Noch Restkarten für die „bückleinmusiktalkshow“

Heute Abend zwei prominente Gäste im Quartierszentrum – Bücklein ist schon ein bisschen aufgeregt

Konstanz. Die besten Plätze sind weg. Restkarten für die „bückleinmusiktalkshow“ heute Mittwochabend, 10. August, in Konstanz gibt es aber noch. Wer Persönliches über Götz W. Werner, Gründer von dm-drogerie markt, und den SPD-Politiker Peter Friedrich erfahren möchte und außerdem wissen will, wie die beiden über das bedingungslose Grundeinkommen denken, ist richtig. Da es heute zwar schönes Wetter, aber noch keinen lauen Sommerabend geben dürfte, ist die Bücklein-Show eine Alternative zu den Sommernächten im Stadtgarten.

Einzigartiges Format in Konstanz

Auf diesen Abend haben viele seiner Fans lange gewartet. Heute Abend lädt der Musiker und Entertainer Tobias Bücklein zu seiner 8. „bückleinmusiktalkshow“ ins Konstanzer Quartierszentrum beim Klinikum ein. Neu mit Nycomed als Hauptsponsor präsentiert Tobias Bücklein zwei hochkarätige Gäste in seinem bewährt unterhaltsamen und gleichzeitig immer wieder neuen Format. Für Furore gesorgt hatte er zuletzt vor der Landtagswahl mit seine einzigartigen Politikkunsttalkshow.

Noch Karten an der Abendkasse

Bei Bücklein zu Gast sind Peter Friedrich, Landesminister von Baden-Württemberg, und Prof. Götz W. Werner, Gründer von dm-drogerie markt. Die „bückleinmusiktalkshow“ verspricht eine kunstvolle Mischung von Musik, humorvolle Gästeportraits und tiefsinniges Gespräch – Unterhaltung im doppelten Sinne. Beginn ist um 20 Uhr im Quartierszentrum beim Klinikum. Karten kosten 17/15/11 Euro plus 2 Euro Aufschlag an der Abendkasse. Heute Morgen hat Tobias Bücklein versprochen: Wer spontan kommt, kann noch eine Karte ergattern. Noch ist der Entertainer mit proben beschäftigt – seine Vorfreude und das Lampenfieber wachsen.

Ein Kommentar to “Noch Restkarten für die „bückleinmusiktalkshow“”

  1. Dr. Wo
    10. August 2011 at 12:26 #

    Das bedingungslose, konsumsteuer-finanzierte Grundeinkommen, wie es u. a. Götz W. Werner mit viel finanzieller Macht voran treibt (s. http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/stundenloehne2005.htm, Rang 65), ist eine heimtückische Falle für unsere Volkswirtschaft. Es lockt die breite, seit Jahrzehnten der Armut verfallenden Bevölkerung wie der Gesang der Sirenen.

    In Wirklichkeit dient es der Festigung des modernen Feudalismus in Deutschland und fördert die weitere Vermögenskonzentration bei unseren zehntausend Meudalherren (und -frauen) in Deutschland:

    1. Diese werden von lästigen Einkommens- und Ertragssteuern befreit, nach heutigem Maßstab in Millionenhöhe. Die Konsumsteuer hängt allenfalls noch vom persönlichen Lebenswandel, aber nicht mehr vom persönlichen Reichtumszuwachs ab. Unternehmer wie die reichsten 300 Deutschen (manager-magazin, Sonderheft 2005), zu denen auch Götz W. Werner gehört, würden ihre Unternehmen völlig steuerfrei betreiben und noch schneller aufblähen als sie es heute können. Konkurrenz am Markt haben sie ohnehin nicht mehr – jedenfalls nicht durch die breite Bevölkerung.*

    2. Hinzu kommt, dass die längst hereinbrechende Gefahr von Umsatzrückgängen auch bei den Unternehmen der Meudalherren (95% der Bevölkerung verliert seit den 1960er Jahren permanent an Kaufkraft) durch das Grundeinkommen abgewehrt wäre.

    3. Götz W. Werner meint schließlich, dass das Grundeinkommen die bestehenden Löhnen und Gehältern substituieren solle (z. B.: Basler Zeitung vom 14.10.2006). In Höhe des Grundeinkommens brauche ein Arbeitgeber keine Löhne und Gehälter mehr zu bezahlen. Ob in diesem Maße der Unternehmer dann auch seinen Umsatz mindert (durch Preissenkung) soll “natürlich” diesem überlassen bleiben. M. a. W.: Das Grundeinkommen kassiert nicht der Arbeitnehmer, sondern der Unternehmer – zusätzlich zu dem eigenen Grundeinkommen. Bei Götz W. Werner mit etwa 23.000 Mitarbeitern wären das also etwas 23.001 Grundeinkommen in der Schatulle von Götz W. Werner. Arbeitnehmer arbeiten jeden Monat bis zum erreichen der Höhe des Grundeinkommens für den Arbeitgeber umsonst.

    4. Zu bedenken ist schließlich, dass die Koppelung des Grundeinkommens an eine Konsumsteuer – wie Götz W. Werner es verlangt – zu einer Art Garantie für Umsätze bei den Unternehmen ausartet: Denn ohne Umsätze keine Konsumsteuer, ohne Konsumsteuer kein Grundeinkommen.

    Die Meudalherren sichern mit diesem Grundeinkommen à la Götz W. Werner ihre Unternehmensumsätze, ihre Miet- und Darlehenszinsen, senken ihre Lohnkosten, vergrößern ihren Reichtum, drängen die übrige Bevölkerung noch mehr und noch schneller vom Markt und verweisen sie in deren wirtschaftliche Schranken, tragen aber nur noch mit ein wenig Konsumsteuer zur Finanzierung des Grundeinkommens und der Staatsaufgaben bei.

    Chapeau! Sehr schön ausgedacht!
    http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/werner.htm

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