Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz macht Sicherheit zum Starterthema

Verlängerung fürs Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ – Erster Vortrag am am 25. Oktober

Konstanz. Das Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz geht in die Verlängerung. es ist Teildes  Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“. 30 Wissenschaftler beschäftigen sich ein Jahr lang mit Themen wie Kulturgeschichte Lateinamerikas, dem mittelalterlichen Kreditwesen, zu Konzepten des sozialen Aufstiegs im neunzehnten Jahrhundert und über die Geschichte des Radios im Nachkriegseuropa. 

Start in der Bischofsvilla

Das neue akademische Jahr 2012/13 am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz eröffnet am 25. Oktober um 18 Uhr in der Konstanzer Bischofsvilla ein Vortrag von Thomas G. Kirsch, Professor für Ethnologie und Kultur­anthropologie an der Universität Konstanz, zum Thema „Securitization and the Recursiveness of Security in South Africa“. Das Kolleg feiert dieses Jahr nicht nur sein sechsjähriges Bestehen, sondern gleichzeitig die erfolgreiche Verlängerung als bedeutende Einrichtung des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“.

Der Begriff Sicherheit

Seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA stehen Sicherheitsdiskurse hoch im Kurs. Sie haben weltweit zu zahlreichen politischen Maßnahmen geführt, die jedoch nicht notwendigerweise (allein) der Sicherheit dienen. In seinem Vortrag lenkt Thomas Kirsch den Blick auf den afrikanischen Kontinent, der zunehmend als Nährboden für Terrorismus dargestellt wird, was unter anderem zu einem erhöhten internationalen Sicherheitsaufgebot führt. Spannend dabei ist, wie der Begriff Sicherheit nicht nur den Zustand – frei von Bedrohung zu sein – bezeichnet, sondern auch die Maßnahmen zum Erreichen dieses Ziels und welche Folgen aus dieser Doppeldeutigkeit erwachsen.

Themen der Forscher

Der Ethnologe ist einer von rund 30 Wissenschaftlern, den so genannten Fellows, die in den kommenden zwölf Monaten am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz über Themen wie einer Kulturgeschichte Lateinamerikas, dem mittelalterlichen Kreditwesen, zu Konzepten des sozialen Aufstiegs im neunzehnten Jahrhundert und über die Geschichte des Radios im Nachkriegseuropa forschen werden. Ermöglicht wird ihnen dies über Stipendien des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“.

Über Disziplin- und Kulturgrenzen hinweg

Die erfolgreiche Verlängerung des Forschungsverbunds im Rahmen des bundesweiten Exzellenzwettbewerbs ist damit auch ein Erfolg für das Kolleg, in dem Gastwissenschaftler aus Deutschland und der ganzen Welt mit Konstanzer Forschern zusammenkommen. Das Thema des Exzellenzclusters – „Kulturelle Grundlagen von Integration“ – liegt der Auswahl der Fellows zugrunde und fungiert so als gemeinsame Klammer für einen regen wissenschaftlichen Austausch über Disziplin- und Kulturgrenzen hinweg. Das Kulturwissenschaftliche Kolleg hat seinen Sitz in der Konstanzer Bischofsvilla sowie in der Seeburg im benachbarten Kreuzlingen.

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