Polizisten bis in den Morgen im Dauerstress

Unzählige Polizeieinsätze in der längsten Nacht des Jahres

polizei mini P1020732 (5)Konstanz (wak) Die Nacht vom Silvesterabend bis zum Neujahrsmorgen dürfte für die Polizeibeamten im Kreis Konstanz eine der längsten des Jahres gewesen sein. Die Polizei musste unzählige Streitigkeiten schlichten. Die Beteiligten waren nach Auskunft der Polizei in den meisten Fällen schwer alkoholisiert. Einige hatten mehr als zwei Promille Alkohol im Blut. Gerufen wurde die Polizei auch zu mehreren Suizidversuche. „Die emotionalen Einsatzbelastungen für die Beamten sind teilweise enorm“, so Polizeisprecher Fritz Bezikofer am Neujahrstag.

Polizeieinsätze bis 8 Uhr am Neujahrsmorgen

Bis Mitternacht verlief der Silvesterabend, abgesehen von ein paar Anrufen überwiegend älterer Menschen wegen Böllerschüssen und Partylärm, erst einmal ruhig. Mit Beginn des Neuen Jahres und, so heißt es im Bericht der Polizei, „wohl auch wegen des mittlerweile stark gestiegenem Alkoholpegels“, wurden die Beamten aber zu unzähligen Streitigkeiten gerufen. Meist war Alkohol im Spiel. Die letzten dieser Streitigkeiten, die die Polizei schlichten sollte, dauerten in Konstanz bis etwa 8 Uhr am Morgen. „Festgestellte Atemalkoholwerte der Betroffenen lagen bei den letzteren Einsätzen meist über zwei Promille“, so Fritz Bezikofer an Neujahr.

Zu viel Alkohol im Spiel

Gerufen wurden die Beamten in Konstanz zum Beispiel zum Zähringerplatz, wo ein mit 2,52 Promille alkoholisierter Mann während eines verbalen Streites einer 28-jährigen Frau eine Ohrfeige verpasste. Alarmiert wurde die Polizei auch wegen Beziehungsstreitigkeiten, die eine 21-jährige Frau und ein 26-jähriger Mann mit 1,6 Promille Alkohol im Blut austrugen. Ein 23-Jähriger meldete sich, weil sich seine stark alkoholisierte 20-jährige Freundin in der Reichenaustraße schon mehrfach übergeben hatte. Das war am Neujahrsmorgen gegen 6.30 Uhr. Nachdem ein Rettungswagen die Frau ins Klinikum gebracht hatte, wollte sie sich aber nicht mehr in ärztliche Behandlung begeben. Das Paar – der Freund war nüchtern – durfte nach Hause.

Fahrradbesitzer schlugen in Tirolergasse zu

Zu einer Auseinandersetzung kam es auch in der Tirolergasse in der Altstadt. Zwei 21 und 22 Jahre alte Männer aus Kreuzlingen bekamen Schläge, weil sie Fahrräder zuvor umgeworfen und beschädigt hatten. Die Fahradbesitzer waren zufällig hinzugekommen. Beteiligt waren mehrere alkoholisierte Personen.

Größere Gruppe griff junge Tuttlinger an

Die Brille kaputt und eine sichtbare Verletzung am Mund waren das Resultat einer Begegnung zwischen einer unbekannten etwa zehnköpfigen Personengruppe und zwei 20 und 21 Jahre alten Angegriffenen aus dem Landkreis Tuttlingen. Aus der Gruppe heraus sollen die Opfer angegangen worden sein.

Sicherheitspersonal vor Disco überfordert

Mit bis zu fünf Streifen musste die Polizei gegen 1 Uhr das Sicherheitspersonal einer Diskothek unterstützten, nachdem die Security einer etwa 15-köpfigen stark alkoholisierten russischstämmigen Personengruppe den Eintritt verwerten hatte und die Gruppe daraufhin äußerst aggressiv reagierte. Dem 32-jährigen Hauptaggressor erteilte die Polizei schließlich ein Platzverweis. Er soll nach Auskunft der Polizei auch seitens der Disco ein längerfristiges Hausverbot erhalten.

Aggression im Stadtgarten

Zu einem Zwischenfall am es auch im Stadtgarten. Dort wurde gegen1 Uhr ein alkoholisierter 17-jähriger Jugendlicher von einer unbekannten Person nach grundlos begonnenen Streitigkeiten gestoßen, geschlagen und schließlich mit einer Waffe bedroht, berichtete die Polizei.

Silvesterrakte löste Brand aus

Mindestens einen Einsatz wegen eines Brandes hatte die Freiwillige Feuerwehr Konstanz. Eine Feuerwerksrakete verkeilte sich nach Mitteilung der Polizei an einem Dachfenster eines Hauses in der Benedikt-Bauer-Straße. Der Unfall mit dem Feuerwerkskörper passierte gegen 0.30 Uhr. Die Rakete löste einen Brand aus, bei dem nach Angaben der Polizei Sachschaden von etwa 10.000 Euro Sachschaden entstanden ist.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.