Lückenschluss Konstanz-Allnsbach: Land will B 33 angeblich pushen

SPD  Hans-Peter Storz  11/ 2011 Foto: Wolfgang SchmidtKonstanz/Singen. Das Land Baden-Württemberg schlägt vor, den vierspurigen Ausbau der B 33 zwischen Reichenau-Waldsiedlung und Allensbach in den neuen Bundesverkehrswegeplan des Bundes mit aufzunehmen. Das hat der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz aus dem Verkehrsministerium in Stuttgart erfahren. Die nur 8,3 Kilometer noch fehlende Strecke solle 119 Millionen Euro kosten. 

Baukosten bei 119 Millionen Euro

 

Der 8,3 Kilometer lange, verbleibende Bauabschnitt soll 119 Millionen Euro kosten. Das teilte der Angeordnete mit. Der Bund bereitet derzeit einen neuen Bundesverkehrswegeplan vor, der von 2015 bis 2025 gelten soll. Die Bundesländer sollen bis September 2013 Vorschläge machen, welche Baumaßnahmen darin enthalten sein sollen. Hans-Peter Storz kündigte an, gegenüber dem Land auch die Umfahrung des Stockacher Ortsteils Espasingen als Baumaßnahme vorzuschlagen.

 20 baureife Projekte

Die Vorschlagsliste des Landes enthält derzeit 160 Fernstraßenprojekte. 20 davon, darunter die B 33 neu, sind baureif. Für diese liegt ein gültiger Planfeststellungsbeschuss vor. 2012 hatte die Landesregierungen diese Straßen nach Prioritäten geordnet. Nach den gleichen Kriterien würden nun die“ anderen Vorschläge“ an den Bund in eine Reihenfolge gebracht und dementsprechend geplant.

Bund entscheidet

„Diese Vorschlagsliste zeigt deutlich, dass unserer Verkehrspolitik Verlässlichkeit und Umsetzbarkeit wichtiger sind als Versprechungen,“ sagte Hans-Peter Storz. Der Ausbau der B 33 als laufende Maßnahme sei erwartungsgemäß in den Vorschlag aufgenommen worden. Sie werde nicht erneut auf ihre Dringlichkeit überprüft. „Wie schnell südlich der Waldsiedlung oder vor Allensbach weiter gebaut werden kann, hat der Bund in der Hand. Er entscheidet darüber, wie viel Geld bei uns verbaut werden kann,“ sagte Storz. Baden-Württemberg habe das Nötige für einen laufenden Baufortschritt in die Wege geleitet. „Sollte das Land wie 2012 zusätzliche Straßenbaumittel erhalten, die in anderen Bundesländern nicht benötigt werden, müssen sie für die B 33 verwendet werden,“ macht Storz gegenüber dem Verkehrsministerium deutlich.

So geht’s weiter

Die Landesregierung startet nun ein öffentliches Anhörungsverfahren, in dem vor allem die betroffenen Kommunen ihre Stellungnahme abgeben können. Den Auftakt bilden vier Regionalkonferenzen. Die für Südbaden zuständige Konferenz findet am 30. April in Freiburg statt.

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