Sonntagskind Peter Koop

Sieben Tage Bodensee-Therme

soi therme peter koop P1020596(wak) Den Carolus Thermen Aachen ist er entstiegen, um in die Bade- und Saunawelten der Überlinger Bodensee-Therme einzutauchen. Seit sieben Tagen ist Peter Koop jetzt Betriebsleiter der Überlinger Therme. Am vergangenen Sonntag war er zum ersten Mal in der Therme unterwegs.

Relaxtes Überlinger Publikum

Seit vergangenem Sonntag ist Peter Koop also oberster Bademeister in Überlingen. Koop, der aus dem Ruhrgebiet stammt, ein Lehramts- und Betriebswirtschaftsstudium absolviert hat und seit der Eröffnung der Carolus Thermen 2001 in Aachen Betriebsleiter war, ist noch nicht ganz in Überlingen angekommen. Seine Frau und sein Sohn sind vorerst noch in Aachen geblieben. Im Dezember bezieht er eine Wohnung. Eines aber ist Koop in den ersten sieben Tagen schon aufgefallen: „Die Badegäste hier sind lockerer, freundlicher und relaxter als in Aachen“, erzählt der neue Thermechef, der wie sein Vorgänger Oliver Sternagel von der Aquapark Management GmbH angestellt ist.

Großstädtische Besucherzahlen

Ansonsten gibt es auch einige eher unvermutete Gemeinsamkeiten zwischen der Überlinger Bodensee-Therme und den nach Karl dem Großen benannten Carolus Thermen. Da wäre zum Beispiel die Besucherzahl, die in Aachen bei fast 400.000 jährlich liegt. In Überlingen sind es etwa 355.000. „Aber Aachen ist eine Großstadt mit 260.000 Einwohnern“, sagt Koop. „Das sind zehn Mal so viele Einwohner wie in Überlingen.“

Schrammen an der Kapazitätsgrenze

Was Koop in Überlingen sehr gut gefällt, ist die Serviceorientierung und die hohe Qualität. Wäre die Therme ein Restaurant, würde Koop eines führen wollen, das zur gehobenen Gastronomie gehört. Auch die Architektur der Bodensee-Therme ist dem neuen Chef nicht fremd: Therme-Architekt Wienands hatte vor dem Bodensee-Therme ausgerechnet die Aachener Carolus Thermen geplant. Koop spricht von einer „Wohlfühlarchitektur“. Den Überlinger Außensaunen mit dem Ruhehaus verleiht er gar das Prädikat „traumhaft“. Mit der Seesauna sei die Bodensee-Therme ganz oben dabei – wenn auch nicht, was die Fläche und die Anzahl der Saunen angehe. Am vergangenen Sonntag hat Koop erst einmal den Thermebetrieb beobachtet. Nach zwei Stunden war ihm klar: Wenn 2000 Besucher kommen, ist die Kapazität der Therme erschöpft.

Sauberkeit und Hygiene

Eine persönliche Checkliste hat der neue Chef nach sieben Tagen auch schon: Ein paar bauliche Mängel sind ihm aufgefallen. Was die Gäste sehen, müsse in perfektem Zustand sein. Dass es Verschleiß gebe, sei klar. Sauberkeit und Hygiene will Koop groß schreiben. Demnächst wird er in Shorts und ein Polohemd schlüpfen, in der Therme unterwegs sein und den Kontakt zu den Mitarbeitern – zu den Saunameistern genauso wie zum Gastro-Team – suchen.

Einen Wunsch frei…

Wenn Peter Koop in Überlingen eine Million Euro geschenkt bekäme, um sie in der Therme zu verbauen, würde er zu aller erst eine wunderschöne Terrasse errichten und die Saunagastronomie vergrößern. Peter Koop ist sich ganz sicher: Der Umsatz würde steigen. Er ist fest davon überzeugt, dass der Saunagast optimal bewirtet sein möchte. Mit dem „Imbiss-Charakter“ der Gastronomie in der Überlinger Sauna, die viel kleiner geraten ist als das Selbstbedienungsrestaurant im Badbereich, ist er nicht zufrieden.

(sym)Badischer Dialekt

Den badischen Dialekt empfindet der Mann, der aus dem Ruhrgebiet stammt, übrigens als angenehm. Mit dem Aachener habe er sich dagegen nie so Recht anfreunden können. In Überlingen ist Koop aber noch ein Fremder. Seine Frau und sein Sohn, der in zwei Jahren Abitur machen möchte, werden die Weihnachtsferien zum Eingewöhnen schon einmal in Überlingen verbringen.

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