Stadt Konstanz gedenkt der Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger

Heute Nachmittag Gedenkfeier anlässlich des 70. Jahrestages der Deportation von Konstanzern jüdischen Glaubens

Konstanz. Die Stadt Konstanz lädt heute, Donnerstag, 21. Oktober, 14 Uhr, zu einer Gedenkfeier im Rathausinnenhof und Ratssaal ein.

Stadtarchivar über Deportation

Oberbürgermeister Horst Frank eröffnet die Veranstaltung. Minia Jonek, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde i.Gr. Konstanz und Peter Stiefel, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz gedenken in ihren Ansprachen an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbüger. Stadtarchivar Dr. Jürgen Klöckler berichtet über die Deportation und Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Eindrücke von Fahrten nach Gurs und Rivesaltes.

Mitten aus dem Leben

Im vergangenen Sommer hatte das Konstanzer Rosgartenmuseum die Ausstellung „Sommer ’39“ gezeigt. Zu sehen war auch das Gebetsbuch eines jüdischen Mädchens, das es zum Abschied einer arischen Freundin geschenkt hatte. Der mächtige Ledermantel eines Gestapo-Mannes war genauso ausgestellt wie das Bündel Briefe, das nach Konstanz zurück kam, weil der Adressat gefallen war. An einer Parkbank war ein Schild „Nicht für Juden“ angeschraubt. Dokumentiert war auch wie jüdische Geschäftsleute ihre Unternehmen aufgeben mussten.

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