Oberbürgermeisterin eröffnet Sprungturm mit Köpfer in den Bodensee

Überlingen leistet sich neuen Luxus Sprungturm fürs Westbad am Überlinger See

Oberbürgermeisterin Sabine Becker eröffnet Sprungturm mit KöpferÜberlingen (wak) Das Überlinger Westbad hat einen neuen Sprungturm. Eröffnet hat ihn die Oberbürgermeisterin Sabine Becker mit einem Köpfer in den Bodensee. Im Sommerkleid sprang sie vom 3-Meter-Brett in den 26 Grad warmen See. Satte 96.000 Euro hat der Sprungturm gekostet. Angesichts der Finanzmisere der Stadt ist das ein beträchtlicher Betrag. Doch bezahlt hat ihn nicht die Stadt, sondern die Sport und Freizeitanlagen GmbH & CoKG.

Sperrung der alten Holzkonstruktion

Der Sprungturm sei eine „emotionale Angelegenheit“, sagte Sabine Becker. Er werte das Westbad auf. Eine Saison lang mussten die Überlinger ohne Turm auskommen. Als im Sommer 2009 das Überlinger Strandbad gerade saniert war und neu eröffnete, musste die Stadt die alte Holzkonstruktion aus Sicherheitsgründen sperren. Das war so nicht geplant. Der Turm aber war instabil und marode. „Es war frustrierend“, sagte die Oberbürgermeisterin. „Mir hat es für die Kinder und Jugendlichen leid getan.“

Protest auf Twitter und Facebook

Auf Twitter und Facebook hätten sich die Überlinger Jugendlichen beschwert, so Becker. Außerdem sei ihre Tochter im Teenager-Alter immer wieder von Gleichaltrigen angesprochen worden, die offenbar Lobbyarbeit machten. „Mama, du musst…“, habe ihr ihre Tochter gesagt. Für die vergangene Badesaison reichte es zwar nicht mehr, aber in diesem Sommer noch rechtzeitig vor den großen Ferien hat das familienfreundliche Überlinger Vorzeigebad einen neuen Sprungturm bekommen. „Sie sind die coolste Oberbürgermeisterin, die wir je hatten“, bedankten sich Überlinger Schüler am Mittwochvormittag bei Sabine Becker. „Ist ja kein Kunststück“, sagte sie, „ich bin ja auch die erste“.

Fast sechsstelligen Betrag ausgegeben

96.000 Euro haben sich die Überlinger das Sportgerät kosten lassen. Dafür stehen jetzt keine wackligen Holzpfähle mehr im See, sondern es gibt eine stabile Stahlkonstruktion, deren Plattform doppelt so groß ist wie die auf der alten Holzkonstruktion. Ein bisschen überrascht seien sie selbst und der Aufsichtsrat allerdings schon gewesen, dass der Sprungturm so teuer ist. Wenn die Überlinger etwas bauen, dann muss es offenbar aber auch etwas Solides und Nachhaltiges sein. Verbaut wurde hartes heimisches Holz, das ideal für Barfußbereiche ist, statt Tropenholz. Je nach Pegel ist die „gefühlte“ Sprunghöhe eine andere. Bei derzeitigem Wasserstand entspricht das obere Brett dem 3-Meter-Brett eines Schwimmbads. Die Wassertiefe – das Ufer fällt an der Halde steil ab – beträgt zwölf Meter.

Foto: wak

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.