Neue Richental-Chronik: Stadt Konstanz präsentiert Comic aus der Konzilzeit

RichentalchronikneuKonstanz. Am Dienstag, 18. Juni, ist es soweit. Dann präsentiert die Stadt Konstanz das neue Faksimile der Richental-Chronik. Das Buch ist eine Art Comic nur ohne Sprechblasen und viel, viel dicker. Zu sehen sind einzelne Bilder dort als Deckengemälde auch im Foyer des Rosgartenmuseums. Ulrich Richental gilt als Klatschreporter der Konzilzeit. Die Texte liegen aber leider nicht in einer neudeutschen, verständlichen Übersetzung vor.

Über die Faksimile-Ausgabe

Am 18. Juni wird das neue Faksimile der Richental-Chronik offiziell im Speichersaal des Konzilgebäudes Konstanz vorgestellt. Seit Mitte Mai ist das Buch für 79,95 Euro im Buchhandel erhältlich. Mitglieder der Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) können sogar eine exklusive Ausgabe in Halbleinen oder Leder erwerben.

Prominente Redner

Wer bei der Buchpräsentation dabei sein möchte, muss einen Platz reservieren. Einige freie Plätze können, wie die Stadt Konstanz soeben mitteilte, noch unter 07531 363-2724 telefonisch reserviert werden. An dem Abend sprechen: Tobias Engelsing, Direktor der Städtischen Museen Konstanz, Jürgen Klöckler, Leiter des Stadtarchiv Konstanz, Daniel Zimmermann, Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) und Ruth Bader, Geschäftsführerin der Konzilstadt Konstanz.

 Chronik digitalisiert

Im Anschluss wird ein Kurzfilm zur Digitalisierung der Richental-Chronik gezeigt. Anlässlich des 600jährigen Konziljubiläums, das die Stadt Konstanz 2014 bis 2018 mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen begeht, wurde die Richental-Chronik in einem gemeinsamen Projekt von Stadtarchiv, Rosgartenmuseum und der Konzilstadt Konstanz digitalisiert. Die Chronik des Konstanzer Bürgers Ulrich Richental über das Konstanzer Konzil 1414-1418 zählt zu den eindrucksvollsten Quellen des späten Mittelalters, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Weltweit noch 16 Abschriften

Das Konstanzer Rosgartenmuseum besitzt ein besonders aufwendig bebildertes Exemplar der 16 weltweit noch erhaltenen Abschriften der Chroniken. Die Konstanzer Richental-Chronik wurde um 1460 verfasst und gibt einen lebendigen Einblick in die Stadtgeschichte und den Alltag während der Konzilszeit. Mit modernster Technik der Firma H&K aus Garmisch-Partenkirchen ist die Konstanzer Handschrift eingescannt worden. Die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) hat in Zusammenarbeit mit dem Theiss-Verlag aus diesen Daten einen prachtvollen Faksimile-Band hergestellt, der über den Theiss-Verlag im Buchhandel erhältlich.

Hintergrund: Konziljubiläum

2014 bis 2018 lädt Konstanz Europa erneut an den Bodensee ein. Das 600jährige Jubiläum des Konstanzer Konzils ist Anlass, in Konstanz und weiteren europäischen Städten gemeinsam der Vergangenheit zu begegnen und sich gleichzeitig den Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu stellen. Das Eröffnungsjahr 2014 ist als „Jahr der europäischen Begegnungen“ König Sigismund gewidmet. Die große Landesausstellung 2014 des Landes Baden-Württemberg thematisiert das Jubiläum in der Sonderausstellung „Konstanzer Konzil 1414 – 1418 Weltereignis des Mittelalters“ im historischen Konzilgebäude Konstanz. Hier, wo auch am 18. Juni das neue Faksimile der Chronik vorgestellt wird, fand am 11. November 1417 die einzige Papstwahl auf deutschen Boden statt. Weitere Themenjahren führen den Veranstaltungsreigen unter dem Namen historischer Persönlichkeiten fort.

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