Marita Mangard sucht Mitstreiter für Tierisches in Konstanz

Nachbarschaftshilfe Tierpatenschaften im Kreis Konstanz hat zu wenig Paten

Konstanz (wak) Marita Mangard ist Tierfreundin. Hunde mag sie sogar tierisch gern. Sobald Not am Herrchen oder Frauchen ist, springt sie ein. Wenn sie mit fremden Hunden spazieren geht oder in der Ferienzeit Hamster füttert, tut sie es ehrenamtlich. Jetzt sucht sie gerade neue Tierpaten, die ihr helfen. Von den Tierpatenschaften profitieren alle Beteiligten, sagt sie:Vierbeiner, Tierbesitzer und Paten. Begeistert erzählt sie wie ganz neue soziale Kontakte entstehen. Prädestiniert fürs Gassi gehen mit dem fremden Wauwau sind ihrer Meinung nach Hundefreunde, die vielleicht früher selbst einmal einen Vierbeiner besessen haben und aus beruflichen oder anderen Gründen nur noch Herrchen oder Frauchen auf Zeit sein können.

Frauchen für Hunde, Katzen oder Vögel

In ihrem richtigen Leben arbeitet die Tierfreundin aus Konstanz beim Landratsamt. Das tut nichts weiter zur Sache. Nur so viel: Sie kann ihre Arbeitszeit eher flexibel einteilen und auch in der Mittagspause mal einen Hund ausführen. Marita Mangard springt immer dann ein, wenn ein Hundebesitzer krank wird und vorübergehend nicht selbst mit seinem Hund Gassi gehen kann. Auch die Katze füttern oder Wellensittiche in den Ferien zu sich in ihre große Voliere nehmen, ist kein Problem. Hunde mag die Tierfreundin aber – so hört es sich an – lieber.

So hilft Marita Mangard

Monatelang hat sie den „großen Spaziergang“ mit einem wuscheligen Bijonfrise gemacht, weil Frauchen nicht konnte. Eingesprungen ist sie auch, als eine Schäferhündin die Zollausbildung nicht bestanden und die Zollbeamtin die Hündin privat übernommen hat. Während der Arbeitszeit der Zollbeamtin springt jetzt gelegentlich Marita Mangard ein und führt die Hündin aus. Einen anderen Hund nahm die Tierpatin zu sich, weil Frauchen nicht da war, Herrchen nachts Taxi fuhr und der Hund es nicht gewohnt war, nachts alleine zu bleiben. Eine Hündin musste sie gerade aber „ablehnen“, weil sie selbst Urlaub machte, als die Hundebesitzer einen Paten brauchten. Auch deswegen täten ein paar ehrenamtlich arbeitende Paten mehr dem Projekt Tierpatenschaften im Kreis Konstanz nicht nicht schlecht.

Paten blieben bei Tieren kleben

Vor Jahren, als alles anfing, hatte sie noch eine längere Liste mit Paten, die sich um Schildkröten oder Mäuse kümmerten. Die meisten sind mittlerweile bei ihren tierischen Patenkindern und deren Besitzern kleben geblieben. Viele führen seit Jahren denselben Hund aus und versorgen in denselben Familien die Haustiere, wenn die Besitzer nicht da sind, erzählt die Tierpatin, die auch Kontakte zum Konstanzer Tierschutzverein und zur Tierhilfe Schweiz hat und so gesehen sogar grenzüberschreitend netzwerkt. Einige der Paten haben sich mittlerweile mit den Tierbesitzern angefreundet. Neue Paten für neue Tiere gibt es momentan nicht.

Bürgerschaftliches Engagement für Tiere

Die Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement des Landkreises Konstanz hatte vor sechs Jahren das Projekt unterstützt. „Wir wollen Kontakte sowie die gegenseitige nachbarschaftliche Hilfe fördern“, lautete das Motto damals. Mit Marita Mangard als Koordinatorin ist der ehrenamtliche Tierpatenschaftendienst im Landkreis seither für viele zur „Stammadresse“ geworden, wenn es darum gehe, den besten Freund des Menschen für eine gewisse Zeit unterzubringen, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes. Wer sich so wie Marita Mangard als Tierpate engagieren möchte, kann sich per E-Mail bei Marita.Mangard@gmx.de oder mobil unter Mobiltelefon 0172 / 8 24 94 74 melden. Zu Hause ist die Tierfreundin eher selten. Die Wauwaus wollen Gassi gehen.

Foto: Landratsamt Konstanz/ „Schlechtes Wetter gibt es nicht für Gassigänger!“ Marita Mangard mit den Hunden Ashley (links) und Knuddel (rechts) auf Tour.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.