Stadtwerke am Bodensee und in Oberschwaben wollen in Windkraft investieren

Regionale Kooperation für sauberen Strom – Potenzialstudie nennt 90 mögliche Standorte in der Region

Bodenseekreis/Ravensburg. Die kommunalen Energieversorger in der Region Bodensee-Oberschwaben wollen in die Windkraft investieren. Die Technischen Werke Friedrichshafen, die Technischen Werke Schussental, das Regionalwerk Bodensee und die Stadtwerke Überlingen wollen das Projekt gemeinsam angehen.

90 mögliche Standorte in der Region

Den Stein ins Rollen gebracht hatte der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben mit einer Potenzialstudie für Windkraft in der Region. Darin ist die Rede von bis zu möglichen 90 Standorten. „Wir nehmen diese Vorlage auf, machen daraus ein Konzept und werden dies in die Tat umsetzen“, sagt Alfred Müllner, Geschäftsführer der Technischen Werke Friedrichshafen (TWF), die sich selbst schon früh beispielsweise für Öko-Wärme und Strom aus Wasserkraft eingesetzt hat: „Stadtwerke sind der ideale Partner für erneuerbare Energien in der Region“.

Windenergie aus der Region

Helmut Hertle, Geschäftsführer der TWS Netz GmbH in Ravensburg, stimmt ihm zu: Mit vielen innovativen Projekten hätten kommunale Energieversorger in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie es ernst meinen mit dem ökologischen Umbau. Die TWS investiert seit 2009 in Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee. Hertle ist sich sicher: „Auch hier in der Region kann Windenergie ein wichtiger Baustein für die Energiezukunft sein.“

Bürger sollen mit ins Boot

Dabei ist es den vier Unternehmen wichtig, die Bürger mit ins Boot zu holen, etwa über Beteiligungsmodelle. Beim Regionalwerk Bodensee habe man bereits gute Erfahrung mit Bürgerbeteiligung gemacht, etwa in der intensiven Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft Bodensee. „Wir sind sicher, dass das Interesse an einer Beteiligung an Windenergie auch bei uns in der Region hoch ist“, sagt Regionalwerk-Geschäftsführer Enno Steffens.

Geld verdienen mit Windrädern

Dabei hat das Engagement der Stadtwerke auch handfeste wirtschaftliche Hintergründe, betont Klaus Eder, Geschäftsführer der Swü. Die vier potenziellen Partner wollen mit ihrer Investition Geld verdienen. „Windkraft rechnet sich auch ökonomisch“, so Eder. Das ist auch der Hintergrund der geplanten Kooperation: „Wenn sich dann noch mehrere Stadtwerke zusammentun und jeder sein Wissen und seine Erfahrung einbringt, ist das ein Gemeinschaftswerk im besten Sinne.“

Foto: sigrid rossmann PIXELIO www.pixelio.de

4 Kommentare to “Stadtwerke am Bodensee und in Oberschwaben wollen in Windkraft investieren”

  1. Bolle Knallquist
    6. Juni 2011 at 07:55 #

    Jawollo! Wie die Lemminge. „Windkraft rechnet sich auch ökonomisch.“ Is klar. Das rechnet sich nur, weil dieser ganze Ökovodoo kräftig subenstioniert wird. Falls nicht so recht klar, woher diese Subventionen kommen: Vom Steuerzahler. Und wenn die Stadtwerke sagen, daß sie invenstieren wollen, dann heist daß, sie erhöhen die Gebühren und stecken das Geld dann in die genannten Luftnummern. Also zahlt der Bürger. Der dann übrigens auch noch aufgerufen wird, sich „zu beteiligen“. Als würde er nicht schon genug zahlen, soll er das Risiko auch noch auf diesem Weg auch noch Schultern. Au man. So langsam gleicht sich dieses Ökogefasel kommunistisch-naivem Propagandagefasel von der überragenden technischen Nation an.

  2. db
    6. Juni 2011 at 17:20 #

    Und bei diesem ganzen neo-kommunistischen Ökogefasel braucht es natürlich einen wie Sie, Herr Knallquist, der sich in die Tradition von Senator Joseph McCarthy stellt und dagegenhält!

  3. TB
    6. Juni 2011 at 18:10 #

    Bereits 2011 zahlen wir in Deutschland 13 Milliarden EUR für Ökoenergie. Davon geht die Hälfte (!) in die Photovoltaik. Die wiederum erzeugt gerade mal ein lächerliches Prozent des Stromes. Und Hausbesitzer sollen künftig Ausgaben für eine Gebäudesanierung über einen Zeitraum von zehn Jahren komplett von der Steuer absetzen können. Also: Die, die mit Immobilienbesitz gesegnet sind, werden noch gepudert. Denn die Steuern, die die nicht bezahlen, können natürlich nicht für Kindergeld oder ähnliche Wohltaten ausgegeben werden. Also holt sich der Bund das Geld anderweitig wieder rein. Und zwar von allen Steuerzahlern. Auch von Steuerzahlern ohne Immobilienbesitz.
    Also: wer bezahlt diesen ganz Irrsinn?

  4. eikju
    6. Juni 2011 at 22:53 #

    öko-vodoo

    dazu paßt das sprichwort : nur die allerdümmsten kälber,
    wählen ihre metzger selber. öko wird zur pseudo-religion!

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