Streusalz in Friedrichshafen knapp

Bodensee Stadt streut nur noch die wichtigsten Straßen

Friedrichshafen (wak) Da weitere Schneefälle angesagt sind, rechnet die Stadt Friedrichshafen damit, dass die Salzvorräte knapp werden. Streuen will sie deshalb nur noch Hauptstraßen und Gefahrenstellen. Einschränkungen beim Winterdienst seien nötig. Derzeit besitzt die Stadt noch 170 Tonnen Streusalz. Wenn es so wie bisher weiter schneit, verbraucht sie aber 40 bis 50 Tonnen täglich. Nachlieferungen seien nur eingeschränkt möglich. „Aktuelle Witterungsprognosen zwingen zu sparsamen Umgang mit Streusalzvorräten, heißt es denn auch in einer Mitteilung der Stadt.

Wetterdienste sagen Schneefall voraus

Die Wetterdienste haben in den kommenden Tagen Schneefall und fortdauernde winterliche Verhältnisse für die Region vorausgesagt. Aufgrund der wiederholten Schneefälle in den letzten Wochen gehen nun die Salzvorräte beim Baubetriebsamt in Friedrichshafen langsam zur Neige, da die Salzlieferanten keinen Nachschub mehr liefern könnten, heißt es seitens der Stadt. Vor diesem Hintergrund würden bei anhaltendem Schneefall derzeit lediglich die Hauptverkehrsachsen und die Gefahrenstellen bedient.

Salzvorräte in ganz Baden-Württemberg knapp

„Landesweit gehen die Salzvorräte zur Neige. Nachlieferungen sind derzeit nur sehr eingeschränkt möglich, obwohl rechtzeitig bestellt wurde“, erklärt Frank Kahle, Leiter des Baubetriebsamtes. Der Winterdienst sei aber, so Kahle, für das bevorstehende Schnee-Wochenende gesichert. Noch rund 170 Tonnen Salz und 60 Tonnen Splitt liegen in den Vorratskammern des Baubetriebsamtes. Diese Menge sei bei sparsamem Umgang ausreichend, um die Hauptverkehrsachsen und die Gefahrenpunkte über mehrere Tage zu bedienen. Die Stadt bittet aber um Verständnis, dass Straßen der Dringlichkeitsstufen 2 und 3 zu und in die Wohngebiete nur nachrangige und ohne Salzeinsatz vom Schnee frei geschoben werden. „Die Gewährleistung der Qualität des bisherigen Winterdienstes auf dem gesamten Straßennetz in der Stadt erfordert bei extremer Witterung einen täglichen Einsatz von rund 40 bis 50 Tonnen Salz“, so die Auskunft der Stadt. Entsprechend schnell wären die Vorräte aufgebraucht.

Straßen- und Autobahnmeistereien bevorzugt

„Die Firmen kommen mit den Salzlieferungen nicht mehr nach und beliefern vorrangig zunächst die Straßen- und Autobahnmeistereien“, sagt Kahle. Dieses Problem, so Kahle weiter, haben alle Kommunen in der Region und darüber hinaus. „Mit den getroffenen Maßnahmen können wir den Räum- und Streudienst gemäß den gesetzlichen Anforderungen aufrechterhalten.“

In Wohngebieten kommt nur noch der Schneepflug

Die Stadt weist die Straßenverkehrsteilnehmer vorsorglich darauf hin, dass in den kommenden Tagen mit örtlich problematischen Straßenverhältnissen zu rechnen sei. Die Bürger werden um Verständnis gebeten. „Weiterhin wird empfohlen, auf die Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs zurückzugreifen und ansonsten auf eine angemessene und besonders vorsichtige Fahrweise zu achten“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Obwohl das die Autofahrer auch in Friedrichshafen bereits seit Einsetzen des Schneefalls in der Nacht auf Donnerstag tun, hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle, die sich im Bodenseekreis auf schneeglatten Straßen ereigneten bis zum Nachmittag nun doch auf zehn erhöht. Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei aktuell mit rund 40.000 Euro.

Foto: wak

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