So sieht der Überlinger Filmemacher Erich Schütz Konstanz

Ein Film über Tore, Türme, Träume und das gastfreundliches Konstanz

Konstanz (wak) Der Überlinger Filmemacher und Krimiautor Erich Schütz hat einen Film über Konstanz gedreht. Zu sehen ist er am Dienstag, 23. März, um 22 Uhr auf Südwest 3, in der Reihe „Fahr-mal-hin“.

Von Juden und Muslimen in der ehemaligen Bischofsstadt

„Paradies heißt einer der ältesten Stadtteile, schon immer!“ – Mit diesem Fazit endet das „Fahr-mal-hin“ des SWR über Konstanz. Der Überlinger Filmemacher Erich Schütz trieb sich mit einem Kamerateam fast zehn Tage in Konstanz herum, um dem Leben in der ehemaligen Konzilstadt nachzuspüren. „Es wurde ein Gang wie durch ein Geschichtsbuch, aber wir haben auch den heutigen, aktuellen Gruppierungen nachgespürt.“ Nachdem Jan Hus, als Kritiker der damaligen katholischen Kirche in Konstanz, auf dem Scheiterhaufen endete, fragt Schütz bei den Muslimen oder Juden nach, wie sie heute mit ihrem Glauben in der ehemaligen Bischofsstadt leben.

Henry Gerlach führt durch die Altstadt

„Die Stadt ist weltoffen, jung und fortschrittlich“, ist Henry Gerlach überzeugt, und führt durch die historische Gassen zu einem der ältesten Kaufhäuser Deutschlands. Der Mann steht im südlichsten Zipfel der Republik, spricht spitzes Hamburgisch, sagt Kon„st“anz, nicht Kon„sch“tanz, aber überzeugt als Fremdenführer seine Touristen von dem zeitgemäßen Leben in der alemannischen Altstadt.

Vom Konzil zum Lago

Das alte Kaufhaus nennen die Konstanzer heute Konzil und überlassen es, wie zu Papstwahlzeiten im 15. Jahrhundert, den Gästen, sie selbst strömen in das neue Kaufhaus, das „Lago“. Auch das neue Kaufhaus ist heute ein Touristenmagnet, bis zu 30.000 Besucher kommen täglich, viele aus der Schweiz, wenn sie in die „Schtadt gehen zum poste.“

Tobias Engelsing gib seinen Senf dazu

Die Stadttore und Kirchentürme zeugen aus der Zeit des Mittelalters, eine Vergangenheit, die neuerdings gerne wieder beschworen wird: Konzilsstadt, Münster, Niederburg – alles originalgetreu erhalten! Doch gleichzeitig beweisen in der alten Bischofsstadt Synagoge und Minarette vom Multikulti-Geist einer modernen Universitätsstadt. Museumsleiter Tobias Engelsing sieht da keinen Bruch: „Konstanz war schon immer weltoffen, hier herrschte schon immer ein äußerst bürgerliches-liberales Klima.“

Ein Kommentar to “So sieht der Überlinger Filmemacher Erich Schütz Konstanz”

  1. dk
    22. März 2010 at 22:44 #

    Im Web am Sonntag vormittag gefunden:

    http://regiotv.ch/filmportraits/filmliste_gemeinden/
    http://regiotv.ch/filmportraits/filmliste_firmen/

    Die Selbstdarstellungen von Gemeinden in der CH sind nach Kantonen und in diesen nach A-Z sortiert; die Firmen ebenfalls.
    Vielleicht gibt es Anregungen für eigene Werbemittel: Kreuzlingen und Tägerwilen sehe ich nicht mehr als „Tankstelle + Migros“.

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