Polizei erwartet 100 „Zecken“ beim Punker-Picknick

Morgen trifft sich die Punker-Szene Bodensee in Friedrichshafen

Friedrichshafen (wak) Sie nennen sich „Bodensee Zecken“ und sie sind Punks aus dem Bodenseekreis. Morgen Samstag, 17. April, treffen sich Punks zu einem Picknick in Friedrichshafen. Stadt und Polizei sind alarmiert. Sie wollen Alkoholexzesse verhindern und die Bestimmungen des Jugendschutzes durchsetzen. Das kündigten Polizei und Stadt in einer gemeinsamen Pressemitteilung an.

So sind Punks

Typisch für Punks sind abstehende, oft auch auffällig gefärbte Haare. Geradezu klassisch ist der Irokesenschnitt. Punks haben Piercings und durch die Haut gestochene Nasenringe und Sicherheitsnadeln als Schmuck. Ihrer Jacken haben Nieten, sie tragen karierte Hosen, antifaschistische Symbole und Schnür- und Springerstiefel oder Schuhe der Marke Dr. Martens. Und manchmal trinken Punks auch zu viel Alkohol.

Polizei will alkoholbedingte Auswüchse verhindern

Rund 100 Angehörige der Punker-Szene erwartet die Polizei am kommenden Samstag zum Punker-Picknick in Friedrichshafen. Um die „Sicherheit und Ordnung bei dieser Veranstaltung“, die vor allem im Internet beworben worden ist, zu gewährleisten will die Polizei offenbar rechtzeitig einschreiten. Ziel sei es, alkoholbedingte Auswüchse zu verhindern. Stadt und Polizei dulden keine Rechtsverstöße beim Punker-Picknick, kündigten Stadt und Polizei an.

Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes durchsetzen

Alarmiert sind Stadt und Polizei nicht zufällig: Bei ähnlichen Treffen der Punker-Szene in den vergangenen Jahren seien regelmäßig Ordnungsstörungen und teilweise Straftaten sowie Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz begangen worden. Die Polizei werde deshalb auf Personen, die zu diesem Punker-Picknick kommen, „besonderes Augenmerk haben“ und die Punks gegebenenfalls auch kontrollieren. Achten werde die Polizei besonders auf mitgebrachten Alkohol.

Heimweg im Streifenwagen

Sollten vermisste Jugendliche unter den Angetroffenen sein, würden sie in Gewahrsam genommen und später den Eltern übergeben. Wie die Erfahrungen der vergangenen Jahre gezeigt hätten, wüssten die Eltern von Jugendlichen oftmals nicht, dass sich ihr Kind beim Punker-Picknick aufhält, so die Polizei. Bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz wie Trinken oder Abgabe von brandweinhaltigen Getränken und Rauchen in der Öffentlichkeit werde die Polizei konsequent einschreiten und Straftaten oder Ordnungsstörungen unterbinden.

Provokation als Lebenshaltung

Punk ist eine Jugendkultur, die ursprünglich schon Mitte der 1970er Jahre in New York und London entstand. Charakteristisch für den Punk waren von Anfang an provozierendes Aussehen, eine rebellische Haltung und nonkonformistisches Verhalten. Punks stellen sich gegen Konventionen, gegen die Konsumgesellschaft und gegen das Bürgertum sowie gegen rechte Weltanschauungen. Seit Ende der 80er Jahre ist Punk auch in Deutschland zunehmend Mainstream geworden. Punkbands sind „Die Toten Hosen“ und „Die Ärzte“. Beide gehören seit Mitte der 1990er zu den kommerziell erfolgreichsten Bands in Deutschland und unter den Headlinern großer Open Air Festivals zu finden.


Foto: Jenzig71 PIXELIO

www.pixelio.de

„Bodensee Zecken“ im Internet:

http://www.spin.de/forum/134298/-/1

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