Sein Name ist nicht Professor Börne

Konstanzer Pathologe informiert in Vortrag über die Spurensuche in Körpern von Toten

Konstanzer Pathologe über Spurensuche in TotenKonstanz. Ein bisschen morbide, ein bisschen kriminalistisch und unbedingt wissenschaftlich korrekt. Manfred Kind, Chefarzt des Instituts für Pathologie am Klinikum Konstanz, erzählt in „Alltagsgeschichten eines Pathologen“ von der Spurensuche in menschlichen Körpern.

Spurensucher in weißem Kittel

Beim Fach „Pathologie“ liegen für den Nicht-Mediziner Assoziationen mit TV-Helden wie dem „Letzten Zeugen“, dem Gerichtsmediziner Dr. Robert Kolmaar, oder dem eigenwilligen Professor Karl-Friedrich Börne aus der Münsteraner Tatort-Serie nahe. Pathologen befassen aber nicht nur mit Fällen der Rechtsmedizin. Jeder Pathologe ist ein Spurensucher, ein Detektiv, wie Manfred Kind vom Pathologischen Institut am Klinikum Konstanz eben. Verdachtsdiagnosen auf bösartige Tumoren oder deren Vorstufen, auf Entzündungen oder angeborene und vererbbare Erkrankungen werden durch die Untersuchungen von Pathologen gesichert oder entkräftet. Für seltene oder schwierige Diagnosen stehen zudem Spezialisten in Referenzzentren für Pathologie bereit, auf deren Expertise die vor Ort tätigen Pathologen zugreifen können. Die Obduktion von Verstorbenen ist ein weiteres wichtiges Instrument der Qualitätssicherung in einem Klinikum.

Vortrag an der vhs

„Der Detektiv mit dem Mikroskop. Alltagsgeschichten eines Pathologen“ ist der Titel eines Vortrags von Manfred Kind, Chefarzt des Instituts für Pathologie am Klinikum Konstanz, am Dienstag, 11. Januar 2011, 19.30 Uhr vhs Konstanz, Astoria-Saal, Katzgasse 7.

Foto: JenaFoto 24.de PIXELIO www.pixelio

Ein Kommentar to “Sein Name ist nicht Professor Börne”

  1. detlev
    10. Januar 2011 at 12:30 #

    Die Ankündigung passt sowohl zum (leider ungesehenen) Tatort als auch zu Journalismus2.0 im Film: die Arbeitswelt im Verlag im TV.

    TV-Kritik: Milchgesichtige Stellenkiller unter Beschuss
    http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/fernsehen/TVKritik-Milchgesichtige-Stellenkiller-unter-Beschuss/story/31984723

    Bitteren Trost könnte die historische Tatsache spenden, dass in (Ost-)Berlin zu Anfang der 90er Jahre die Zeitungsverlage ihre Besitzer unglaublich häufig (jährlich; monatlich?) als begehrtes Spekulations-Objekt gewechselt haben, die Leute für wenig Geld viele Überstunde machen mussten und über viele Jahre gezittert haben, bis die angepeilte 20% Belegschaft verwirklicht wurde. Weniger Mord, sondern eher Suizid dürfte das Problem gewesen sein – unabhängig von politischen Altlasten.

    Da wird man doch gerne zum Natur-, Tier- und Kultur-Liebhaber des Bodensees.

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