Martin Hahn: Markdorfs Bürgermeister Bernd Gerber wulfft

Landtagsabgeordneter der Grünen kontert mit Wortschöpfung – Hahn war am Sonntag bei Grüner Woche in Berlin

Bodenseekreis. Martin Hahn, Grüner Landtagsabgeordnete aus dem Bodenseekreis, stellt am Tag nach dem Neujahrsempfang in Markdorf klar: „Ich habe meine Teilnahme am Empfang nicht kurzfristig abgesagt.“ Sein Wahlkreisbüro habe ihn schon am am 30. Dezember 2011 in Markdorf abgemeldet. Die Absage sei am Tag vor Silvester um 12.24 Uhr per Mail von seinem Büro verschickt worden. Martin Hahn konnte den Termin in Markdorf wegen der Grünen Woche in Berlin nicht wahrnehmen. Wenn der Markdorfer Bürgermeister Bernd Gerber etwas Anderes behaupte, „wulffe“ er, sagt der Grüne Landtagsabgeordnete.

Mann der Agrikultur

Martin Hahn, der in Stuttgarter Landtag Arbeitskreis-Vorsitzender Ländlicher Raum und Verbraucherschutz ist, und der neben dem Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft auch dem Ausschuss für den ländlichen Raum und Verbraucherschutz angehört, war am Wochenende bis einschließlich Sonntag bei der Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau in Berlin und nahm dort Termine wahr.

Verkehrsdisput

Martin Hahn bleibt trotz Kritik und auch nach Gerbers Neujahrsrede bei seiner Meinung: Er will den schnellen Bau der B 31, würde notfalls in Friedrichshafen dafür sogar die vorübergehende Zweispurigkeit der neuen Bundesstraße in Kauf nehmen. Hahn sagte: „Hauptsache der Verkehr fließt auf einer kreuzungsfreien Straße.“ Den Umfahrungen von Markdorf, Neufrach und Bermatingen gibt Hahn hingegen kaum Chancen, realisiert zu werden. Er sieht die Umfahrungen auch nicht in einem Gesamtpaket mit der B 31.

Keine Angst vorm Bürgermeister

Martin Hahn stellt klar: „Ich bin gern bereit, hart in der Sache und fair im Ton weiter zu streiten. Mit einer Auseinandersetzung mit Bernd Gerber habe ich kein Problem.“ Von Machtdemonstrationen alter Seilschaften lasse er sich nicht beeindrucken, erklärt der Landtagsabgeordnete. Er persönlich habe weder Angst vor einer Auseinandersetzung mit Bernd Gerber noch habe er einen Grund, zu bei einem Neujahrsempfang zu kneifen. Hahn weiter: „Ich halte die von Bernd Gerber geäußerte harte Kritik an der Verkehrspolitik der grün-roten Landesregierung und an mir persönlich für nicht gerechtfertigt.“ Der Bodenseekreis wie auch das ganze Land bräuchten eine ehrliche Debatte.

Hahn hätte mit vielen gesprochen

Unmissverständlich stellt Martin Hahn klar. „Ich bedauere es sehr, dass ich wegen meiner Termine während der Grünen Woche in Berlin nicht am Neujahrsempfang in Markdorf teilnehmen konnte.“ Hahn erklärt: „Ich hätte sehr gern mit möglichst vielen der mehr als 500 Gäste nach der Neujahrsansprache des Bürgermeisters persönliche Gespräche geführt und meine Position dargestellt.“

Einen schönen Gruß an Herrn Wulff

Martin Hahn erklärt, dass er, nachdem ihm Gerber kabarettistische Züge unterstellt hatte, mit Humor kontern möchte. Hahn sagt: „Wenn Bernd Gerber in seiner Rede auf den Bundespräsidenten Christian Wulff Bezug nahm, als er sagte, dass es beim Bundespräsidenten ja auch geheißen habe, dass Wulff noch in der Lehrzeit sei, so möchte auch ich Bezug zur Wulff nehmen. In Zusammenhang mit meiner angeblich kurzfristigen Absage möchte ich ein neues Wort nutzen, das gerade Eingang in unsere Alltagssprache gefunden hat und sagen Markdorfs Bürgermeister Bernd Gerber wulfft.“

Foto: Angelina S PIXELIO www.pixelio.de

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.