Motto lautet „Neandertal isch ibberall!“

Karten für Überlinger Dorferschoppen 2010

Überlingen (wak) Achtung, nur für Männer und Fasnetsfans. „Aus erheblichem öffentlichem Interesse findet auch in diesem Jahr wieder der Dorferfrüh- und Dorferdämmerschoppen in „Krone“ und „Galgenhölzle“ in Überlingen statt“, verkündet Organisator Jörg Bohm freudig. Frauen müssen traditionell draußen bleiben. Für Überlinger Männer, die allerdings über das lokale Geschehen infmiert sein sollten, ist der Dorfer aber Pflicht. Termine sind am Fasnetfreitag, 12. Februar, um 14 Uhr, sowie am Fasnetmontag, 15. Februar, um 10 Uhr. Um überhaupt einen Platz zu bekommen, müssen sich die Männer aber am kommenden Sonntag, 24. Januar, eine Karte im Vorverkauf besorgen. Motto beim „Dorfer“ lautet dieses Mal „Neandertal isch ibberall!“

Nur zwei Karten pro Person im Vorverkauf

Der Vorverkauf findet statt am Sonntag, 24. Januar, ab 11 Uhr im „Galgenhölzle“, Einlass ist ab 9 Uhr. Je Person und Veranstaltung gibt’s jeweils zwei Eintrittskarten. Sie kosten je fünf Euro. Nummern werden beim Einlass ausgegeben. „Entgegen einem allgemeinen Teuerungstrend können wir in diesem Jahr unseren seit über zwölf Jahren unveränderten Eintrittspreis halten“,kalauert schon mal Jörg Bohm.

„Neandertal isch ibberall!“ von Jörg Bohm

Seit Jahrmillionen das Gleiche.

Sie bewacht die Höhle, er muss auf die Jagd.

Sie will sprechen, er nicht.

Er muss hören, oder manchmal sogar gezielt weghören um sich auf die Jagd konzentrieren zu können.

Nachts muss er, selbst noch im Schlaf, seine Herde, seinen Clan vor wilden Tieren beschützen;

er imitiert hierfür, dank einfallsreicher und überlegter nasal-rachialer-brachialer Atemtechnik,

dass drohende, aber rhythmische Knurren der drei- und immerspitzen Schwertzahntiger um

mögliche Fressfeinde von seinem Nest fernzuhalten.

Einmal auf der Jagd, weiß er nie wann, und vor allem ob und mit wem, er heimkommt.

Und das ist gut so.

Wer weiß denn auch vorher wann welches Stück erlegt wird, welcher Bock von wem

geschossen wird, ob diesmal auch Federvieh dabei ist und wer wem in die Falle geht.

Wird die Strecke am Ende gar vubloose?

Die Läferer des Dorferschoppens bieten hierfür auch in diesem Jahr geeignete Fortbildungen

für die Rudeljagd mit dem Erlernen der richtigen Atemtechnik, auch außerhalb der eigenen Höhle, in urzeitlicher Atmosphäre an.

Der Lockruf der Wildnis erfolgt an beiden Tagen durch ausgesuchte Jagd- und Einhornbläser unter gleichsam rhythmischen Abtrommeln geeigneter schlagfertiger Treiber im Hintergrund unserer 226 Jahre alten Stadtkapelle Überlingen unter der hochgradig begeisterten Jagdleitung ihres Obertreibers MD Ralf Ochs.

Wir haben in diesem Jahr bis heute bereits wieder Zusagen verschiedenster Politiker aus den Parlamenten von Bund, Land, Kreis, Stadt, Ort und Teilort und erwarten somit verschiedene Oberbürgermeister und Bürgermeister aus dem gesamten Kreis-, Jagd- und Kurgebiet.

„Dorfer“-Nachruf auf Rudi Ehrenschneider

„Unser Tonmeister und guter Freund „Rudi“ Ehrenschneider ist kurz vor Weihnachten verstorben. Rudi ist nahezu von Anfang an, also knapp vier Jahrzehnte, im „Dorfer“ mit dabei gewesen. Seine temperamentvolle Gelassenheit bei der Einrichtung von Mikrofon und seinem Arbeitsplatz zeigte den Läferern immer, dass sie zwar bereits in der Butte standen, aber es deshalb noch lange nicht losgehen musste. Erst mit seinem stillen Nicken kam dann das letzte „Etzet“ aus seinem tontechnischen Leitstand für den Start. Kaum hatte die Anlage übersteuert, brachen aus der Menge die ersten „Ruuuudi“ Rufe los; fast hatte dies schon Tradition. Das Absingen der inoffiziellen Dorferhymne „Rudi, Rudi, noch einmal, es war so wunderschön“ war bereits fester Programmpunkt, bei welcher der so Besungene dann jedes Mal gerührt verlegen zur Seite schaute, „oh wa, lonnts do au..“ Unser „Rudirallala“ war in seiner Bescheidenheit nicht nur ein immer hilfsbereiter Freund, sondern auch stets „Schelm“, der mit dem notwendigen Maß Allefanz für jeden Spaß zu haben war. Wir vermissen ihn. Mit Rücksicht hierauf und im Angedenken an Rudi bitten wir die Freunde des Dorferschoppens künftig auf das Absingen von „Rudi..nocheinmal“ zu verzichten und ihm hierdurch im Stillen zu gedenken. Herzliches Vergelts Gott unserem Rudi und Danke für Euer Verständnis!“

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