Konstanzer Xing-Seminar – bedingt empfehlenswert

Hilfreiches Coaching an einem Freitagnachmittag – Über ein Netzwerk, das nicht selbsterklärend ist

Konstanz. Sollen wir ein Xing-Seminar weiterempfehlen ja oder nein? Ehrlich gesagt, wir wissen es nicht so Recht. Wir sagen „bedingt empfehlenswert“ und erklären auch warum. Seit ein paar Wochen sind wir Mitglied, wir haben ein Profil, ein paar Kontakte und zu wenig Zeit. Aufträge haben wir über Xing noch nicht akquiriert, aber eine private Krankenversicherung wollte uns ein anderes Xing-Mitglied schon aufschwatzen.

Xing-Zauberwort heißt „Akquise“

Freitagnachmittag in Konstanz. Die Einladung zum Xing-Seminar haben wir angenommen. Zeit haben wir eigentlich nicht. Oliver Gassner, der Referent, ist zum Glück kein Langweiler und mit Xing kennt er sich aus. Er sagt zuerst das Zauberwort „Akquise“ und schiebt gleich den Begriff „Networking“ nach. Das klingt gut. Alle, die gekommen sind, möchten von Xing profitieren. Die meisten haben für ihre Mitgliedschaft schließlich bezahlt: Immerhin sei es notwendig, mindestens Premiummitglied zu sein, um möglichst viele Funktionen nutzen zu können. Das kostet 5,95 Euro pro Monat.

Fünf Millionen und wir

Über fünf Millionen Mitglieder hat Xing in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sagt Oliver Gassner. Weltweit gehe es in Richtung zwölf Millionen. Er fragt ein bisschen rum: Was ist Social Networking überhaupt, zu wie vielen Personen haben wir Kontakt? Wie viele sind es im Real Life und wie viele virtuell? Oliver Gassner sagt, die meisten von uns hätten etwa 150 Facebook-Freunde. Wir können mit Freunden und mit Freunden von Freunden kommunizieren und stehen so in Sozialen Netzwerken in Verbindung mit ziemlich vielen Personen. Aber an diesem Mittag geht es vier Stunden lang nur um Xing.

Referent klappt das Schweizer Messer auf

Xing sei wie ein Schweizer Messer, sagt Oliver Gassner. Er redet von Stellenanzeigen und von Jobs für Freiberufler. Deswegen sind wir hier. Alle sind selbständig. Der durchschnittliche Xing-User schaue etwa alle zwei bis drei Wochen in das Business-Network. Wer auf sich aufmerksam machen möchte, müsse etwas dafür tun, sagt Oliver Gassner und scrollt über den „Aktivitäten-Strom“. Und so geht’s: Wer es geschickt mache, poste eine Mitteilung – wir könnten zum Beispiel erklären wie eine professionelle Medienmitteilung aussieht – und schicke die Mitteilung samt Link zur eigenen Website automatisch über Twitter und anschließend ebenfalls automatisiert weiter zu Facebook und LinkedIn, dem anderen, dem amerikanischen Business-Netzwerk.

Google findet Xing-Profil

Wir lernen, dass der Firmenname etwas über uns aussagen sollte. Wir müssen sagen, was wir anbieten. Noch wichtiger als der Name sei die „Über-Mich-Seite“, die bei der Google-Suche erscheine und sozusagen fast schon eine eigene Website ersetzen könne. Bei uns klappt das leider nicht so ganz. Noch vor dem Xing-Profil erscheinen das Google-Profil und das Twitter-Profil – und zum Glück auch die eigene Firmenseite. Oliver Gassner sagt, wir müssten schon durchdenken, wie wir uns präsentieren wollten. Statt ganze Sätze zu schreiben, empfehlen sich Schlagworte, was nicht unbedingt überraschend ist.

Minus für reine Trockenübung

Sobald wir unser Profil – samt Foto – soweit optimiert haben, könnten wir uns nun daran machen, Kontakte, Mitglieder und Gruppen zu finden. Oliver Gassner zeigte, wo wir klicken müssen und wie Suchaufträge funktionieren. Die Kontakte sollten wir mit Attributen versehen, ob sie wichtig sind, wo sie wohnen und weshalb wir sie als Kontakte haben möchten. Wir könnten nach Branchen und Postleitzahlen suchen. Es sah alles kinderleicht aus. Später am eigenen Rechner hat es erwartungsgemäß leider nicht mehr so ganz funktioniert. Gut wäre es deshalb, wenn wir im Seminar selbst am Notebook sitzen würden und das Gezeigte am eigenen Profil nachvollziehen könnten. Für die reine Trockenübung gibt es deshalb ein Minus.

Selbsthilfegruppe hilft weiter

Wenn sich herausstellen sollte, dass wir etwas doch nicht verstanden haben, können wir nach dem Seminar leider nicht mehr beim Coach nachfragen. Oliver Gassner empfiehlt den Austausch in der Selbsthilfegruppe ehemaliger Seminarteilnehmer. Er sagt „Teilnehmergruppe“. Ehrlich gesagt, wäre es aber netter, wenigstens eine Wild Card zu haben und nach dem Seminar noch einmal eine bis drei Fragen per Mail stellen zu können. Dafür gebe es ein Plus.

Gute Noten nach Seminar verteilt

Ansonsten haben wir gelernt, dass Xing ein reines Business-Netzwerk ist und Privates darauf nichts zu suchen hat. Wir haben später eine Kaffeepause gemacht und die Atmosphäre war insgesamt gut. Zum Schluss haben wir einen Beurteilungsbogen ausgefüllt und spontan gute Noten verteilt. Eine (sehr)gute Note bekam Oliver Gassner.

Weniger networking wäre mehr

Zu Hause haben wir dann am Profil tatsächlich noch zwei bis drei klitzekleine Veränderungen gemacht. Einen Auftrag haben wir bisher aber noch nicht über Xing akquiriert. Das könnte nun daran liegen, dass sich niemand für unsere Dienstleitung PR und Kommunikation interessiert, dass wir noch nicht lange genug bei Xing Mitglied sind oder aber, dass wir auf der Plattform zu wenig aktiv sind. Zugegeben, wir treiben uns viel lieber bei Facebook herum, fragen da oder bei Google+ auch einmal etwas Berufliches, twittern fröhlich wie ein munteres Vögelchen und vernachlässigen dabei in letzter Zeit schon wieder Google+. In LinkedIn schauen wir manchmal hinein und bei Xing überfliegen wir momentan wenigstens die Einladungen. Das wird aber wohl nicht reichen.

Xing ist zu kompliziert

Unser Fazit: Wer Xing nutzen will, sollte tatsächlich ein Xing-Seminar besuchen. Lohnen wird es sich aber nur, wenn die Seminarteilnehmer bereit sind, regelmäßig auf Xing aktiv zu sein. Nach dem Seminar ist Xing für uns wenigstens kein Buch mit sieben Siegeln mehr. Trotzdem empfehlen wir ein Xing-Seminar nur bedingt, weil wir solche Social Networks nicht mögen, die nicht selbsterklärend sind. Im Web 2.0 haben wir keine Lust und Zeit, auch noch Bedienungsanleitungen zu lesen oder Seminare zu besuchen, um Kontakte zu finden. Mit einer Plattform, die wir nicht sofort verstehen, werden wir – das steht auch nach dem Seminar fest – keine wunderbare Freundschaft beginnen.

Hier finden weitere Xing-Seminare auch in den Region Bodnesee statt http://www.xing-seminare.de/dach/xing-optimal-nutzen.php

21 Kommentare to “Konstanzer Xing-Seminar – bedingt empfehlenswert”

  1. Hinterwäldler
    28. November 2011 at 15:31 #

    Also, wer so viel in ein Web2-Netzwerk investiert ist ein Schlitzohr und hat vor, andere über den Tisch zu ziehen. Natürlich ist das nicht sofort sichtbar und wir Ossis mussten vor 20 Jahren auch erst erlernen, was da abläuft. Wir wurden in Dresden regelrecht mit kostenpflichtigen Seminaren überschüttet und in jedem wurde behauptet das es nur zu unserem Nutzen ist.

    Du hättest deine eigene Kommunity fragen müssen. Du hast doch eine. Ob du dadurch Aufträge findest ist fraglich.

  2. Alexander E. Schröpfer
    28. November 2011 at 18:09 #

    Wer mit Word einen Flyer erstellen will, kann sich ins Programm selbst einarbeiten oder einen Kurs besuchen.

    Mit der oftware XING ist es genauso. Mit der Anmeldung alleine werde ich keine Kunden anziehen oder diese mich finden.

    Also auch hier Zeit investieren oder in einen Kurs – gerne auch bei mir – €uros investieren.

    Dann wirds auch was mit dem Kunden über XING.

    Mit besten Grüßen,

    Alexander E. Schröpfer
    100% Kunden über XING seit 2007

  3. dk
    28. November 2011 at 19:04 #

    Hinterwäldler

    Die Sachsen sind sicherlich keine Hinterwäldler, wie man vor einigen Tagen gegen Mitternacht im TV erleben konnte. Der MDR hat einen „kleinen Zeppelin“ gebaut und damit Kamera-Flüge über Orte, Städte, Schlösser, Burgen, Gebirge usw. durchgeführt; Google kann noch viel lernen z.B. wie man einen Rundflug im Kirchen-Innern knapp unter der Kuppel durchführt und nach Steig oder Sinkflug durch die Seiten-Gewölbe schwebt.

    Leider war die Sendung über 2 Std. lang; nach 1,5 Std. hat man übermüdet (vom Tagesverlauf) abgeschaltet. Die vielen Bilder wären als internat. Werbung sendefähig gewesen; die Texte waren kurzweilig, sehr informativ und ergiebig für Kultur und Geschichte; ebenfalls die gezeigten Leute aus der Bevölkerung. Das Sächsisch klang sehr verständlich und moderat.
    Die Werbeschrift des Zeppelins „Täglich um 19 Uhr – MDR Sachsenspiegel“ werde ich so nicht wahrnehmen; eine Kurzreise dafür eher. Fehlt eigentlich nur eine tägliche „Sachsen-Klinik“ unterhalb der Sächsischen-Schweiz in ARD oder ZDF. Genügend Gelegenheiten für weite Eisenbahntunnels gibt es dort auch; nur das Weltkulturerbe könnte diesen Einhalt gebieten.

  4. wak
    28. November 2011 at 19:04 #

    @Hinterwäldler Ich wurde zum Xing-Seminar eingeladen. Ich habe es mir angeschaut und, da ich auch mal über das Web 2.0 einen kleinen Vortrag oder eine Session halte, wollte ich mir nur selbst ein Bild machen. Ich habe geschrieben, wie ich es erlebt habe und einschätze. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ich über Xing viele Aufträge akquiriere. Ich bin deswegen aber auch gar nicht enttäuscht. Ich habe nicht mehr erwartet, was daran liegen dürfte, dass ich keine Zeit habe, das Netzwerk intensiv zu pflegen und mit Beiträgen zu versorgen. Die meisten PR-Aufträge habe ich im weitesten Sinn über soziale Netzwerke erhalten, wenn auch eher durch persönliche Kontakte im Real Life. Und das finde ich auch gut so.

  5. OLiver
    29. November 2011 at 09:36 #

    Hi,

    dann kannst du ja dein jetzt optmiertes Profil in der teilnehmergruppe einreiuchen und wir gucken, ob es wirklich nicht weiter optimierbar ist ;)

    Und:
    Wenn man das mit Praxisübungen macht, dauert der Workshop 3* so lange und ist 4* so teuer ;) (Und ein unterschiedliches Level an Leuten wirkt sich NOCH massiver aus.)

    Übrgens: Zentralpunkt von XING ist Networking, die Akquise (das, was dei leute von XING erewarten) kommt en passant von selbst – WENN man sinnvoll networkt.

  6. wak
    30. November 2011 at 10:39 #

    @Oliver Oliver hat darauf hingewiesen, dass Akquise nicht das Zentrum von XING ist
    sondern Networking. Er sagt auch, dass die Teilnehmergruppe keine Selbsthilfegruppe ist. Das stelle ich gern richtig. Es sei in dem Beitrag einfach so viel schief, dass es besser wäre, es zu lassen. Ich hätte etwas falsch verstanden, dafür könne er nichts. Letzteres ist richtig: Ich sage nicht, dass ich alles richtig verstanden hätte, und ich habe bewusst Oliver nicht kritisiert. Er hat als Teacher einen guten Job gemacht. Was ich geschrieben habe, ist subjektiv – in etwa so subjektiv wie eine Kinokritik. Ich habe mich bisher viel zu wenig mit XING beschäftigt. Auch das habe ich in meinem Beitrag geschrieben. Wichtig ist mir, ich behaupte in dem Beitrag keine Tatsachen und ich will auch niemandem schaden. Jeder muss sich sein eigenes Urteil bilden und selbst entscheiden, in welchem Netzwerk, er sich weshalb auch immer bevorzugt bewegt – in XING, bei InkedIn, Facebook oder Google+.

  7. Oliver Gassner
    30. November 2011 at 11:13 #

    Gut, dann kommentiere ich mal durch (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    – Es wäre nett, wenn du das mit der Akquise dann auch oben im Text korrigierst. Akquise ist das Interesse der Mitglieder – egal ob es um den optimalen Dienstleister, Mitarbeiter oder eben einen Auftraggeber oder neuen Arbeitgeber geht.
    Optimiert ist XING auf Networking: Kommunikation, Empfehlungen geben, Tipps geben, Kompetenz zegen – sich positionieren. (Hast du weggelassen, war zentral.)
    Die Aufträge kommen dann ‚fast von selbst‘ – eben OHNE dass man jemanden ‚anquatscht‘, so wie es dir passiert ist. (Dass man kein ‚willste kaufen‘ schuckt, hab ich auch erklärt)
    Viele verstehen das falsch und akquirieren aggressiv: flasch.

    Dann habe ich nicht gesagt, dass XING (international) ‚gegen 12 Millionen Mitglieder‘ habe, sondern ‚über 11 Millionen‘.

    In der Teilnehmergruppe kann man, wie ich im Seminar erklärt habe:
    – nach dem Seminar belibig viele Fragen stellen
    – und sein Profil ‚checken‘ lassen – auch mehrmals
    Antworten tun dort manchmal Teilnehmer aber immer Auch die ca 15 Trainer aus DACH. (also nicht immer alle ;) )
    Zudem hat man ja Zugrff auf alle gestellten und beantworteten Fragen.
    Ich denke das ist DEUTLICH besser als ‚3 Wildcards per Mail‘.

    Aus meiner Sicht ist mindestens noch mal so viel wert wie das Seminar an sich ;)

    Ob der durchschnittliche XING User nur alle 2-3 Wochen drin ist, weiß ich nicht, jedefalls ist die Gruppe der ’nicht Täglich‘ Nutzer die größte, aber nicht notwendigerweise auch größer als 50%, da habe ich keine Zahlen. ich verwende idR den ausdruck ‚typisch‘ nicht ‚durchschnittlich‘.

    Alerdings sind die, die XING täglich nutzen, auch am zufriedensten damit, und wollen es als Werkzeug zur Kommunikation nicht mehr missen.

    Dass man nach ein paar Wochen bei XING noch keine Auftrag bekommt ist normal. Die Frage ist ja auch, was man dafür getan hat: Hat man sein bestehendes Netzwerk auf XING abgebildet? Hat man anderen geholfen, sie empfohlen, im Forum Kompetenz gezeigt, war man auch mal bei einem Event?

    Warum ‚weniger networking mehr‘ wäre, verstehe ich übrigens nicht. Davon, dass man sich abkapselt und im stillen Kämmerchen sitzt, passiert nichts. Und zur Kontaktaufnahme mit PR-Kunden ist XING garantiert besser geeignet als Facebook, Twitter und G+.

    Gar nicht erwähnt hast du z.B. die Suchfunktion, die Rolle der ‚Kontakte der Kontakte‘ und die Möglichkeiten, suchen zu automatisieren. schade. all das ist nicht nur zentral sondern auch ausführlich besprochen worden. Vom sehr nützlichen Tool ‚Physeexpress‘ ganz zu schweigen.

    Und JEDE Kommunkationsplattform nützt nur, wenn man sie nutzt. entscheidend ist, dass man das effizient und gezielt tut. Dazu geben wir im Seminar sehr gute Hinweise (der Seminarnotenschnitt aller Trainer liegt deutlich über 2). ich denke es gibt immer zwei Möglichkeiten: entweder man ererbeitet sich alles mühsam selbst oder man lässt es sich erklären. das gilt für facebook wie für G+ und XING und Twitter. Jemandem, der bei XING nichts tun WILL – dem würd ich ein Seminar AUCH nicht empfehlen.

    Und ohne, dass man eine Plattform versteht (ich habe die Hypothese, dass sehr viele User z.B. G+ oder facebook nicht WIRKLICH verstehen) kann man dort auch nicht erfolgreich agieren.

    Wenn du also XING nicht effizient und optimal nutzen willst: schade. was ich NICHT verstehe, das versuche ich immer zu verstehen anstatt zu sagen: versteh ich nicht, brauch ich nicht.

  8. wak
    30. November 2011 at 11:32 #

    @Oli na, na „weltweit in Richtung 12 Millionen“ und „2-3 Besuche“ – so steht es in meinem Notizblock. Das habe ich geschrieben und sogar noch mal nachgeschaut bei XING. Also, dass ich hier nicht zu blöd bin, Zahlen mitzuschreiben, wäre mir schon wichtig ;-) Über 11 Millionen Mitglieder weltweit , steht übrigens bei Xing.

  9. Oliver Gassner
    30. November 2011 at 11:43 #

    Also den Statistikteil zu XING trage ich aktuell ca 3* / Woche vor (in den Letzen 7 Tagen sogar 4 mal) . SICHER hab ich am Freitag EINMAL ne ganz andere Zahl gesagt ;)

  10. wak
    30. November 2011 at 11:49 #

    @oli klar, ich erfinde Zahlen, so ein Quatsch. Und wo bitte liegt denn der Unterschied zwischen in Richtung 12 Millionen und über 11 Millionen? Ich verstehe Deine Aufregung gar nicht. Leider musste ich trotzdem ein bisschen drauf rumhacken, weil Namen und Zahlen in journalistischen Beiträgen einfach stimmen müssen, hat mit Glaubwürdigkeit zu tun. ;-(

  11. Oliver Gassner
    30. November 2011 at 11:52 #

    Yep, und ich hab auch ein bisschen gehackt. Wenn ich mich aufrege, sieht das anders aus ;)
    Es war ja auch nur eins der kleinen Beispiele.

  12. hans paul lichtwald
    30. November 2011 at 13:19 #

    Das große Geschäft im Internet wittern viele. Da ist der Dialog zweier Profis durchaus unterhaltend. Muss es für Oliver Gassner Xing sein? Im literarischen Geschäft fand ich ihn interessanter und mit mehr Perspektiven.

  13. Oliver Gassner
    30. November 2011 at 13:50 #

    Aber hallo, Stimmen aus der Vergangenheit ;)

    Wenn der Eindruck entsteht, ich würde mich nur mit XING befassen: der täuscht.
    Aber als wichtiger Kanal ist es eben ein Schwerpunkt.

    Und Seminare lassen sich fast nur mit Partnern vermarkten. Auch z.B. Journalistenfortbildungen mit dem JBB ;) (NICHT oder nur SEHR am Rande zu XING.)

    Und grad läuft auch wieder viel im Bereich Literatur z.B.
    http://buecherbrett.org
    Und in der neuen Meersburger Anthologie sind ein paar Texte mit drin.

    Kommste mal auf nen Kaffee nach Steißlingen? ;)

  14. AR
    8. Dezember 2011 at 14:33 #

    Ich fühle mich in meiner Haltung in Allem bestätigt was hier geschrieben wurde: Xing etc. = oberflächliche Akquise und maximal um mit jemandem in Kontakt zu bleiben zu gebrauchen. Meine Vorstellung von Networking hat mit belastbarem Beziehungsaufbau zu tun , was auf lange Sicht sehr viel mehr nützt. Siehe: Dictyonomie

  15. Oliver Gassner
    9. Dezember 2011 at 11:21 #

    Nun @AR:
    Das ist, wie Waltraud es verstanden hat. Sicher nicht, wie ich es erklärt habe.
    Wie ich XING nutze hab ich heute mal in meinem Blog erklärt:
    http://blog.oliver-gassner.de/archives/5166-Wie-mein-XING-und-der-ganze-Rest-funktioniert-Suche,-Positionierung,-Reputation.html

  16. wak
    12. Dezember 2011 at 08:44 #

    Brauchen Journalisten Social Media? Der DJV hat eine Antwort für Freie. Ja, auf jeden Fall. Präsenz entscheide darüber, ob Journalisten im Spiel bleiben. Interessante Meinung, Linkedin ist wichtiger als Xing. Premium-Account absolut sinnlos. Ein Google Profil + ein must have. Eine Unternehmensseite bei Google + nicht zwingend. Ein Podcast zum Thema. http://cinch.fm/freie/326197

  17. Oliver Gassner
    12. Dezember 2011 at 08:52 #

    Ja, „klar“ ist Linkedin wichtiger, da sind ja nur (1/5 bis)1/10 der MItglieder von XING (in DACH), das MUSS ja wichtiger sein. Dan sind auch Zeitungen, die ganz ganz klein sind, „wichtiger“ als solche, die 10* größer sind.

    Udn Premium braucht man auch nur, wenn man jemand bei XING eine Nachricht schicken will (soern er nicht schon Kontakt ist), das braucht ein freier Journalist SICHER auch nicht ;)

    Waltraud, wie viele Kunden hast du eigentlich schon über Linkedin geworben? da bist du ja deutlich länger als bei XING.

  18. wak
    12. Dezember 2011 at 09:10 #

    @Olliver Gassner. Hi, bleib cool. Ich empfehle den Podcast zum Reinhören. Es gibt immer noch viele Journalisten, die keine Ahnung vom Web 2.0 haben. Ich habe ein Abstract geschrieben, wiedergegeben, worum’s geht, und einen Link verbreitet, nicht etwa meine persönliche Meinung. Was Aufträge angeht,sind Social Media wichtig, denke ich. Ich habe kürzlich einen großen Auftrag geangelt, weil ich direkte Kommunikation und Web 2.0 kann. Ich hätte ihn nie bekommen, wenn ich beim Print und den traditionellen Verlagen stehen geblieben wäre. Wer Nachrichtenjournalismus (Handwerk) kann und Social Media drauf setzt, hat heute einen klaren Wettbewerbsvorteil. In Linkedin habe ich ein interessante Gruppe entdeckt, aber ich halte mich hauptsächlich bei Facebook auf. Da ist die direkte Resonanz am größten. Ich denke das Netzwerk ist das nützlichste, in dem wir am aktivsten sind. Die Präferenzen sind unterschiedlich.

  19. Oliver Gassner
    12. Dezember 2011 at 09:23 #

    Ich hab reingehört.
    Die Zusammenfassung verhieß nichts gutes.

    Erstes hat das Ding massive Auissetzer. Podcasten tut man anders.
    Linkedin wird als Adressverzeichnis bezeichnet. Kann man so sehen. Hat aber nix mit Socialnetworks zu tun.
    Über Social Media, sagt er, kriegt man keine Aufträge, man bracht es nur, um so zu wirken als sei man technisch up to date als Journalist. wenn man nicht so wirkt, bleiben die Aufträge weg. Und außerdem kann man dann seinen Nachbarn BERATEN. so wie er halt.
    XING brauct man für (5+ Millionen) „bodenständige deutsch(sprachig)e Kontakte“, aha. ein Großteil von denen ist eben nicht im „Adressverzeichnis“ Linkedin.
    Was er zu Twitter sagt konnte ich wegen der Aussetzer schwer verstehen, ich glaub, er meinte, man brauche es nicht. CNN und Spiegel und hunderte bis tausende anderer Medien sehen das auch so ;)
    Warum genau man den Premiumaccount nicht braucht, weiß ich nicht. In einer Diskussion bei Jonet jedenfalls erklärten einige, dass man als Journalist nicht nur bei XING sein müsse sondern, dass gar die Existenz gefährdet sei, wenn man dort rausfliegt. ich glaub Jonet hat ein Archiv, da kannst du es sicher finden. Ich würd nicht ganz so weit gehen, als Lokaljournalist oder selbst als internationaler Fotoreporter mit bestehender Reputation in Fachkreisen bracht man es denke ich nicht, wenn man überregional Experten recherchiert oder PR macht (oder in diversen anderen Szenarien), wird es schwer ohne XING gehen. Und ohen Premium kann man es nur passiv nutzen, also: warten, bis man angesprochen wird – man kann natürlich in Gruppen aktiv sein und zu events gehen, auch als Basismitglied…

    Ich bleib ganz cool, soll er es so machen ;)

    Ich würd nur nicht raten, ihm zu glauben.
    Ich würd auch nicht raten, das zu referieren, höchstens um ihm zu widersprechen.

    Zufälligerweise hab ich grad heute (allerdings auf Englisch, weil es eine Antwort in einer englischen XING-Diskussion war) was dazu geschrieben, aus welchen Plattformen man (2012 und 2013 noch) sein sollte:

    http://blog.oliver-gassner.de/archives/5167-What-network-should-your-company-be-on-now-and-in-2013.html

    Vielleicht erklärt das etwas genauer, worum es wirklich geht.
    It’s complicated (und dann auch wieder: einfach …)

  20. wak
    12. Dezember 2011 at 09:29 #

    @Oliver Gassner Ich verlinke, was ich interessant finde. Es ist wie bei Leserbriefen, sie geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Du zählst sicher zu den Fortgeschrittenen. Ich merke aber, dass die Wissensstände sehr unterschiedlich sind und dass es immer noch Menschen gibt, die denken, es sei nicht so wichtig, was in Social Media passiert. Das ist falsch.

  21. dk
    12. Dezember 2011 at 22:37 #

    wak am 12.12. um 8:44 Uhr: … Ein Google Profil + ein must have….

    Vielleicht interessiert diese Linkauflistung zu Google+: Tutorials, Tools, Extensions für Chrome, Firefox u.a.

    Google+ Handbook: 63 resources for entrepreneurs
    http://www.geekwire.com/2011/google-handbook-63-resources-firsttimers

    … Well, even if you’re a complete beginner and don’t have a clue where to start or you’re a reasonably seasoned user of Google+, the following resources will hopefully help you learn everything you need to know about Google+ so you can use it effectively. …

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