SPD will W-LAN für Rotes Haus und Hallen in Konstanz

Sozialdemokraten möchten moderne Volkspartei sein und tippen den Oberbürgermeister an

Konstanz (wak) Die Konstanzer SPD ist der Meinung, dass die Zeit für W-LAN in städtischen Veranstaltungsräumen reif ist. Sie hat jetzt einen Antrag formuliert und bittet die Verwaltung, die technischen und organisatorischen Voraussetzungen zu prüfen und den Gemeinderat über Umsetzungsmöglichkeiten zu informieren. Immer öfter fragen Hallennutzer und Besucher nach W-LAN, weil sie in den Mehrzweckhallen mit ihren Netbooks ins Internet wollen. Wie schwer es ist, W-LAN für eine einzige Tagung einzurichten haben in den vergangenen Woche die Jusos erfahren, die zur ihrer Landesdelegiertenkonferenz nach Allmannsdorf geladen hatten. Selbst die Technik affine Piratenpartei tat sich mit W-LAN für ihren Landesparteitag in der Wollmatinger Halle schwer.

SPD will Hallen mit W-LAN ausstatten

„Immer mehr Menschen greifen auf mobile Internet-Dienste zu“, heißt es in dem Schreiben der SPD. Viele Veranstalter von Tagungen und Seminaren wollten ihren Teilnehmern kostenloses W-LAN anbieten, um ihnen einen leichten Internetzugang mit mobilen Endgeräten zu ermöglichen. Auch von Sportveranstaltungen, zum Beispiel aus der Schänzlehalle, werde immer häufiger mit Hilfe des Internets live berichtet.

Hoher organisatorischen Aufwand für Veranstalter

„Die Infrastruktur der städtischen Veranstaltungsräumen ist bislang nur unzureichend darauf vorbereitet, solche Veranstalter-Wünsche zu erfüllen, da es nicht ohne Weiteres möglich ist, das städtische Netz dafür zu nutzen“, heißt es jetzt seitens der SPD. „Anbieter, die sich davon nicht abschrecken lassen, müssen daher mit einem außerordentlich hohen organisatorischen Aufwand rechnen.“ Jusos und Piraten haben dies in den vergangenen Wochen ganz praktisch erfahren.

W-LAN für Bürgersaal, Schänzlehalle + Co

Die SPD ist alarmiert: „Dies könnte sich schon bald als Nachteil bei der Belegung öffentlicher Tagungs- und Veranstaltungsräume in unserer Stadt erweisen.“ Daher sollte die Verwaltung prüfen, wie die Saal-Infrastruktur wichtiger Tagungsräume so ausgebaut werden kann, dass Mietern problemlos W-LAN angeboten werden kann, regt die SPD-Fraktion im Gemeinderat an. „Für ein solches Angebot wäre selbstverständlich eine zusätzliche Miete von den Veranstaltern zu verlangen“, heißt es weiter. Für eine erste Ausbaustufe bieten sich nach Meinung der SPD das Kulturzentrum, der Bürgersaal sowie die Schänzle- und andere Mehrzweckhallen an.

Foto: Kigoo Images PIXELIO

3 Kommentare to “SPD will W-LAN für Rotes Haus und Hallen in Konstanz”

  1. dk
    21. Juni 2010 at 14:03 #

    Interessant dürfte folgender Artikel über Marktentwicklungen bei der Tele-Kommunikation sein: es geht um Breitband vs. DSL (vereinfacht Telekom vs. Kabel XYZ) als Alternative.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kabel-Deutschland-versucht-grosse-Spruenge-1025750.html

    Bei den Bildern zur „Piraten-Versammlung“ ist die Frage aufgetaucht, weswegen die Stadtwerke KN nur Räumlichkeiten zum Energie-Sparen und zur Mobilität als Werbe- und Informations-Portal eingerichtet haben und nicht zur angekündigten Breitband-Ausbau.
    Liegt es am zu erwartenden Verkehrsstau und den Parkplatz-Nöten vor dem Firmensitz, weil ein überregionales Event geschaffen werden könnte?
    Auch 4 Jahre „Konzil feiern“ dürfte an der Substanz nagen.

  2. Fenedig
    21. Juni 2010 at 18:27 #

    Selbstverständlich, liebe SPD, wollen Tagungs- und Kongressveranstalter top Internet-Dienstleistungen anbieten, nebenbei aber auch zeitgemässe Räumlichkeiten und eine perfekte Infrastruktur. Die Stadt plante für ihr modernes, erst neulich verblichenes Tagungs- und Kongressprojekt Klein-Venedig selbstverständlich mit W-LAN, schaute also in die nähere Zukunft. Eine sich laufend weiter entwickelnde und auch Kosten verursachende Kommunikationstechnik braucht aber sicher nicht gleich jede „Quartier-Blasmusikhalle“.

  3. Ute
    22. Juni 2010 at 10:50 #

    Prima, dass sich die SPD für W-LAN in Hallen einsetzt. Uns, den Piraten hätte beim Landesparteitag bereits ein ganz einfacher DSL-Anschluss genügt, den wir am Ende auch haben verlegen lassen, alles weitere lässt sich dann organisieren.

    Die Kosten für einen solchen Anschluss wären in einer Halle, die sowieso Telefon und einen Vertrag mit einem Anbieter hat, nicht erheblich. Selbst ein sehr leistungsstarker Zugang mit 16 MB oder mehr wäre dann für monatlich höchstens 30 Euro zusätzlich zu bekommen.

    Wir haben unsere Veranstaltung mit einem 6MB-Anschluss so organisiert, dass unser Livestream senden konnte und alle der über hundert Teilnehmer W-LAN hatten. Solche Anschlüsse kosten selbst einzeln nicht mehr als 20 bis 30 Euro monatlich. In einem Paket mit vielen Anschlüssen, wie die Stadt es nutzt, lässt sich das ganz sicher noch deutlich günstiger bekommen…

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