Am Sonntag öffnet das Wellenbad Ailingen

Mit 1,3 Millionen Euro sanierte die Stadt Friedrichshafen Bad trotz Haushaltsmisere

Friedrichshafen (red) Für rund 1,3 Millionen Euro sanierte die Stadt Friedrichshafen das Wellenbad in Ailingen. Dies war in Anbetracht der derzeitigen schwierigen Haushaltssituation eine große Anstrengung, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Doch angesichts der touristischen Ambitionen Ailingens sehen Bürgermeister Peter Hauswald, Erster Bürgermeister Stefan Köhler und Ortsvorsteherin Sandra Flucht die Investitionen als gerechtfertigt. Am 19. Juni geht die Badesaison im Wellenbad Ailingen los.

Andere Kommunen schließen Bäder

Nach der anhaltenden Kälteperiode und der langen Regenperiode kann das sanierte und modernisierte Wellenbad in der Ortschaft Ailingen eröffnet werden. Das modernisierte Bad wird zukünftig ein noch größerer Anziehungspunkt für die Bürgerinnen und Bürger und die Touristen sein. Während andere Kommunen ihre Bäder schließen, habe sich Friedrichshafen dazu entschlossen, das Bad zu sanieren und so den Tourismus auszubauen. Ziel sei es auch gewesen, dass sich die Einheimischen und Gäste in Ailingen wohl fühlen. Dazu gehöre auch ein moderndes und gut funktionierendes Freibad.

Sanierung war unumgänglich

Das Wellenbad wurde 20. Mai 1983 gebaut und bedarf nun dringend einer grundlegenden Sanierung. Nach einem ersten Bauabschnitt in den Jahren 2006/2007 begann die Stadt Friedrichshafen  2007/2008 mit den Untersuchungen und Planungen für den zweiten Teil der Generalsanierung. Erneuert und saniert werden mußten der Beckenumgang und der Kleinkindbereich mit Kindermatschecke. Am 6. April 2009 genehmigte der Gemeinderat die vorgesehenen Sanierungsarbeiten. Begonnen wurde mit dem Abbruch der Beläge und der Außenanlage am 30. September 2009. Am 14. Oktober 2009 war Baubeginn für den Rohbau des Schwallwasserbehälters und des Sanitärgebäudes. Nur wenige Wochen später, am 2. November 2009, wurde mit den Tief- und Landschaftsarbeiten angefangen.

Langer Winter verzögerte Bauarbeiten

„Durch den lang anhaltenden Winter verzögerten sich die Bauarbeiten um etwas sechs Wochen. Die lange Schlechtwetterphase mit starkem Regen machte es unmöglich, die Verzögerungen aufzuholen“, so Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler. Damit konnte erst im März mit den Mauer- und Stahlbetonarbeiten an der Freianlage und dem Bau des Edelstahlplanschbeckens begonnen werden. Ende April begannen dann die Arbeiten für die Betonbeläge des Beckenumgangs.

Beckenumgang wurde neu gestaltet

Bei der Neugestaltung des Beckenumgangs wurde darauf geachtet, dass der Pflanzbereich, die Liegewiese und das Barfußgebiet um das gesamte Becken getrennt sind. Auch das Kinderplanschbecken und das Hochplateau-Schwimmbecken wurden getrennt. Zudem wurde der gesamte brüchige Kopfmosaikbelag ausgetauscht. Damit kann eine Verschmutzung und eine Verkeimung des Badewassers verhindert werden. Der angrenzende Grünbereich und die Liegewiese wurden durch eine Gabionenwand (Drahtgitter mit Steinfüllung) getrennt. Diese Wand gilt gleichzeitig als Sichtschutz und grenzt zusätzliche Liegeflächen entlang des Wellenauslaufes und des Beckenumganges ab. Für den Beckenumgang im Wellenauslauf und das Kinderplanschbecken wurde ein großflächiger homogener und rutschfester Spezialbetonbelag eingebaut.

Kinder können nach Herzenslust planschen und spielen

Spaß pur gibt es für die „Kleinen“ im Wellenbad. Für das Kleinkinderplanschbecken wurde Edelstahl und für den Bachlauf wurde ein Pflasterbelag verarbeitet. Der neue Kindermatschbereich wird mit runden, terrassierten Wasserspielhügeln mit einem mäanderförmigen Bachlauf und einem Sand- und Matschbereich ausgestattet. Die abschließende Fertigstellung wird in etwa vier Wochen sein.

Ausstattung wurde verbessert

Neben den baulichen Arbeiten wurde das Ambiente im Wellenbad durch viele kleiner Veränderungen und Neuerungen wesentlich verbessert: 19 neue Sonnenschirme mit einem Durchmesser von vier bis sechs Meter bieten den Badegästen ausreichend Schatten. Acht zusätzliche Doppelliegen aus Stahl, fünf Sitzbänke und zwei runde Tische mit jeweils vier Stühlen sowie 45 Stapelliegen bieten zusätzlichen Komfort im Liegebereich. Fünf der 45 Stapelliegen sind für behinderte Menschen nutzbar. Für zusätzliches Wohlbehagen im Wasser erwartet die Badegäste neue Massage- und Nackenbrausen und Spritzdüsen, eine Wasserfontaine, ein Spritzbaum und ein Wasserigel.

Neues Sanitärgebäude

Im Kinderbereich wurden im Zuge der Sanierungsarbeiten ein neues attraktives Sanitärhaus mit Wickelraum, ein Jungen- und Mädchen-WC sowie ein behinderengerechtes WC eingebaut. „Das Wellenbad ist ein wichtiger Treffpunkt für Ailinger und Touristen. Für Ailingen als familienfreundliche Fremdenverkehrsgemeinde kommt dem Wellenbad eine hohe Bedeutung zu“, so Ortsvorsteherin Sandra Flucht.

Attraktive neue Außenanlage

Bereits 2007 wurden zusätzliche Aufenthalts- und Liegeflächen mit Liegestühlen geschaffen, die von den Badegästen sehr gerne genutzt werden. Jetzt sorgen das Hochplateau an der Südostecke, die zu überplanende technische Trennung zwischen Liegewiese und Wellenauslauf für zusätzliche Liege- und Sitzgelegenheiten. Gleichzeitig wurden neue Bänke für Eltern und Kinder im neuen Beckenumgang des Kinderplanschbeckens aufgestellt. Die zugewachsenen und pflegeintensiven Grünstreifen wurden zurückgebaut und durch Pflanzkübel und Pflanztröge mit zum größten Teil heimischen Pflanzen ersetzt. Diese Pflanzen können später in die Liege- und Trennflächen zwischen Beckenumgang und Liegewiese gestalterisch eingebaut werden.

Liegewiese wurde neu eingesät

Aufgrund der witterungsbedingten Bauverzögerung konnte erst jetzt die Liegewiese neu eingesät werden. Deshalb wird es noch einige Tage dauern, bis die Gäste dort ihre Liegestühle aufstellen und ihre Badetücher ausbreiten können. „Wir wollten allerdings nicht mehr länger mit der Eröffnung des Bades warten“, so Bürgermeister Peter Hauswald. Der Badebetrieb, so Hauswald weiter, ist uneingeschränkt möglich und es gibt ausreichend Liegeflächen. Auch der Matschbereich für die Kinder ist noch nicht abschließend angelegt. Diese Arbeiten werden noch etwas vier Wochen in Anspruch nehmen.

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