Neue Website des Bodensee Tourismus im Netz

Daniela Pahl-Humbert hat auf vernichtende Kritik mit neuem Auftritt gekontert – Site noch nicht ganz fertig

Konstanz. Der neue Auftritt des Bodensee Tourismus im Netz ist ein Hingucker. So gut präsentiert hat sich der Bodensee Tourismus im Web wahrscheinlich noch nie. Den letzten Relaunch hatten Besucher der Seite regelrecht verrissen. Empört hatten sich im Frühsommer vergangenen Jahres vor allem auch die Touristiker selbst, die mit dem Auftritt der Bodensee Tourismus GmbH nicht zufrieden waren. Im Web hagelte es Kritik und Spott.

Blamable Website offline

Um die Website anschauen zu können, mit der der Bodensee Tourismus im vergangenen Jahr online ging, hätten Besucher zuerst Microsoft Silverlight, ein kostenloses Browser-Plug-In, installieren müssen. Das hat aber, wie viele Empörten im Web mitgeteilt haben, nicht funktioniert. Der Auftritt war nicht nur benutzerunfreundlich, sondern regelrecht blamabel.

Kritik auch von Touristikern

Die Touristiker am deutschen Bodensee-Ufer – insgesamt gibt es 23 Tourist-Informationen – trafen sich zu einem Krisengespräch in Konstanz. Auch sie kritisierten die neue Seite, weil sie schlicht nicht funktionierte, und die Tourismusprofis fanden sie zudem nicht emotional.

Dieselbe Agentur baute neue Seiten

Die Geschäftsführerin des Bodensee Tourismus Daniela Pahl-Humbert muss geahnt haben, dass sie mit dem Mängelexemplar nicht mehr durchkommen würde. Sie präsentierte den Touristikern darauf hin  intern ein neues Screendesign. Die Touristiker waren begeistert. Jetzt ist die neue Homepage im Netz und alle können sie anschauen. Trotz des Flops im vergangenen Jahr durfte aber noch einmal dieselbe Agentur ran. Wieder baute Bytesatwork die neuen Seiten.

Nur kleine Mängel

Auf der Startseite steht „Herzlich Willkommen am schönen Bodensee!“ Weshalb das Wort willkommen mit einem Großbuchstaben beginnt, ist zwar nicht klar, sonst aber sieht die Seite, auf der sich bereits das neue Bodensee Logo findet, auf den ersten Blick ansprechend aus. „Ein See für jeden Urlaubsgeschmack“ steht da in einem Feld zu lesen und zu sehen sind viele schöne Fotos. „Eldorado für Aktivurlauber“, heißt es. Wer klickt kommt zu allgemeinen Informationen, die mit einem Foto mit Fahrradfahrern illustriert sind. Daneben steht dann Radfahren und ein zweites Foto mit Fahrradfahrern steht online. Diese Wiederholung wirkt nicht besonders professionell. Vielleicht wäre es schöner gewesen, ins erste Feld einen Surfer, Reiter, Jogger oder Golfer zu stellen.

Seite noch nicht fertig

Noch ist die Seite anscheinend nicht ganz fertig. Wer am Mittwochvormittag auf Radfahren klickte, bekam die Meldung „Noch keine Objekte vorhanden.“ Einige Stunden später standen bereits Informationen zu Verleih von Fahrrädern und E-Bikes in Überlingen oder geführten Radtouren in Friedrichshafen online.

Von der Website zum Hotel

Wer auf Unterkunft klickt, kann sich zum Beispiel ein Hotel in Konstanz aussuchen – von ABC-Hotel bis zum Hotel Viva  reicht das Angebot. Der Nutzer findet die Preise und kann online buchen und auch noch gleich schauen, was in der Nähe ist.

Bei Veranstaltungen Luft nach oben

Etwa mau sah es am Mittwoch noch bei Veranstaltungen aus. Dort wies das Dornier Museum auf seine Sonderausstellung „Aufbruch in eine neue Welt – das Flugschiff Do X und der Transatlantikverkehr“ hin und die Messe Friedrichshafen warb für die Motorradwelt. Weitere Veranstaltungen gab es noch nicht.

Mehr als ein Relaunch

Insgesamt wirkt die Seite ansprechend. Da es keine Navigationsleiste gibt, ist die Seite gelegentlich auch etwas unübersichtlich. Darüber, wer den neuen Webauftritt, der mehr ist als eine bloße Nachbesserung oder ein Relaunch ist, bezahlt hat, hat der Bodensee Tourismus bisher nicht informiert.

Hier geht es zur neuen Website: http://www.bodensee.eu/Default.aspx

Screenshot:  http://www.bodensee.eu/Default.aspx

6 Kommentare to “Neue Website des Bodensee Tourismus im Netz”

  1. dk
    26. Januar 2012 at 17:31 #

    … wer den neuen Webauftritt, … , bezahlt hat …

    Wenn im „Impressum“ der Hersteller genannt wird, ist dieses auch Eigenwerbung bei der Öffentlichkeit oder eher nicht; je nach der Geschmacksrichtung des Nutzers. Bessere Promotion als den Bodensee findet man selten.
    Die Technologie „Silverlight“ von Microsoft soll sich als Trend nicht gesetzt haben; ebenso reine Websites mit Adobe Flash. Die „offenen“ Techniken Html5 und CSS3 sind hoch im Kurs; vielleicht auch wegen der Verwendbarkeit für MobileApps (als Website im Mobile-Format) im Zusammenhang mit Javascript.

  2. hans paul lichtwald
    27. Januar 2012 at 10:28 #

    Die handwerklich-technische Seite mögen andere bewerten. Ich sehe da nur einen gewissen Konkurrenzkampf der Anbieter und Systeme. Ich kenne einfachere Präsentationen von Ferienregionen, die es einem Technikmuffel wie mir leichter machen, Ferienziele auszuwählen. Nur zwei Anmerkungen: Das Wort „Customer-Service“ (Image?) braucht man nicht, dann kann man gleich eine engliche Version machen. Bei Reiseangaben kann ich ja gar rückwärts buchen. Ab 2002, 2003…..?
    Der Bodensee dürfte Besseres verdient haben.

  3. dk
    27. Januar 2012 at 13:04 #

    @lichtwald

    Notfalls kann man immer die Google-Suche als Hilfe verwenden: man gibt zusätzlich zu den Suchbegriffen (z.B. bodensee kultur theater) den Namen der gewünschten Website (Domain z.B. http://www.see-online.info) an. Es werden diese Suchbegriffe also nur in der angegebenen Website gesucht und bei google.de angezeigt und ist auf alle Websites anwendbar.

    Die Sucheingabe würde demnach lauten:
    sites:see-online.info bodensee kultur theater

    Vielleicht zeigt sich sogar das gleiche Ergebnis, wie bei der Volltext-Suche auf dieser Webpage oben rechts. Spezielle Sucharten können bei Google wie gewohnt durch Formatierung der Suchbegriffe weiter gesteuert werden (für spezielle Wünsche).

  4. dk
    27. Januar 2012 at 13:10 #

    Es sollte — site:see-online.info — und nicht — sites:see-online.info —.
    Ein Tipfehler mit Folgen.

  5. hans paul lichtwald
    27. Januar 2012 at 14:01 #

    Entschuldigung,
    was hilft das alles einem Rentner mit schlechter Brille, der an den Bodensee will?

  6. dk
    27. Januar 2012 at 14:59 #

    Meine Sätze solten als Hilfe verstanden werden. Das Verhältnis von Ästethik und Funktionalität verdient vielleicht nicht nur bei Kirchenplätzen, sondern auch bei öffentlichen Websites ein besonderes Interesse.

    Bei einem anderen Artikel habe ich gedacht, dass die „Mobilität“ sehr politisch für eine sehr enge Sicht beansprucht wird.
    Heute morgen konnte ich einen alten Mann vor einem kleinen Schreibwarengeschäft sitzend sehen, der von 2 Notarzthelfern zum Transporter in sehr kleinen Schritten geleitet worden ist; zum Glück nicht getragen. Heute mittag wurde mir von Verwandten mitgeteilt, dass ein 5-jähriges Kind in der Kita beim Klettern auf den Kopf gefallen ist und im Krankenhaus intensiv untersucht wird. Man hofft, dass das Schlimmste nicht eintritt.
    Mein euphorisches Gefühl für eine gesteigerte persönliche Mobilität durch Gewichtsabnahme, was im jungen Alter viel leichter erscheint, und leichten Ausdauersport hat heute gelitten, was sich evtl. etwas im Schreibstil geäussert hat.

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.