Salemer Sendestörchin Max in Spanien verendet

Salem/Bodenseekreis. Sendestörchin Max, die berühmteste Störchin auf dem  Affenberg in Salem ist tot. Das berichtete die Neue Züricher Zeitung online heute. Für Schlagzeilen gesorgt hatte die Störchin noch einmal 2011, als sie lange vor ihrem Partner auf den Horst am Salemer Affenberg zurückkehrte und fremd ging – und noch einmal im Sommer 2012. Damals war ihr Peilsender defekt und wurde durch einen neuen ersetzt.

Max war weiblich

Die berühmte Senderstörchin trug irrtümlich den Namen Max. Der Grund: Das Geschlecht des Jungstorchs war noch nicht zu erkennen, als ihr Forscher den ersten Peilsender anlegten. Später nannten die Salemer Max dann Maxi.

Tod in Spanien

Die Störchin starb, wie die Neue Züricher Zeitung berichtete, im Alter von dreizehneinhalb Jahren in Spanien. Laut Zeitungsbericht waren die Überreste Maxis bereits teilweise aufgefressen, als Mitarbeiter einer ornithologischen Gesellschaft in Spanien den Kadaver gefunden haben.

Öffentliche Störchin Maxi

Max wurde, wie es in einer Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Friborug heißt, 1999 in Avenches (VD) geboren und als Nestling besendert. Ihre Mutter stammte aus Mannheim. Seit die Störchin einen Sender trug, wurde Maxi vom Naturhistorischen Museum Freiburg via Satelliten täglich beobachtet und ihre Flugrouten verfolgt. Im Jahr 2002 brütete die Störchin Max zum ersten Mal nahe des Salemer Affenbergs – später dann entweder direkt auf dem Affenberg oder in Tüfingen. Insgesamt zog Maxi 31 Junge groß. In den ersten Jahren hatte Maxi noch in Nordafrika überwintert, später dann in Spanien. Viele Jahre lang hatten nicht nur die Forscher, sondern auch interessierte Vogelfreunde die Flugrouten von Maxi über die Internetseite des Naturhistorischen Museums Fribourg, Schweiz, mitverfolgt.

Defekter Sender 2012

Im Frühjahr 2012 konnten die Wissenschaftler den Weissstorch Max dann wegen einer defekten Antenne nicht mehr via Satellit lokalisieren. Im Sommer gelang es in Salem Maxi einzufangen und noch rechtzeitig vor dem Flug in den Süden mit einem neuen Sender auszurüsten. Anschließend wurde Maxi mit ihrem neuen, kleineren, leistungsstärkeren Sender wieder freigelassen. Die Störchin ließ sich durch das Einfangen und den neuen Sender nicht beirren. Bereits wenig später saß Maxi wieder in Tüfingen auf einer Nest-Plattform, wie damals der Affenberg und das Naturhistorische Museum Fribourg berichteten.

Letzter Zug nach Spanien

Max verbrachte die ersten acht Winter in Marokko. Seit 2007 überwinterte sie, wie es in einer Mitteilung des Naturhistorischen Museums Fribourg heißt, in Spanien. Im Spätsommer 2012 unternahm Maxi ihren vierzehnten Herbstzug nach Süden – beobachtet von Satelliten und unzähligen Internetnutzern. Es sollte ihr letzter Flug in den Süden werden. In Spanien verendete der Storch. Laut Bericht der Neuen Züricher Zeitung bewegte sich der Sender zuletzt nicht mehr. Registriert worden sei zudem ein Temperaturabfall.

Maxi lieferte die meisten Daten

Bis zur ihrem Tod und zum letzten Mal im vergangenen Spätsommer lieferte Maxi noch Daten über ihren jährlichen Zug in den Süden. Mehr als 70.000 Kilometer ist sie laut einer früheren Pressemitteilung des Salemer Affenbergs in ihrem Storchenleben geflogen. Kein anderes Tier konnte bisher so lange auf seinen Reisen verfolgt werden.

Im vorletzten Sommer ging Maxi fremd

Zum vorletzten Mal für Schlagzeilen gesorgte hatte sie 2011. Die Storchendame war damals nach ihrem Rückflug aus Spanien sehr früh an ihrem Brutplatz in Tüfingen nahe des Bodensees angekommen. Maxi suchte sich 2011 einen neuen Partner zum Brüten. Da Störche nicht partnertreu, sondern horsttreu sind, war der Horst bereits besetzt, als ihr langjähriger Partner Anfang März 2011 ebenfalls in Salem eintraf. Maxi wandte sich dann aber doch wieder ihrem früheren Partner zu. Als die Jungstörche damals schlüpften, war laut Mitteilung des Salemer Affenbergs unklar, wer der Erzeuger war.

Im Sommer 2013 wird Maxi nicht mehr auf ihren Horst zurückkehren – ihr ehemaliger Partner und dessen Rivale werden sich eine neue Störchin zum Brüten suchen müssen.

Pressefoto Affenberg Salem

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