S 21 Protest am Samstag in Konstanz

Mehrere Hundert Demonstranten fordern besseren Nahverkehr – Bürgerliches Bündnis geht am Bodensee auf die Straße

Konstanz. Mehrere Hundert Menschen haben sich bei frühlingshaftem Wetter am Samstag in Konstanz an einer Demonstration gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 beteiligt. Zum Protest aufgerufen hatte der BUND. Auf die Straße ging eine bürgerliches Bündnis. Thomas Schaefer vom BUND rief dazu auf, bei der Landtagswahl am 27. März nur Parteien zu wählen, die sich gegen Stuttgart 21 aussprechen.

„Bleiben Sie oben“ auch in Konstanz

Versammelt hatten sich die Demonstranten zunächst in der Markstättenunterführung, wo eine erste Kundgebung stattfand. Thomas Schaefer vom BUND sagte, um die Gäubahn zweigleisig auszubauen, brauche es Stuttgart 21 nicht. „Man kann das Geld nur einmal ausgeben“, rief Schaefer in ein Megaphon. Er appellierte an die Kundgebungsteilnehmer: „Bleiben Sie oben“.

Vier Landtagskandidaten dabei

Unter die Teilnehmer hatten sich auch der Landtagsabgeodnete der Grünen, Siegfried Lehmann, sowie die Landtagskandidaten der Linken, Bernhard Hanke, und der Piratenpartei, Ute Hauth, gemischt, die Stuttgart 21 ebenfalls ablehnen. Teilgenommen hatte aber auch die SPD-Landtagskandidatin Zahide Sarikas. Die SPD ist zwar für das Projekt, forderte zuletzt aber einen Baustopp und möchte das Volk entscheiden lassen.

Protestzug zum Sternenplatz

Henrich Tiessen vom BUND/VCD und ProBahn sagte, Stuttgart 21 sei vor allem ein Immobilienprojekt. Gegen 12.25 Uhr setzte sich dann der Demonstrationszug angeführt von einer Papppegionalbahn in Richtung Marktstätte in Bewegung. Durch die Tirolergasse und die Wessenbergstraße ging es Richtung Niederburg und über die alte Rheinbrücke bis zum Sternenplatz. Dort fand dann eine Abschlusskundgebung statt. Henrich Tiessenhielt hielt eine Peterhauser Bürgerzeitung von 1995 in die Höhe. Damals sei bereits ein Bahnhaltepunkt am Sternenplatz Thema gewesen. 2003 habe es geheißen, dass er 2006 hätte fertig sein sollen, so Tiessen. Jetzt soll es 2015 soweit sein, sagte der Kundgebungsredner. Die Diskussionszeit hätte dann 20 Jahre gedauert.

Geld für den Nahverkehr

Die Demonstranten kritisierten vor allem, dass Milliarden Euro nach Stuttgart gehen, während für kleinere Projekte und Verbesserungen des Nahverkehrs kein Geld da sei. Aufgerufen zur Aktion, die an 40 Orten in Baden-Württemberg gleichzeitig stattfinden sollte, hatten campact.de und der BUND. Die Demonstranten forderten eine landesweit eine „zukunftsfähige Verkehrspolitik“ Auf einem Flugblatt war zu lesen: „Stuttgart 21 geht uns alle an“. Die SPD verteilte einen Brief des SPD-Spitzenkandidaten Nild Schmid mit der Aussage: „Eine Volksabstimmung bringt das Land wieder zusammen.“ Auf einem Flugbaltt von bodensee-schwabenstreich.de informierten die Verfasser über „Konsequenzen für uns am Bodensee“. Dem Demonstrationszug angeschlossen hatte sich auch die Piratenpartei, die mit ihren Fahnen mitmarschierte. Siegfried Lehmann von Bündnis90/Die Grünen sagte hingegen am Rande der Demonstration, die Haltung der Grünen sei so klar, dass es keiner weiteren Flyer bedürfe.

Fotos: wak

26 Kommentare to “S 21 Protest am Samstag in Konstanz”

  1. Lothar Herzog
    5. Februar 2011 at 15:06 #

    Na das ist doch wirkliche Demokratie. Man spricht sich gegen
    die Teilnahme von Parteien aus.
    Sagt aber im selben Atemzug das man nur Parteien wählen soll
    die sich gegen Stuttgart 21 aussprechen. Deutlicher kann man
    es wohl ja nicht sagen. Wählt also die Spargeltaliban. Ha Ha Ha.
    Dies ist Euer Sargnagel.

  2. Kontrolleur
    5. Februar 2011 at 16:54 #

    Spinner. Mehr zu sagen, ist überflüssig. Nur das noch: Ein Fortschrittsfeindlicher, zurückgewandter, kleinbürgerlicher, technologiefeindlicher und naiver Haufen.

  3. Karl von Juchte
    5. Februar 2011 at 19:09 #

    Liebe Vorschreiber,
    hättet ihr meine Informationen und würdet ihr hier nicht nur proletenhaft rumschreien, sondern euch erst mal mit der Materie beschäftigen, das muss man nämlich, wenn man irgendwas beurteilen will, wüsstet ihr, dass S21 nicht 4,1, sondern über 12 Milliarden kosten würde: Ihr zahlt das auch mit, ob ihr wollt oder nicht. Nur, ihr habt nichts davon.
    Informiert euch bitte z.B. hier und lest vor allem die Stellungnahme von Prof. Bodack, dem Berater der Bahn und die weiteren Gutachten. In Stuttgart gehen nicht jeden Montag 6000 Leute „umsonst“ auf die Straße, samstags sind wir über 40.000 (ja, sooo viele merken bereits, was los ist!) Wir wissen schon, warum… ich hoffe, ihr schnallt den Milliardenbetrug auch irgendwann….
    Informiert euch bitte und mobilisiert den Süden Baden-Württembergs gegen Stgt. 21.
    Info:
    http://www.kopfbahnhof-21.de
    http://www.parkschuetzer.de
    http://www.bei-abriss-aufstand.de
    http://www.siegfried-busch.de (ehemaliges CDU-Mitglied!)
    http://www.diskussion21.de

  4. Schwäble
    5. Februar 2011 at 19:14 #

    Stuttgart 21 und schwäbische Intelligenz.
    Wenn man die Erfolgsgeschichte von Baden-Württemberg untersucht, stellt man fest, dass es im „Musterländle“ überdurchschnittlich viele innovative, kreative, fleißige und ehrliche Menschen gibt. Doch in der neueren Zeit hat sich etwas verändert und zwar hat sich bei einigen wenigen eine Krankheit eingeschlichen die man Nimmersatt nennt. Bei diesem Krankheitsbild wird das Bewusstsein zur Realität stark eingeschränkt und sie neigen dazu alles an sich zu reisen und überdimensionale Besitztümer in Form von Euros aufzubauen. Massiv aufgetreten sind solche Spezies in Regierungskreisen speziell im Stuttgarter Kartell (http://stuttgart-21-kartell.org/). Dabei gibt es Menschen auch bei uns im Land die nicht wissen was sie am nächsten Tag essen sollen. Weltweit verhungern täglich viele Menschen und bei uns begreifen einige nicht, dass sie nur ein Schnitzel oder weniger am Tag essen sollen. Was sind das nur für bedauernswerte armselige Kreaturen die Milliarden unterirdisch vergraben wollen und unsere Kinder und Enkel mit Milliarden Schulden belasten, anstatt dieses Geld in sinnvolle und notwendige Projekte zu investieren. Leute überlegt mal, was braucht der Mensch zum Leben und Überleben? Oder anders herum gefragt: Was braucht der Mensch nicht? Garantiert nicht braucht er tiefer gelegte Bahnhöfe und Schnellstrecken von Paris über Gschmäcklesdorf nach Pratislava. Wir hoffen bei der nächsten Landtagswahl, dass sich auf den Wahlzetteln Menschen finden lassen die verantwortungsvoll und vorbildlich mit dem „C“ in Ihrem Parteinamen umgehen werden. Es wäre bedauerlich wenn wir in unserem Land erst zu Ägyptischen Methoden greifen müssten um der echten Demokratie wieder Nachdruck zu verleihen.

  5. Bahnfahrer
    5. Februar 2011 at 19:59 #

    Der Herr Kontrolleur spricht von unserer Landesregierung? Dem ist leider nur zuzustimmen …

  6. Kontrolleur
    6. Februar 2011 at 00:53 #

    Karl von Juchte ist ein ganz Schlauer. Alle sind doof, nur er und seine bunten Mitkrakeeler wissen Bescheid. Ja, es gibt Menschen bei uns im Land, die nicht wissen, was sie am nächsten Tag essen sollen, weil sie sich soeben einen Flachbildfernseher und das dritte Handy gekauft haben. Es gibt auch Menschen im Land, die extra aus Weitfortistan hierhergekommen sind, um sich mit Sozialleistungen pudern zu lassen, daß es kracht und die ganz genau wissen, wie sie ihr Essen am nächsten Tag bezahlen.
    Es gibt auch noch die Griechen, denen wir völlig protestlos mal eben 25 Milliarden Euro in den Rachen werfen. Da bekommen die alten RAF-Veteranen und deren hirnlose Jünger ganz glasige Augen: Gegen einen demokratisch legitimierten Staat RAF-mäßig zu randalieren, weil einem die Mehrheitsmeinung nicht in den Kram passt, ist also dann die „ägyptsiche Methode“? Eine wahrlich intellektuelle Glanzleistung, die man wohl nur noch an miefigen Linksstammtischen beklatscht.
    Und der Bahnfahrer hat einen dermaßen pfiffigen Beitrag hier gepostet, daß ich jetzt erstmal ganz baff bin.

  7. Lothar Herzog
    6. Februar 2011 at 08:52 #

    Hallo Juchtenkarle und die anderen Steinzeitbefürworter.
    Es tut mir unendlich leid das wir Euer Wolkenkukkuksheim ein
    wenig angekratzt haben. Aber nur wenn man provoziert bekommt
    man auch die Informationen die man will.
    Ja nehmen denn hier einige an, das wir von der Materie überhaupt
    keine Ahnung haben.
    Zu den Fakten:
    Karl von … hat verschiedene Gutachten zitiert.
    Gutachten kann ich so biegen das diese mir sehr gefallen.
    Auch wir wissen um die Geschäfte des Herrn Otto und das die Frau
    Gönner im Stiftungsrat war.
    Ist Ihnen bekannt das die Strecke nach Stuttgart früher zweigleisig
    war? Nach dem WK II haben die Franzosen ein Gleis abgebaut.
    Warum wurde dies bis Dato nicht ersetzt. Wir leben in einem Land
    das die zweitgrößten Mittel in den Länderfinanzausgleich wirft.
    Wir in unserem Land haben mit die miserabelsten Autobahnen. So
    ein Zustand würde in NRW nicht geduldet. Aber die nehmen ja.
    Und noch ein große Bitte. Hören Sie auf andere Leute für dumm zu
    halten. Wir wissen mehr wie wir zugeben.
    Warum jetzt erst der Protest?
    Die Baukosten sind doch ein Klacks. Wir brauchen mit unserer
    modernen Industrie endlich moderne Verkehrswege.
    So nun könnt ihr wieder Euer Müsli zubereiten. Wohl bekomms.

  8. Lothar Herzog
    6. Februar 2011 at 09:56 #

    Schwäble
    Sie sollten mir Ihrer Wortwahl etwas vorsichtiger sein. Die
    Zustände wie Sie sie wollen hatten wir in der DDR.
    Ihr ideologisch Verblendeten könnt einfach nicht hinnehmen
    das es Mehrheiten gibt. Und das macht Euch so „sympathisch“.
    Ihr Androhung ob wir „Verhältnisse“ wie in Ägypten wollen
    dürfen Sie aber auch nur in einer Demokratie machen. Sonst
    wäre die Staatsanwaltschaft hinter Ihnen her. Was Sie hier
    androhen ist normalerweise „Strafwürdig“.

  9. dk
    6. Februar 2011 at 10:28 #

    @ Lothar Herzog

    Das Thema DDR sollte man sein lassen: Ossis lassen sich nicht provozieren, um BesserWessis intellektuell zu fördern. Sofern man Wissen hat, ist man wortlos sehend, was ganz andere Situationen ergeben kann. Ein Ergebnis der DDR?
    Die Gastfreundschaft gilt in beiden Fällen – blind oder sehend: der Unterschied ist die Intensität der Begrüssung (Handschlag, Umarmung, alles ohne Würgegriff).

  10. Lothar Herzog
    6. Februar 2011 at 10:40 #

    Wenn ihr Ossis so besser wart warum habt ihr dann nicht die
    großen wirtschaftlichen Erfolge errungen.
    Euer Gesülze geht einem auf den Geist. Zuviel Dialektik genossen?
    Das Patent für die Spiegelreflexkamera für 25 Millionen US $ an die
    Japaner verkauft. Und die haben damit Milliarden verdient. Áuf so
    Leistungen kann man ja wirklich stolz sein.

  11. Bahnfahrer
    6. Februar 2011 at 10:49 #

    Allein schon die Wortwahl zeigt, dass hier einige nicht in der Lage sind, eine Sache differenziert zu betrachten und offensichtlich auch gar nicht wollen. Und wenn ich mir see-online so anschaue, wird bei so zahlreichen Beiträgen gebellt, dass man sich schon fragt, was die betreffenden Herren sonst so tun. Da wird die Behauptung, sich ausreichend informiert zu haben, schnell unglaubwürdig, gerade weil die nötige Intelligenz dafür vorhanden wäre. Es offenbaren sich aber nur fundamentalistische Eiferer, die überall ihr vorgefertigtes Feindbild suchen und nur glücklich scheinen, wenn sie es auch finden und anprangern können. Nur ist nicht alles so schwarz-weiß, wie es für Ihr Menschenbild taugt. Nur Neinsager und Träumende Gutmenschen auf der einen und Stammtischproleten und korruptionshörige Abnicker auf der anderen Seite? Das soll zu Ergebnissen führen? Das zeugt doch nur von vergangenheitsbehafteter Inflexibilität und bringt weder Land noch Ländle weiter.

  12. Lothar Herzog
    6. Februar 2011 at 11:06 #

    Ja immer schön bei den Anderen mitlesen, dann analysieren und
    zurückschlagen. Typisches Verhalten. Zeigen Sie doch mal Flagge.

  13. eikju
    6. Februar 2011 at 11:26 #

    ihr s21-spinner ! glaubt ihr wirklich, ihr könnt alles außer hochdeutsch ? das glaubt aber nur ihr, — hochmut kommt vor dem fall !

  14. Bahnfahrer
    6. Februar 2011 at 13:02 #

    Wieso soll ich Flagge zeigen? Mit der Aussage „Typisches Verhalten“ bin ich doch schon in einer Schublade drin …

    Ich habe jedenfalls sämtliche Schlichtungsgespräche (wegen deren Länge zwangsweise mit Unterbrechungen) mitverfolgt und meine mir erlauben zu dürfen, eine eingermaßen ausgewogene Meinung zur Sache an sich zu haben. Ansonsten zeigt es sehr deutlich, wie interessiert jemand an Fakten ist, wenn er mal schnell kritische Seiten als Krakeelereien oder Steinzeitbefürwortungen abtut. Mit dem Inhalt der Seiten hat das nichts zu tun und mit der Sache an sich noch viel weniger …

  15. Lothar Herzog
    6. Februar 2011 at 13:53 #

    Der Schlichterspruch sagte doch ganz eindeutig, das der Bahnhof
    jetzt in abgeänderter Form gebaut werden soll.
    Wer ist denn hier“immer“ noch dagegen? Was mich auf die Palme
    bringt sind diese ewigen Unterstellungen. Es gibt viele Tierarten
    die für immer verschwinden. Jetzt macht man ein Geschiss wegen
    einem blauzüngigen Juchtenkäfer. Hört endlich auf und macht dort
    richtig Protest wo es notwendig ist.
    Bitte, protestiert auch mal gegen die Abholzung der Regenwälder
    auf Borneo. Dort findet ihr ganz verschwiegen das Ergebnis von
    dem “ B I O W A H N“. Dort wird CO 2 freigesetzt.

  16. Bahnfahrer
    6. Februar 2011 at 14:07 #

    Immerhin, den Schlichterspruch hat man gehört, aber scheinbar doch nur in sehr abgekürzter Form.
    Letztlich hat Geissler den Weiterbau entschieden, weil die juristische Situation mittlerweile sehr verfahren ist und der Bauherr schlicht rechtlich zu jedem Tun abgesichert ist. Das nenne ich allerdings für die Sache selbst eine unangenehm schwache Legitimation. Der Leistungstest von S21 steht im Übrigen noch aus.

    Der Juchtenkäfer ist dabei wohl das Argument mit dem wenigsten Gewicht, auch wenn man die Krabbeltiere auch nicht einfach als Blödsinn abtun sollte. So demonstrieren eben nur zu einem Teil „Bio-Leute“ auch wenn der von Ihnen so verachtete BUND einer der Wortführer sein mag (da sind mit Sicherheit auch ein paar Witzfiguren dabei) … Mit dem Tiefbahnhof katapultiert sich die Bahn in Stuttgart jedenfalls in eine Sackgasse und das mit nicht gerade wenigen Geldern, welche an anderer Stelle für ein zukunftsfähiges Schienennetz fehlen – Fortschritt nenne ich das jedenfalls nicht.

    Sie dürfen beruhigt davon ausgehen, dass viele der Aktivisten sich auch aktiv gegen die Regenwaldvernichtung einsetzen. Sie ja offenbar auch! Finde ich gut – wobei gerade dieser Biowahn nicht unbedingt mit pullistrickenden Ökonaivlingen zusammenhängt – auch dort heisst es: Genau hinschauen!

  17. Lothar Herzog
    6. Februar 2011 at 15:01 #

    Ausgehend von Ihrer Antwort kommen wir jetzt doch zu einem
    sachlichen Gespräch.
    Niemand hat sich für S 21 ausgesprochen. Die Problematik liegt
    sicherlich bei den ausführenden Organen. Ich kann mir aber gut
    vorstellen das diese „Fachleute“ genauso instruiert sind wie z.B.
    die Tunnelbauer in Köln. Was ich von Anfang an gehasst habe sind
    normale Gespräche mit manchen Leuten einfach nicht möglich.
    Es wäre auch bei der Demonstration in Stuttgart möglich gewesen,
    das die Leute weichen und die Fahrzeug räumen.
    Was wäre diese für ein Sieg für die Demonstranten geworden. Nein
    man muss sitzen bleiben. Weggehen und an anderer Stelle wieder
    protestieren wäre sinnvoller gewesen.
    Ich bin für Fortschritt in Baden – Württemberg. Ich bin für ein
    modernes Straßen und Schienennetz. Ich bin aber kein Experte für
    Bahnwesen. Das einzige was ich kann ist mit meiner Fleischmann
    spielen.

  18. Lothar Herzog
    6. Februar 2011 at 15:14 #

    Und noch einmal auf das Unwort „Biowahn“ zurückzukommen.
    Ich persönlich halte den Anbau von Pflanzen, die ausschließlich
    zur Gewinnung von Biogas dienen, für verwerflich.
    Schauen wir uns doch mal unsere Pflanzenwelt an. Überall sehe
    ich Mais und Rapsfelder. Keine Biene bevölkert mehr die Wiesen
    mit den Streuobstbäumen. Der Anbau ist wie Fastfood für die
    Bienen. Die wollen nur noch kotzen.
    Oder der Anbau von Mais und Getreide in Brasilien. Hier werden
    Lebensmittel zu Ethanol verarbeitet. Noch nie ist der Mensch in
    seiner Geschichte soweit gesunken, das er Lebensmittel dafür
    verwendet um nicht zu laufen. Wir sehen es.

  19. ebenerdig
    6. Februar 2011 at 17:09 #

    Ich möchte mich bei den Organisatoren der Demonstration bedanken.

    Als Truppe bunter Krakeeler und BioWahnsinniger habe ich die Masse nicht empfunden, das liegt aber auch daran, weil ich mich mit den Fakten des Bahnhofs S21 und K21 beschäftigt habe.
    Das muss man nicht, kann man aber.
    Und wenn man dann diese Dinge weiß und meint immer noch, S21 wäre fortschrittlich, dem ist nicht zu helfen.
    Anbei meine eingefangenen Eindrücke vom Aktionstag in Radolfzell und Konstanz:
    http://www.ebenerdig.npage.de

    Mit herzlichen Grüßen

  20. Bahnfahrer
    6. Februar 2011 at 21:05 #

    Prima – und sobald das Klima sachlich ist kriegt man auch einseitige Grün- oder Schwarzwähler an einen Tisch. So traurig es ist, der Sieg der Demonstranten war so ein größerer – es wurde klar, dass es nicht um Deeskalation auf Polizeiseite ging. Man darf nicht vergessen, dass es ausgerechnet an diesem Tag eine angemeldete Schülerdemonstration gegeben hat und die Stuttgarter Polizei in Sachen Deeskalation eigentlich vorbildlich agiert. Das was geschehen ist, spricht eine deutliche Sprache.

    Es gibt einige Bahnprojekte in BW, die dringend nötig sind. Gerade im internationalen Sinn die Nord-Süd-Achse. Die Schweizer sprengen ihren Megatunnel und warten darauf, dass die deutschen Zubringergleise leistungsfähig genug sind. Stattdessen wird hier mit dem Geld ein Bahnhof unter die Erde gelegt, der allen bisherigen Erkenntnissen zufolge gerade mal so leistungsfähig ist wie der bereits vorhandene … wenn man dann sieht, wer persönlichen finanziellen Nutzen aus S21 zieht, dann stellt man sich schon gewisse Fragen und ich bin für mich zur Erkenntnis gekommen, dass S21 dem normalen Steuerzahler keinerlei Nutzen bringt.

    Was den Biowahn angeht, ist dieser zwar ein völlig anderes Thema, aber da wäre ich wohl mit Ihnen auf einer Linie, wie im Übrigen auch viele BUNDler, bei denen es genauso kluge Köpfe wie weltfremde Fanatiker gibt ….

  21. Lothar Herzog
    7. Februar 2011 at 09:56 #

    Hallo Bahnfahrer!
    Ich sehe klar das man mit Ihnen sachlich diskutieren kann. Prima.
    Aber ich sehe eine große Gefahr. Wenn also der Bahnhof S21 nicht
    gebaut wird haben wir Geld für andere Projekte.
    Die Nord – Süd – Trasse über Karlsruhe Offenburg Basel bis zum
    NEAT – Tunnel ist sehr vonnöten. Und wenn der gebaut wird.
    Glauben Sie das da keine Demonstrationen stattfinden. Es wird
    einfach nichts eingebunden in diese großen Vorhaben. Dann wird
    mal wieder demonstriert.
    Aufgrund unserer wirtschaftlichen Stärke brauchen wir ausgebaute
    Verkehrswege die mit großtmögliche Sorgfale gebaut werden.
    Natürlich muss Lärmschutz mit eingebaut werden. Ich sehe eine
    große Gefahr in allem. Wenn die „Experten“ aufeinandertreffen.
    Ich für meinen Teil sage. Ich kann auch mal zugeben mich zu irren
    oder einen falschen weg gegangen zu sein.
    Was mich an den Gemüsetaliban stört ist die ewige Rechthaberei.

  22. Lothar Herzog
    7. Februar 2011 at 09:57 #

    …großtmöglichster Sorgfalt… Sorry

  23. Bruno Neidhart
    7. Februar 2011 at 10:13 #

    Was kommende Wahlen so alles für unsinnige, unqualifizierte, am Thema vorbei rauschende Diskussionen entfachen können: „….Spargeltaliban. Ha Ha Ha. Dies ist euer Sargnagel“ (Herzog). Tiefer gehts nicht. Leserbriefredaktion bitte antreten!

  24. Lothar Herzog
    7. Februar 2011 at 10:35 #

    Mancher kommt halt mit der Recht auf freie Meinungsäußerung
    nicht so richtig klar.

  25. Lothar Herzog
    7. Februar 2011 at 10:57 #

    Trotz Zensuranfrage kann ich immer noch schreiben. Ja wenn
    Argumente fehlen muss man halt auf der Schiene der Verunglimpfung arbeiten.

  26. Bahnfahrer
    8. Februar 2011 at 17:06 #

    Dass jemand Recht hat, kann man ihm ja schlecht vorwerfen ;)

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