leute mit wenig Einkommen auf diesem (Volks)Fest gar nicht erst erwünscht und werden in geeigneter Weise darauf aufmerksam gemacht, das sie am Rheintorturm zurückgewiesen werden.

    Das Konstanzer Weinfest verkommt zur billigen Massenware. Unsere Enkel werden sich dessen schämen. Nicht einmal im Mittelalter wäre jemand auf die Idee gekommen das eine bestimmte Schicht der Menschen ihren Wein nur aus unüblichen und geschmackfreien Behältnissen trinken darf. Ich glaube kaum das die Mitglieder des Stadtrates im Steigenberger Inselhotel an diesem Tage ihren Wein aus Plastikbechern genießen.

    Ich denke das, statt Autos in der Kurve, dies der bessere Denkansatz ist.

  6. Gyrel Herrmann
    28. Juli 2011 at 17:05 #

    @ Günther Lange

    Ihr Vergleich hingt enorm.
    Die Absurdität des Glasflaschenverbots wird offensichtlich wenn man diesen Vergleich richtig anwendet. Richtig angwendet würde er lauten: Kommt es in einer Kurve immer wieder zu Unfällen weil einige Verkehrsteilnehmer ihr Kraftfahrzeug nicht ordnungsgemäß bedienen, wird das Befahren der Kurve für die gesamte Bevölkerung verboten!
    Sie müssen zugeben, dass auch Sie dafür kein verständnis hätten, immerhin wissen sie doch wie man ein Kraftfahrzeug bedient.
    Dieser Vergleich legt offen, was wir an dem Glasflaschenverbot kritisieren. Nämlich dass es sich offenkundig um einen Fall von „Sippenhaft“ handelt. Denn dadurch werden alle für das Fehlverhalten von wenigen bestraft.
    Möchten Sie gerne für das fehlverhalten ihrer Nachbarn, Arbeitskollegen etc. verantwortlich gemacht und bestraft werden?
    Ich glaube wohl eher nicht. Und wir wollen das genauso wenig!

  7. R.Bahr
    28. Juli 2011 at 22:23 #

    „Demokratisch“ (s.o.) ist das Urteil für mich in keinster Weise – abgesehen vom kleinen Kreis der Bevölkerung, der sich FÜR ein Verbot begeistern kann, ist das Prinzip „Kollektivstrafe“ und „vorbeugendes Verbot“ für mich nicht mit dem Rechtsstaatsprinzip vereinbar. Vor zwei Wochen sprach ich mit meinen Schülern in einem anderen Zusammenhang darüber, warum Kollektivstrafen nun einmal (Gottseidank) hier nicht erlaubt sind, und nun soll ich sowas erklären… Genauso soll ich erklären, warum sich die „Obrigkeiten“ mal eben für eine Gesetzesänderung einsetzen wollen und können, wenn ihnen die ihnen gesetzten Grenzen nicht passen… (Alkoholverbot).
    Und dann eben jetzt gerade das anstehende Wein- und vor allem Seenachtsfest (mit ständig verpinkeltem und vollgekotztem Kinderspielplatz. Und das sind sicherlich NICHT hauptsächlich die bösen bösen Jugendlichen, sondern die gern gesehenen besoffen Ü-50er), was als Pseudo-Kulturgut gefeiert wird. Von dem Scherbenberg an Fastnacht (dieses Jahr in der Innenstadt zentimeterhoch + lange nicht geräumt) gar nicht zu reden.

    Verbote (noch dazu solche so selbstgefällig-schnell durchgepushten) werden nichts ändern und provozieren – was meiner Meinung aus hier von einer konsequent jugendfeindlichen Politik durchaus bewußt in Kauf genommen und mit einkalkuliert wird. Was auch nicht vergessen werden darf (WENN man schon diese Jugend/Nicht-Jugend Trennlinie aufrechterhalten will, die so ja auch überhaupt nicht der Realität entspricht – ich kenne genug Menschen „gesetzten“ Alters, die sich ebenso über diese Bevormundung aufregen): es gibt hier auch noch Studenten, die einen nicht unerheblichen Anteil der Bevökerung ausmachen, die ordentliches Geld hierherkutschieren und denen vielleicht doch endlich auch mal einen Platz im Stadtbild zugestanden werden sollte (von den mangelnden Möglichkeiten der Jugendlichen hier ganz zu schweigen)…

    Ich spreche nicht davon, daß Randale toleriert werden sollte (wobei ich auch hier nur müde lächeln kann – Brennpunkt Herose, wo leben wir denn??), da darf ja auch gerne eingeschritten werden, aber man kann doch nicht so eine Null-Toleranz-Hau-Drauf-Ich-mach-was-ich-will-Politik vorleben. Gezahlt werden müssen die Sicherheitskräfte so oder so, dann können sie auch „angemessen“ eingesetzt werden + sollten noch ein paar Steuergelder übrig bleiben dürfen die gerne in zusätzliche Mülleimer, öffentliche Toiletten und vielleicht sogar ein paar Plätze für Jugendliche investiert werden. Und damit meine ich nicht einen mickerigen Grillplatz ab vom Schuß.

  8. JEDI
    28. Juli 2011 at 22:41 #

    Wichtig wäre, auch im Gemeinderat alle Flaschen zu entfernen. Vielleicht kommt es dann seltener zu so grotesken Entscheidungen wie der Kollektiv-Bestrafung von Menschen, die einfach am Seeufer sitzen wollen und friedlich ihr Wasser, Saft, Bier oder Wein trinken.

  9. TB
    29. Juli 2011 at 04:44 #

    Glas-, Sauf- und Randaleverbot: „Das werden wir jungen Menschen in Konstanz uns nicht gefallen lassen“, sagen die Jusos.

    Glasscherben, Gegröhle und Randale: „Das werden wir Bürger in Konstanz uns nicht gefallen lassen“, sagen die Anwohner und Spaziergänger.

    Und nun? Die Jusos kämpfen tapfer für das „Recht“ einer Minderheit auf Randale. Bravo.

  10. Hinterwäldler
    29. Juli 2011 at 09:51 #

    Wein trinkt man sitzend und singen in geselliger Runde aus klingenden Gläsern. Das entspricht meinem Verständnis von Kultur.

    Johann Gottfried Seume:
    „Wo man singet, lass dich ruhig nieder,
    Ohne Furcht, was man im Lande glaubt;
    Wo man singet, wird kein Mensch beraubt;
    Bösewichter haben keine Lieder.“

    In diesem Zusammenhang: Die GEMA wird wieder den Wächter über das Urheberrecht spielen und wie zu den Weihnachtsmärkten ein waches Ohr sowie einen spitzen Stift besitzen und sich selbst zu einem tollen Nebeneinkommen verhelfen. Das Lied „Lasst die Gläser hell erklingen…“ unterliegt nicht dem Urheberrecht, aber alles andere. Damit sei auch ganz nebenbei gesagt, das singen sehr gefährlich ist.

    Der Veranstalter dieses Festes, in dem Fall die Stadtverwaltung Konstanz, hat dafür zu sorgen, das ausreichend Tische, Sitzgelegenheiten und Toiletten für alle Gäste des Festes vorhanden sind. Private Veranstalter eines genehmigten Straßenfestes würde das Ortsamt bei entsprechenden Unzulänglichkeiten schwer zur Kasse bitten und eventuell auch die Polizei zur Auflösung des Festes rufen. Im Fall des Konstanzer Weinfestes müsste das Ortsamt als Behörde gegen den Veranstalter, also gegen sich selbst losgehen.

    Wieviel Flaschen vom Heurigen muss man eigentlich trinken, um das in seiner ganzen Tragweite zu verstehen.

  11. babum
    29. Juli 2011 at 13:01 #

    Niemand kämpft für das Recht auf Randale, sondern darum, daß die Obrigkeiten nicht einfach machen dürfen, was sie wollen. Um Minderheiten handelt es sich auch nicht – aber entlarvend, wenn alles unter 30 als Minderheit abgestempelt wird.
    Und wie oben schon gesagt: es stimmt ja gar nicht, daß sich nur die Jugend über das Verbot aufregen würden. Kollektivstrafe geht einfach nicht, aus die Maus. Und wenn der Steuerzahler dafür zahlen darf, daß bereits ab 19.00 Uhr quasi jeder kontrolliert wird, dann kann man genauso dafür zahlen, daß ab 23 Uhr auf die „Randalierer“ ein Auge geworfen wird. Der See(rhein) + die ihn nutzende Bevölkerung war zuerst da. Wer hierhin zieht, der wußte ja wohl, daß er auch mit Menschen (JA auch Jugendliche sind Menschen) zu rechnen hat. Und wie neulich – ich glaube beim Poetry-Slam beim Schänzle – so nett gesagt (ein echter Brennpunkt: jetzt macht die Jugend auch noch Gedichte…): wenn schon, dann gehört der Architekt der „Schalltrichter“ am Herosé-Park verklagt. Und ein selbstgefälliger Gemeinderat, der macht was er will. Wie sollen Jugendliche denn hier bitteschön großwerden? Keine Kultur, keine Plätze, offene Feindschaft und Gehorchen und Spuren auch bei größter Willkür…dabei dann aber eben teures „Erwachsenensaufen“, das als Kulturgut verauft wird. Diejenigen, die durch diese Schule gegangen sind, beschließen nun offensichtlich auch solche realitätsfremden Dinge. Aber klar – Konstanz liegt so dermaßen hinter´m Berg, daß man hier nicht mit offenem Widerstand zu rechnen hat. Aber vorsichtshalber legen wir das ganze trotzdem mal schnell in die Semesterferien, bevor doch noch was kommt…

  12. TB
    30. Juli 2011 at 08:14 #

    Ach, babum. Die Untrigkeiten sollen aber auch nicht alles machen können, was sie wollen. Oder? Wie in der vorherrschenden „Diskussionskultur“ wird auch hier Ursache und Wirkung verwechselt. Daß Anwohner und Spaziergänger (in Ihrem Jargon als „Obrigkeiten“ genannt) gegen Randale, Gegröhle, Pöbeleien, Dreck und Suff vorgehen, wird von Ihnen als ungerechtfertigte Willkür einer „Obrigkeit“ bezeichnet. Auch die Begründung, daß dieser Zustand gefälligst ausgehalten werden muss, weil ja das Ufergebiet „vor den Anwohnern schon da war“ ist ja an Schlichtheit kaum noch zu unterbieten. Klar, das Ufer war da, lange bevor die Seestraße geteert wurde und Häuser gebaut wurden. Eine wirlich scharfe Beobachtung. Aber wenn Sie die Zeit fünf bis zehn Jahre zurückdrehen, weden Sie merken, daß Suff und Randale eben nicht schon immer dort beheimatet waren. Wenn die kleinen Prinzen und Prinzessinen ihren Hintern nicht dorthin bewegen können, wo sie niemanden stören, müssen sie eben Beschwerden von Anwohnern und Spaziergängern aushalten.

  13. babum
    30. Juli 2011 at 18:21 #

    Wie gesagt: gegen Randalierer darf und soll ja auch vorgegangen werden, nur bitte kein Kollektivverbot für alle. Ich habe nie gesagt, daß dieser „Zustand“ still ertragen werden soll – ich gehe nur davon aus, daß es auch angemessenere + rechtlich weniger zwiespältige Mittel gibt (wobei ich zugegebermaßen wirklich glaube, daß hier oft übermäßig hysterisch reagiert wird aber das ist an dieser Stelle ja gar nicht mal Diskussionspunkt. Es ging doch im Artikel in erster Linie über die heuchlerische Grundhaltung bzgl öffentlichem Alkoholtrinkens).
    Ich hätte weiterhin auch nichts dagegen, wenn hier endlich mal Plätze geschaffen werden würden, wohin die Jugend „ihren Hintern mal schwingen“ kann (wobei man ihnen auch nicht die Teilhabe am „normalen“ Bereich verweigern darf). Erfahrungsberichte alteingesessener Konstanzer haben bei mir übrigens durchaus den Eindruck erweckt, daß die Jugend hier noch nie willkommen war + das ganze ein altbekanntes Problem sei.
    Wie gesagt: ich rege mich vor allem darüber auf, daß hier in einem meine Meinung rechtlich durchaus nicht ganz koscherem Vorgang die gesamte Bevölkerung kollektiv bestraft wird + gleichzeitig der Jugend ein recht fragwürdiges Vorbild vom Umgang mit Konflikten vorgelebt wird (wenn schon „Schlichtheit“ vorgeworden wird vielleicht doch eben an diesem „Es-sich-Einfachmachen“). Wenn man sich in solch einem kleinen Rahmen schon nicht anders zu helfen weiß, dann gute Nacht, wenn es hier mal zu ernstlichen Problemen kommen wird …

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