Störchin Maxi wechselte am Bodensee den Partner und ist nicht treu

Monogamie gibt`s nicht mal bei Klapperstörchen

Salem. Sogar Klapperstörchinnen betrügen ihre Partner. Treu ist nicht einmal die berühmte Störchin Maxi, die Wissenschaftler seit Jahren beobachten. Bevor sie mit ihrem alten Partner brütete hatte sie eine Beziehung mit einem anderen Männchen. Ansich ist das aber nicht überraschend. Denn nicht einmal Vögel sind monogam. Dass auch Weibchen fremd gehen, fanden die Forscher aber erst vor noch nicht allzu langer Zeit heraus. Im Fall von Maxi könnte nur ein DNA-Test zeigen, wer der Vater des diesjährigen Nachwuchses ist. Noch brüten Maxi und ihr Partner – der könnte auch Kuckuckskinder groß ziehen.

Senderstörchin Max(i)

Die berühmte Senderstörchin heißt eigentlich Max. Als Forscher ihr den ersten Peilsender anlegten, war noch nicht erkennbar, ob sie ein Männchen oder Weibchen war. Seit zwölf Jahren liefert sie Daten über ihren jährlichen Zug in den Süden. Mehr als 70.000 Kilometer ist sie in ihrem Storchenleben geflogen.

Fremder Storchenmann auf dem Horst

In diesem Jahr machte sich die Storchendame sehr früh auf den Rückflug und kam nach einer 25-tägigen Reise mit Zwischenstopps bereits am 8. Februar an ihrem Brutplatz in Tüfingen nahe des Bodensees an. Da Störche nicht partnertreu, sondern horsttreu sind, hatte ihr Partner, der die Ringnummer A1124 trägt, ein Problem. Sein Platz war Anfang März besetzt, als auch er zurückkehrte. Maxi hatte sich zu diesem Zeitpunkt einem Rivalen zugewandt.

Storch A1124 eroberte Horst zurück

Die Störche paarten sich und besserten den Horst aus. Doch schon am Morgen nach seiner Rückkehr klapperten Maxi und Storch A1124 wieder gemeinsam im Horst. Offenbar hatte es der Storch geschafft, „seinen“ Horst und Maxi zurückzuerobern. Inzwischen wechseln sich Maxi und ihr aktueller Partner beim Brüten ab. Noch im April dürften einige Jungstörche schlüpfen – wer der Vater ist, ist unbekannt.

Mehr als 40 Storchenpaare brüten

Auch sonst herrscht auf den Dächern der großen Gutsanlage und in den Horsten am Affenberg großes Geklappere. Hier brüten inzwischen 21 Weißstorchpaare – darunter auch der zweite Senderstorch Uli mit seiner Partnerin. In den umliegenden Dörfern und Gemeinden sorgen mindestens 23 weitere Brutpaare für Storchennachwuchs.

Weitere Informationen unter www.affenberg-salem.de.

Foto: Affenberg

 

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