Schumann – ein liederabend

Andreas Reibenspies (Bariton) und Peter Nelson (Piano) in Concert – Zu Robert Schumanns 200. Geburtstag

Schumann zum 200 GeburtstagKonstanz. Der Bariton Andreas Reibenspies und der Pianist Peter Nelson, beide Professoren an der Trossinger Hochschule für Musik, interpretieren im Konstanzer Stadttheater neben Schumanns frühem Heine-Liederkreis op. 24 auch seinen berühmten Eichendorff-Liederkreis op. 39 – geradezu ein Sinnbild romantischer Liedkomposition – sowie Vertonungen von Gedichten Nikolaus Lenaus.

Zum 200. Geburtstag Schumanns

Die Musikwelt feiert 2010 Robert Schumanns 200. Geburtstag und würdigt einen Komponisten, der mit seinem Schaffen nicht nur ein Höchstmaß an Empfindung erreichte, sondern für das Kunstlied auch endgültig die Gleichberechtigung von Gesang und Klavier verwirklichte. Andreas Reibenspies und Peter Nelson überzeugten schon vor 20 Jahren (Reibenspies war noch Student, Nelson bereits Dozent in Karlsruhe) mit „Sechs Gesänge und Requiem“ op. 90 das Frankfurter Konzertpublikum. Der Kritiker der FAZ bescheinigte den beiden damals „eine der professionellsten Leistungen“ jenes Konzerts. In ihrem gemeinsamen Liederabend im Theater Konstanz wird das erfahrene Duo nun mit dazu gewonnener Reife einen großen Bogen innerhalb des Liedschaffens Schumanns präsentieren.

So ist der Heine-Liederkreis op. 24 von 1840 Schumanns erstes großes Liedwerk. Entnommen aus den „Jungen Leiden“ von Heinrich Heine hat Schumann ihn so zusammengestellt, dass sich die Andeutung einer Handlung ergibt: vergebliches Warten auf die Liebste, Einsamkeit, Abschied und poetischer Ausklang. Der Eichendorff-Liederkreis op. 39 ist ein klarer Höhepunkt im Schumannschen Liedschaffen: In ihm begegnen sich der reinste Romantiker der Musik und der reinste Romantiker der Dichtung. Im Gegensatz zum Heine-Liederzyklus liegt den zwölf Gesängen des Eichendorff-Liederkreises kein Handlungsablauf zu Grunde. Vielmehr sind sie stimmungsverwandt oder kontrastierend und werden zu einem lyrischen Komplex aneinandergereiht.

Hoffnungslose Schwermut hingegen steckt in den „Sechs Gedichten“ des Opus 90. Die Verse sind von Nikolaus Lenau, der 1850 – wie später Schumann auch – in geistiger Umnachtung starb. Die Lieder sind von solch einer Ausdruckskraft und Wahrhaftigkeit geprägt, als habe Schumann die

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.