Kreis Konstanz: Neue Skepsis im Süden gegenüber Stuttgart 21

Ausbau der Gäubahn und Stuttgart 21 in dirketem Zusammenhang – Ohne Zweigleisigen Ausbau bringt neuer Bahnhof Verschlechterung

Neue Bedenken gegen Stuttgart 21Kreis Konstanz. Für die Randenregion mache „Stuttgart 21“ nur dann einen Sinn, wenn gleichzeitig die Gäubahn ausgebaut und die Hochrhein- und Bodenseegürtelbahn elektrifiziert werden. Das teilte die „Randenkommission“, die Landräte der Kreise Konstanz, Schwarzwald-Baar und Waldshut sowie der zuständige Regierungsvertreter des Kantons Schaffhausen jetzt mit.

Eingleisige Strecke

Wörtlich heißt es: „Die Vertreter der Randenkommission begrüßen die Aussagen von Bahnchef Grube anlässlich der Verbandsversammlung des Interessenverbandes Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn am 10.Juli 2010 in Tuttlingen, er werde sich für den lange ersehnten Ausbau der Gäubahn einsetzen.“ Eine teilweise eingleisige Strecke mit dieser Bedeutung sei nicht hinnehmbar.

S 21 Verschlechterungen: Süden abgehängt

Ohne Ausbau der Gäubahn bringt „Stuttgart 21“ keine Vorteile für die Randenregion im Süden Baden-Württembergs. Da ohne bauliche Verbesserungen der Gäubahn die Reisezeiten fahrplantechnisch nicht mehr funktionieren, die Gäubahn also immer zur falschen Zeit in Stuttgart ankäme, ergäben sich sogar Verschlechterungen bei den Verbindungen, die nicht hinnehmbar seien.

Ausbau der Gäubahn zwingend

Die Gäubahn mit den Zulaufstrecken Hochrheinbahn und Bodenseegürtelbahn isei die wichtigste Verbindung nach Norden zum Anschluss an das Fernverkehrsnetz und insbesondere die ICE – Verbindungen. Stuttgart 21 bringe Vorteile für das ganze Land – für die Randenregion aber nur dann, wenn die Gäubahn vorher ausgebaut ist. „Wir fordern daher ausdrücklich, zuerst die Gäubahn auszubauen sowie die Hochrhein- und Bodenseegürtelbahn zu elektrifizieren, und dann Stuttgart 21 zu vollenden“, heißt es. Nur dadurch seien die Vorteile von deutlich kürzeren Fahrzeiten auch erreichbar.

Angst vor Nachteilen

Die Vertreter der Randenkommission befürchten erhebliche Nachteile, wenn Stuttgart 21 ausgebaut wird und keine Mittel für den Ausbau der Gäubahn vorhanden wären. Es müsse heute schon sichergestellt werden, dass die Mittel für Ausbau und Elektrifizierung sicher sind. Deshalb müsse zuerst die Gäubahn ausgebaut werden und die Hochrhein- und Bodenseegürtelbahn müssten elektrifiziert sein.

Ein Kommentar to “Kreis Konstanz: Neue Skepsis im Süden gegenüber Stuttgart 21”

  1. Mark Breitenbücher
    15. Dezember 2010 at 22:05 #

    Da kann man nur hoffen, dass sich die Landräte in Süden nicht auch dem Druck der Landes-CDU bäugen.
    Tatsächlich bringt S21 für meine Heimat (bin selbst in der Nähe von Singen aufgewachsen und lebe jetzt in Stuttgart) viele Nachteile:
    1. Das Geld das in S21 fehlt für den Ausbau der Gäubahn
    2. Wie die Schlichtung bezüglich Leistungsfähigkeit gezeigt hat, müssen die Züge aus Singen alle das neue Nadelör auf den Fildern über den neuen Flughafenbahnhof nehmen. Da sind aber keine Kapazitäten mehr frei. Der Takt auf der Gäubahn kann also nicht verdichtet werden. Zumindest nicht mit schnellen (ICE/IC) Zügen.
    3. Einziger Vorteil ist eine schnellere Anbindung an den Flughafen. Aber auch die könnte man ohne den teuren Bahnhof mit einer Haltemöglichkeit für die Regionalexpresse in Stuttgart-Vaihingen hinbekommen. Und dies sofort. Leider mauert das Land seit Jahren, da dann ein vermeindlicher Vorteil von S21 wegfällt.
    Schön, dass der Süden aufwacht!

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