Lieblingsplatz Konstanzer Münsterbar

Meine kleine Kolumne

münsterbar mini P1020749Konstanz (wak) Adven, Advent – wo steht die schönste Hütte im ganzen Land? Eine frohe Kunde schallte in der vergangenen Woche über den größten weihnachtlichen Markt am See. Auf dem Konstanzer Weihnachtsmarkt mit seinen 150 Hütten, die sich von der Marktstätte durch die Unterführung bis zum See schlängeln, schien sie gefunden. Eine Jury, der auch die Konstanzer Künstler Johannes Dörflinger und Claudio Bäuerle angehörten, hat sie prämiert. Glückwunsch! Die Auszeichnung ging an den Glühweintreff beim Zepplin Denkmal mit dem riesigen Schneemann auf dem Dach. Standbetreiber Hakan Öktem durfte sich freuen. Und die lokale Tageszeitung, die mit in der Jury saß, frohlockte. Andererseits gibt es in Konstanz aber noch viel mehr Lieblingsplätze. Einer ist die Münsterbar.

Mein Lieblingsplatz in Konstanz

Ein Lieblingsplatz im vorweihnachtlichen Konstanz ist ganz ohne Frage die Münsterbar. Bereits zum fünften Mal haben sie die Münsterbar-Baumeister vor dem gotischen Kirchenbau errichtet, wo gleich nebenan die Lichtlein an einem stattlichen Christbaum blitzen und unter Schneekristallen glitzern. Zugegeben ein bisschen zugig ist es auf dem Münsterplatz gelegentlich schon. Doch die Münsterbar trotzt selbst Schneestürmen, wie dem am Samstag, und sie ist bei eisiger Kälte eine Zufluchtstätte für eilige Weihnachtseinkäufer, die übers grobe Pflaster hoffnungsfroh auf die Bar zu stolpern. Der Glühwein verdient ein extra Lob. Denn ausgeschenkt wird keine Plörre. Von Anselm Venedeys extra scharfer Currywurst, die selbst dem Baubürgermeister gelegentlich Tränen in die Augen treibt, ganz zu schweigen.

Noch bis zum 24. Dezember geöffnet

Seit nun schon fünf Jahren laden Einzelhändler rund ums Münster die Konstanzer in ihre Bar vor dem Münster ein. Noch bis zum 24. Dezember schenken sie Punch und Glühwein aus. Es gibt heiße Rote, weihnachtliche Live-Musik, ein bisschen Kultur, nette Leute und freundliche, anregende Gespräche. Gern versammeln sich Barbesucher rund um den massiven Schanktisch. Wer mag, zieht sich in eine der windgeschützten Nischen zurück und setzt sich auf die Strohballen im Verschlag, die mit Lehne wie Strandkörbe mitten in der Winterwunderwelt anmuten.

Konstanz-Tipp für Stadtbesucher

Der Erlös, den die Betreiber der Münsterbar erwirtschaften, geht in diesem Jahr übrigens an den Förderverein der Wallgutschule. Jedes Jahr unterstützen die Initiatoren ein anderes Projekt der Jugendarbeit in der Altstadt. Eine rundum gelungene Auszeit ist der Besuch in der Münsterbar. Ach ja, damit wir’s nicht vergessen: Wer es auch als Nicht-Konstanzer ein bisschen besinnlicher mag und wem das Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt am See zu groß ist, der sollte den Weg zum Münster nicht scheuen. Merry Christmas!

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