Lesung aus Texten „Verbrannter Dichter“ in Konstanz

Konstanz. „Erlauben Sie, dass ich schweige…“ Verbrannte Dichter. Gerd Berghofer liest und spricht am Mittwoch, 30. Januar 2013, um 19.30 Uhr anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus in Konstanz Texte „Verbrannter Dichter“. Der Eintritt ins Konstanzer Kulturzentrum am Münster (Katzgasse 7) ist frei. Veranstalter sind die Konrad-Adenauer-Stiftung Freiburg und die Volkshochschule Konstanz-Singen.

Briefe, Gedichte, Biografien

Der Rezitator und Schriftsteller Gerd Berghofer wird aus Texten von bekannten und weniger bekannten Literaten lesen, deren Werke 1933 von den Nazis verbrannt worden sind. Er verknüpft biografische Zeugnisse, Briefe, Gedichte und Prosa betroffener Autoren zu einem faszinierenden Live-Programm, heißt es in einer Vorankündigung. Berghofer thematisiere auch die Folgen der Bücherverbrennung – Exil, Gefängnis, Tod, Freitod, innere Emigration oder Anpassung.

Öffentliche Bücherverbrennung durch Nazis

Am 10. Mai 1933 inszenierten die Nationalsozialisten an zahlreichen Hochschulen in Deutschland öffentliche Bücherverbrennungen. Nationalsozialistische Studenten verbrannten die Werke bedeutender Dichter, Schriftsteller und Wissenschaftler, wie Bertolt Brecht, Erich Kästner oder Sigmund Freud. Aber auch Bücher von Autoren, die heute in Vergessenheit geraten sind, wurden Opfer der Flammen.

Ausgezeichneter Rezitator

Gerd Berghofer ist freier Schriftsteller und Rezitator. Auch als Autor von Gedichten und Erzählungen und als Sprecher von Hörbüchern hat er sich einen Namen gemacht. Für seine literarischen Arbeiten wurde er unter anderem mit dem Lyrikpreis des Freien Deutschen Autorenverbandes ausgezeichnet.

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