Sechs Verletzte bei Brand in Flüchtlingswohnheim in Friedrichshafen

PENTAX ImageFriedrichshafen. Sechs Verletzte und Sachschaden von über 100.000 Euro hat der Brand in einem Wohnheim von ehemaligen Asylbewerbern am frühen Dienstagmorgen in Friedrichshafen gefordert. Alle sechs Verletzten konnten das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen. Sie sind jetzt auf andere Unterkünfte im Kreis verteilt worden. Das teilten die Polizei und das Landratsamt Bodenseekreis in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Von einem fremdenfeindlichen Anschlag geht die Polizei derzeit nicht aus.

Feuer am frühen Morgen entdeckt

Kurz nach fünf Uhr war das Feuer in dem vom Landratsamt als Anschlusswohnheim angemieteten Gebäude entdeckt worden. Derzeit sind in dem Wohnheim 21 Personen gemeldet. Von diesen haben sich rund 15 zum Brandausbruch im Gebäude befunden. Alle Bewohner konnten sich selbständig ins Freie retten, insgesamt sechs Personen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung und anderen leichteren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Brandherd vermutlich im Obergeschoss

Wie die bisherigen Feststellungen der Polizei ergaben, hat der Brand seinen Ausgang vermutlich im ersten Obergeschoss des zweistöckigen Gebäudes in einem Aufenthaltsraum genommen. Das Feuer, das auch auf Teile des Daches übergegriffen hatte, konnte von der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichshafen, die mit 16 Fahrzeugen und über 60 Mann im Einsatz war, gelöscht werden. Das Landratsamt kümmert sich derzeit um die weitere Unterbringung der Bewohner des Anschlusswohnheims.

Ermittlungsgruppe soll Brandursache klären

Zur Klärung der Brandursache ist von der Polizeidirektion Friedrichshafen eine Ermittlungsgruppe eingerichtet worden und sind ferner Brandsachverständige des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg hinzugezogen worden. Die bisherigen Erkenntnisse und Befragungen der Bewohner haben, wie Polizei und Landratsamt mitteilten, keine Hinweise für einen fremdenfeindlichen Anschlag ergeben.

Unterschiedliche Nationalitäten

In dem vom Landkreis angemieteten Anschlusswohnheim lebten 21 Männer aus Pakistan, Irak, Nigeria, Kamerun, Indien, der Türkei und Tunesien.

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