Schnelles Internet auch für Konstanzer Vororte

Konstanz. Eine gute Nachricht von den Konstanzer Stadtwerken gibt es für alle, die in den Konstanzer Vororten in Zukunft schneller surfen möchten – und auch für Online-Medien wie See-Online, die ihre Nachrichten so schnell wie möglich verbreiten wollen. In Konstanz versorgen die Stadtwerke jetzt auch die Vororte mit super schnellem Internet, indem sie Neubaugebiete ans Glasfasernetz anschließen. Immerhin 600 Kilometer Glasfasermikroröhrchen sind in Konstanz bisher verlegt. Das berichteten die Konstanzer Stadtwerke.

Superschnelles Internet und neue Dienste

Mit der Inbetriebnahme einer Telekommunikations-(TK) Verteilstation haben die Stadtwerke Konstanz nun auch erste Bewohner der Neubaugebiete Schmidtenbühl in Dettingen und Linzgaublick in Wallhausen an das neue Glasfasernetz angebunden. Dies macht es den Bewohnern möglich, von schnellerem Internet zu profitieren und auch Telefonie und Fernsehen in neuer Qualität zu erleben, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke.

Neubaugebiete ans Glasfasernetz

„Bereits zwischen 2005 und 2008 haben wir Glasfaserleitungen zwischen Konstanz, Dettingen und Wallhausen und Dingelsdorf verlegt – damals die notwendige Voraussetzung für die gesamte DSL-Versorgung“, erklärt Roland Stader, Abteilungsleiter AAT und Telekommunikation bei den Stadtwerken Konstanz. „Diese bestehenden Kapazitäten können wir heute nutzen, um auch die Neubaugebiete ans Glasfasernetz zu bringen.“

Daten-Transport in Lichtgeschwindigkeit

Insgesamt werden in absehbarer Zeit etwa 300 Wohneinheiten an die TK-Station Schmidtenbühl angeschlossen, so Stader. Die Station, die innerhalb von vier Wochen aufgebaut wurde, ist direkt mit dem Rechenzentrum der Stadtwerke Konstanz verbunden. Über sie werden die eingehenden Dienste an die verschiedenen Anschlüsse verteilt – und das in Höchstgeschwindigkeit: „Die Daten werden mit Lichtgeschwindigkeit über das Glasfasernetz bis in die Wohnung geleitet, dabei mit möglichen Übertragungsbandbreiten für den Endnutzer bis in den Gigabitbereich.

Glasfaser schneller als Kupfer

Dies ist deutlich schneller als es herkömmliche Kupferkabel ermöglichen. Deshalb haben die Kunden schnellstes Internet und sind beispielsweise auch in der Lage, zukünftig unzählige HD-TV-Programme gestochen scharf zu empfangen“, zeigt Roland Stader einige der Vorteile auf.

Flächendeckender Versorgungsauftrag

„Der Ausbau des Glasfasernetzes ist für uns ein riesiges Projekt. Dass wir unseren Versorgungsauftrag aber auch flächendeckend wahrnehmen, zeigen wir mit der TK-Verteilstation Schmidtenbühl. Nicht nur die Stadt Konstanz selbst, sondern auch die Vororte sollen vom Glasfaserausbau profitieren“, sagt Kuno Werner, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz. Aus diesem Grund verlegen die Stadtwerke überall dort, wo gerade Tiefbauarbeiten notwendig sind und wo es in das Gesamtkonzept passt, die für zukünftige Glasfaserinstallationen notwendigen Röhrchensysteme gleich mit. „Auf diese Weise nutzen wir Synergien und können den Ausbau wirtschaftlich sinnvoll gestalten“, so Kuno Werner.

600 Kilometer bereits verbuddelt

Bislang haben die Mitarbeiter der Energienetze bereits über 600 Kilometer an Glasfaser-Mikroröhrchen verlegt, die die dünnen Leitungen beherbergen. Und der Ausbau soll weitergehen: „Je nach Wetterlage können wir dieses Jahr den Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur im Industriegebiet abschließen. Im kommenden Jahr steht unter anderem der Ausbau der Anschlüsse in diesem Gebiet an“, erklärt Roland Stader.

5 Kommentare to “Schnelles Internet auch für Konstanzer Vororte”

  1. Fossibär
    26. November 2012 at 23:31 #

    In der Tat, eine sehr gute Nachricht – für Schmidtenbühl Nord! Weiter so, lieber Herr Stader!

    Leider haben wir Vorörtler (noch) nicht so furchtbar viel von den wunderbaren Glasfasern, denn die Telekom rüstet ihre Outdoor-DSLAMs partout nicht auf sondern liefert nach wie vor schlappe 16 MBit/s. Ist aber nicht so tragisch; wir sind ja nicht die Einzigen, die für die nächsten 2 Jahre mal zur Konkurrenz Kabel-BW wechseln. Die VERSUCHEN wenigstens, für vergleichbares Geld 100 MBit/s zu liefern. Gelingt zwar auch nicht so oft, aber hey – Konkurrenz belebt eben immer wieder! ;-)

  2. wak
    27. November 2012 at 08:40 #

    @Fossibär Ich dachte, die Stadtwerke treten selbst als Provider auf. http://aktuelles-bodensee.de/spiderman-kuno-werner-spinnt-glasfasernetz-durch-konstanz/

    • Fossibär
      28. November 2012 at 10:12 #

      @wak Dass die Stadtwerke Glasfasern verlegen ist für Konstanz und seine Ortsteile extrem wichtig und ein großer Segen, denn Lichtwellenleiter sind der Schlüssel in die Zukunft unserer Informationsgesellschaft. Eine Stadt wie Konstanz mit Wissenschaft und Forschung aber ohne nennenswert produzierendes Gewerbe ist auf eine hervorragende digitale Infrastruktur angewiesen.

      Ja, die Stadtwerke hatten angekündigt, als Provider auftreten zu wollen. Von entsprechenden Angeboten ist mir bislang jedoch weder in den Ortsteilen noch in meinem linksrheinischen Medienbetrieb etwas bekannt. Meines Wissens vermieten sie Teile des Glasfasernetzes an Telekom und Co. Vielleicht ist das auf die Dauer auch die bessere Strategie. Gerne würde ich natürlich lesen, dass sie mit ihren Großkunden wie der Telekom in ständigem Gespräch sind und versuchen, jene zu weiteren Investitionen wie bspw. in die Modernisierung von Outdoor-DSLAMs zu bewegen. Fünf Jahre Investitionspause sind halt schon eine Menge Zeit…

      • wak
        28. November 2012 at 10:22 #

        @Fossibär Habe gerade mal per Mail bei den Stadtwerken nachgefragt. Vielen Dank für den Hinweis.

  3. Fossibär
    28. November 2012 at 18:35 #

    @wak Vielen Dank dafür, die Antwort sollte wenigstens 10.000 Menschen interessieren. Demächst mehr hier bei http://aktuelles-bodensee.de/ ! :-)

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