Parkgebühren in Friedrichshafen einfach per Handy zahlen

Stadt Friedrichshafen und Mobile City bieten neuen Service für Autofahrer

Friedrichshafen (red) Das Problem, kein passendes Kleingeld zum Parken zu haben, gehört in Friedrichshafen jetzt der Vergangenheit an. Seit heute Montag, 3. Mai, können Autofahrer einfach bargeldlos mit dem Handy die Parkgebühren zahlen. Das spart Zeit und bietet viele Vorteile. Mit dem Handy zahlen könne Autofahrer auf allen öffentlichen Parkplätzen in der Stadt, für die eine Parkgebühr erhoben wird.

Parkzeit über Handy verlängern

Die meisten Autofahrer kennen das Problem: Man fährt auf den Parkplatz und hat kein passendes Kleingeld zur Hand. Dieser Umstand gehört in Friedrichshafen ab sofort der Vergangenheit an. Wer ein Handy hat, kann jetzt seine Parkgebühren über dieses bezahlen. Die Vorteile liegen auf der Hand: eine minutengenaue Abrechnung der Parkgebühren für registrierte Nutzer, man braucht kein passendes Kleingeld mehr, Spontanparker können bereits von unterwegs die Parkzeit bis zum erreichen der Höchstparkdauer verlängern und man muss nicht mehr zum Parkscheinautomaten gehen, um einen Parkzettel zu ziehen.

T-City macht Innovationen möglich

Die T-City Friedrichshafen kooperiert eng mit der Deutschen Telekom und zeigt bis zum Jahr 2012, wie moderne Informations- und Kommunikationstechnologie die Lebens- und Standortqualität der Menschen steigert. Hier arbeiten Bürger, Unternehmen, Schulen, Wissenschaft und Medizin sowie die Stadtverwaltung an innovativen Anwendungen für den Alltag. Mit seiner zukunftsorientierten Dienstleistung Handyparken reiht sich das Unternehmen Mobile City nahtlos in dieses moderne Stadtbild ein und stellte die notwendige Infrastruktur zur Verfügung.

Es geht mit Registrierung oder ohne

„Wir sind natürlich hocherfreut, dass sich Friedrichshafen für uns als Handyparkanbieter entschieden hat“, so Elke Diener von Mobile City. „Ausschlaggebend war sicherlich die Tatsache, dass wir deutschlandweit bisher der einzige Anbieter sind, der seinen Kunden die Wahl lässt, ob sie sich registrieren möchten oder eben nicht. Für die Einwohner von Friedrichshafen, die diesen Dienst mehrfach nutzen möchten, ist die registrierungspflichtige Variante unseres Systems sicherlich kostengünstiger und auch komfortabler. Urlauber und Messebesucher hingegen, die sich nur kurzzeitig in Friedrichshafen aufhalten, werden in vielen Fällen wohl die registrierungsfreie Variante bevorzugen“.

So funktioniert’s per Anruf oder SMS

Und so geht’s: Um den Zahlvorgang zu starten ruft der Nutzer beim Betreiber an oder sendet eine SMS mit der individuellen Kennung des Parkplatzes, dem Kfz-Kennzeichen und der gewünschten Parkdauer (Minuten) an die bundeseinheitliche Kurzwahlnummer 44 0 77. Die sechsstellige Parkzonennummer steht auf einem Hinweisschild an der Einfahrt zum Parkplatz oder auf dem Aufkleber am Parkscheinautomaten. Sollten der Einkauf länger als erwartet dauern, kann mit einer weiteren SMS die Parkdauer bis zu Höchstparkdauer verlängert werden.

Abrechnung per Bankeinzug oder Prepaid-Guthaben

Nutzer, die häufig per Handy bezahlen, können sich beim Betreiber registrieren lassen. Der Parkvorgang mit durch einen kostenlosen Anruf der Parkzonennummer begonnen. Der Parkbeginn und die Höchstparkdauer werden über ein Band angesagt. Beim Verlassen des Parkplatzes muss erneut die Parkzonennummer angerufen werden. Dadurch wird der Parkvorgang wieder beendet. Registrierte Nutzer bezahlen deshalb minutengenau die Parkgebühren. Die Abrechnung erfolgt per Bankeinzug oder übe ein Prepaid-Guthaben, das der Nutzer zuvor bei Mobile City gekauft hat.

In Parkhäusern funktioniert zahlen mit Handy noch nicht

Mit dem Handy bezahlt werden kann auf allen öffentlichen Parkplätzen, auf denen eine Parkgebühr zu entrichten ist. In den Parkhäusern kann derzeit noch nicht mit dem Handy bezahlt werden. „Wir erarbeiten derzeit noch in Zusammenarbeit mit T-City, den Parkhausbetreibern, Mobile City eine Lösung, damit künftig auch in den Parkhäusern mit dem Handy gezahlt werden kann“, so Hans-Jörg Schraitle, Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt. Angestrebt, so Schraitle weiter, sei eine Lösung bis Herbst 2010. „Wenn uns hier eine Lösung gelingt, ist Friedrichshafen die erste Stadt in Deutschland, in der es eine Kompaktlösung für Parkplätze und Parkhäuser gibt.

Gemeindevollzugsbeamten haben nötige Software

Ob ein Autofahrer mit Handy bezahlt hat, kann von den Gemeindevollzugsbeamten durch eine entsprechende Software in den Kontrollgeräten überprüft werden. Neben Friedrichshafen setzen auch die Städte Tettnang und Uhldingen-Mühlhofen auf das Angebot von Mobile City. Die Kosten für den neuen Service belaufen sich auf 34.000 Euro.

Foto: Stadt Friedrichshafen/ Von links: Juliane Stolz (Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt), Hans-Jörg Schraitle (Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt), Bürgermeister Peter Hauswald und Elke Diener (Mobile City).

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