Singener Thüga Energie für Biogasprojekt ausgezeichnet

Deutsche Energieagentur verleiht Biogas-Sonderpreis für innovative Aufbereitungsanlage in Kißleg

Singen. Die Thüga Energie GmbH ist für ihr Engagement im Bereich Biogas ausgezeichnet. Der Energieversorger erhielt in Berlin den Biogas-Sonderpreis der Deutschen Energieagentur (dena) für den Betrieb der ersten Biogasanlage in Deutschland mit innovativem Membranverfahren.

Verantwortung für die Umwelt

„Als Energiedienstleister vor Ort wollen wir auch Verantwortung für die Umwelt übernehmen und haben uns deshalb entschlossen, das Projekt Biogas-Aufbereitungsanlage anzugehen“, so Thüga Energie-Geschäftsführer Jürgen Becker. „Der Preis ist für uns eine wichtige Auszeichnung, weil er beweist, dass regionales Engagement auch bundesweit Beachtung findet.“

Innovative Biogas-Anlage

Rund zwei Millionen Euro hat die Thüga Energie in die Aufbereitungsanlage in Kißlegg Rahmhaus investiert. Sie ist deutschlandweit die größte ihrer Art und setzt als erste auf die innovative Membrantechnologie. Dadurch kann das Biogas technisch effizient und mit sehr geringem Energieaufwand getrocknet und entschwefelt werden. Anschließend wird Kohlendioxid abgetrennt, damit das aufbereitete Biogas die gleiche Qualität wie Erdgas erreicht und in das Erdgasnetz eingespeist werden kann. Bis zu 26 Millionen Kilowattstunden Biogas können so pro Jahr produziert werden.

Rohstoff besteht aus Speiseresten

Biomethan spielt im Energiemix eine immer größere Rolle, zumal die Bundesregierung dem erneuerbaren Erdgas im Energiekonzept eine wichtige Funktion zugewiesen hat. Die Vorteile von Biogas liegen auf der Hand: Weil es in der Region aus Speiseresten gewonnen wird, trägt es nicht nur zur regionalen Wertschöpfung bei, sondern schafft auch mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Zudem schont es die Umwelt.

Biogas verströmt klimaunschädliche Wärme im Allgäu

Kunden der Thüga Energie können das in Kißlegg-Rahmhaus erzeugte Biogas zum Beispiel als Heizenergie nutzen. Im Produkt Aktivgasnatur sind 10 Prozent Biogas enthalten. Wer sich dafür entscheidet, heizt nicht nur besonders umweltschonend, sondern erfüllt auch das EWärmeG für Baden-Württemberg. Die Jahresverbrauchsabrechnung genügt, um den geforderten Anteil von 10 Prozent Wärme aus erneuerbaren Energien nachzuweisen.

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