Parade der Spitzenpolitiker vor der Bundestagswahl: Gregor Gysi in Konstanz

Gregor Gysi in KostanzKonstanz. Die Parade der Spitzenpolitiker fängt an. Als erster hat am kommenden Montag, 1. Juli Gregor Gysi seinen Auftritt in Konstanz. Los geht’s um 19.30 Uhr im Wolkensteinsaal. Das teilte die Partei Die Linke mit. 

Auftakt zur Bundestagswahl

Mit einem „politischen Schwergewicht“ wirbt der Konstanzer Kreisverband der Linken schon in der ersten Phase des Bundestagswahlkampfs: Auf Einladung des Wahlkreis­kandidaten Marco Radojevic kommt Gregor Gysi, Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke, am 1. Juli nach Konstanz.

Redner und Rhetoriker Gysi

Gysi gilt als begnadeter Redner und Rhetoriker und ist einer der erfahrensten Politiker nicht nur der Linkspartei. Er wird im Konstanzer Kulturzentrum die politischen Ziele vorstellen, die die Partei in ihrem mit großer Einmütigkeit am 16. Juni verabschiedeten Wahlprogramm „100% sozial“ formuliert hat. Zusammen mit Marco Radojevic wird Gysi im Anschluss an seinen Vortrag auch Fragen des Publikums beantworten.

Foto: Bundestagsfraktion Die Linke

7 Kommentare to “Parade der Spitzenpolitiker vor der Bundestagswahl: Gregor Gysi in Konstanz”

  1. Fafnir
    25. Juni 2013 at 17:21 #

    Wieso will Funktionär Nummer 1 die Ziele dieser SED-Nachfolgeorganisation noch vorstellen? Die sind doch bekannt: Gleichmacherei, Enteignung, Abschaffung der Freiheit, Zerstörung der Wirtschaft, Diebstahl im Großen Stil von hart erarbeiteten Einkommen und Abschaffung der Demokratie. Das alles im Namen einer verlogenen „Gerechtigkeits“-Kampagne.

    • Fischer
      2. Juli 2013 at 07:51 #

      @Fafnir vom 25.06.2013
      ——————–
      einen solchen Kommentar ohne jegliche Sachkenntnis hätte ich zwar nicht erwartet, aber es wa nicht auszuschliessen.
      Ich meine, dass sich wohl nur wenige, wenn überhaupt, sich solche Verhältnisse wie vor Öffnung des eisernen Vorhangs durch die DDR – Bürger zurückwünscht.
      Insofern ist es doch nicht uninteressant, zu hören, was ein Gregor Gysi zu sagen hat.
      Empfehlenswert ist auch das lesen des Wahlprogramms, in welchem von den o. g. Vorwürfen keine Rede ist.
      Warum also sollte nicht die linke mal eine Chance bekommen ?
      Denn dass wir von den sogenannten etablierten Parteien seit Jahrzehnten belogen und betrogen werden, ist für jeden offensichtlich, der nicht am Tropf dieser Etablierten hängt.
      Viel schlimmer als betrogen zu werden, kann es m. E. nicht mehr werden.

  2. Detlev Küntzel
    26. Juni 2013 at 12:27 #

    Ich finde es toll, wenn sich Ost-Politiker am Bodensee sehen lassen: die Entfernung zu ihrem normalen Wohnsitz und Arbeitsplatz ist doch sehr weit.
    Da erinnert man sich an Verwandte und Bekannte, denen man vor Jahrzehnten regelmässig Briefe geschrieben (und Pakete gesendet) hat, aber heute eher Telefon und Mails bevorzugt.
    Leicht nostalgisch und konservativ angehaucht, werde ich diese Sitte mir wieder etwas angewöhnen: alte Leute freuen sich sehr, wenn Kontakte nicht zu oberflächlich abgearbeitet werden.

  3. Detlev Küntzel
    26. Juni 2013 at 13:39 #

    Vor der Mittagspause habe meinen Kommentar geschrieben, nach der Pause kurz bei Seemoz einen ähnliche Ankündigung über Hr. Gysis Auftritt gelesen. Für meine obige Notiz zum Briefeschreiben wurde also schon rein zeitlich keine Anregung vom Seemoz-Blog beansprucht.

    Ergänzend zum Briefeschreiben hatte ich auch schon den Verdacht, dass beim Sprechen durch allzu einseitigen und intensiven Internet-Gebrauch beim zu schnellen Sprechen plötzlich einzelne Worte nicht mehr einfallen, was aber doch mit anderen Faktoren zu tun hat. Insofern kann die Anwesenheit von begnadeten Rhetorikern vielleicht auch Lerneffekte auslösen.

  4. Detlev Küntzel
    2. Juli 2013 at 18:39 #

    @Fischer

    Wenn Hr. Gysi einige Landesminister aus den NeuenBL mitgebracht und diese über ihren Arbeitsalltag, Projekten, Erfolge und Misserfolge, Besonderheiten im Osten und die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen berichtet hätten, wäre ich auch gekommen.

    Vielleicht sogar altgediente Stadträte? Persönlich habe ich grossen Respekt vor SED-Mitgliedern, die nicht Hilfsarbeiter werden wollten, sondern aus beruflicher Leidenschaft nach oben wollten und für etwas mehr Geld die Tücken und hohen Anforderungen der Staatswirtschaft meistern mussten.

    Wenn der Staat z.B. kurzfristig den Grossteil des Zements nach Skandinavien gegen Devisen verkauft, laufen die Telefone heiss, um im Inland oder östlichen Ausland Ersatz für die geplanten Grossbauten zu erkunden. Management im kreativen Chaos benötigt gesonderte Schlafgewohnheiten. Ein wenig Wahnwitz gibt es auch im Westen bei Politikern und ihrem Personal, das manchmal Unmögliches real werden lassen soll. Wie erwähnt: es wäre interessant, was sich geändert hat und wie die Machbarkeit auf Landesebene in den NeuenBL heutzutage gemeistert bzw. damit umgegangen wird. Meine Neugierde wäre in diesem Falle einfach zu gross, eine Schweigepflicht gewährleistet.

  5. Detlev Küntzel
    6. Juli 2013 at 10:03 #

    @Fafnir

    Ein Video über den „Vorabend der Wiedervereinigung“ kann man bei der ARD sehen:

    Mein Sommer 88 – Wie die Stars die DDR rockten

    http://www.ardmediathek.de/mdr-fernsehen/reportage-und-doku/mein-sommer-88-wie-die-stars-die-ddr-rockten?documentId=15719862

    1988 spielten in Ost-Berlin Stars aus dem Westen. Die Doku fängt das Lebensgefühl dieser Wochen ein. „Besser als Sonnenallee“, urteilt Musiker Dirk Zöllner nach der Premiere.

    Meine Meinung:
    Absolut sehenswert, nicht für Fans der Musikgeschichte. Die grosse Party gab es wie bekannt erst 1989. Hilfreich auch, falls man etwas Gesprächsstoff bei Besuchen in den NeuenBL benötigt.

  6. Detlev Küntzel
    6. Juli 2013 at 10:07 #

    Natürlich heisst es : … nicht NUR für Fans der Musikgeschichte …

    Der Videotitel könnte auch heissen:
    Bruce Springsteen mit „Born in the USA“ (and Friends) in der DDR 1988

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