Studenten wollen zum Student Yachting World Cup

Vom Campus Fallenbrunnen in Friedrichshafen nach Frankreich

Friedrichshafen (red) Von ihrem Campus Fallenbrunnen in Friedrichshafen liegt der Bodensee für die Studenten der Dualen Hochschule Ravensburg (DHBW) fast in Sichtweite. Kein Wunder also, dass Studenten im Studiengang Maschinenbau auf die Idee gekommen sind, ein Segelteam auf die Beine zu stellen. Die studentischen Segler haben ein ehrgeiziges Ziel: Im Oktober möchten sie in Frankreich beim Student Yachting World Cup, einer Art inoffizieller Segel-WM für Studenten, an den Start gehen.

Zehn Studenten wollen an sie Schoten

Rund zehn Studenten, der Kern aus dem Studiengang Maschinenbau (Produktion und Management), sind inzwischen begeistert beim Training dabei. Das Team setzt sich zusammen aus alten Segelhasen und absoluten Neulingen. „Bei uns kann jeder mitmachen, der Herzblut und Begeisterung mitbringt und dem Teamarbeit wichtig ist“, so Christopher Gelsdorf. Von seiner Erfahrung können die Neuen profitieren. Gelsdorf ist ein Profi. Als Erfolge kann er sich immerhin den Gewinn der U16-Weltmeisterschaft sowie den Titel Deutscher Meister 2005 – im wahrsten Sinne des Wortes – auf die Segel schreiben. Mit Dominik Ruprecht aus Bodman hat das Team noch einen Internationalen Bodenseemeister an Bord, ebenso wie mit Matthias Werb einen Segeltrainer vom Ammersee. Fest im Visier haben Erfahrene und Neulinge dabei eines gemeinsam: den Student Yachting World Cup in Frankreich im Oktober – die Segel-Weltmeisterschaft für Studenten sozusagen. Dort werden sie sich teilweise mit Profis und Olympia-Teams messen. Sieben bis acht Friedrichshafener Studenten, je nach Gewicht, sollen dort segeln, darunter laut Reglement zwei Frauen. Davor wollen die Studenten bereits von März bis Juni bei vier Wettbewerben, einer Art Studenten-Weltcup, ihre Form messen. Und eventuell zeigen sich die Studenten auch bei Regatten auf ihrem „Haus-See“, dem Bodensee.

Projekt Optimierung der Yacht

Der Sport ist das eine. „Wir wollen aber auch den Sport mit der Technik verbinden“, sagt Max Stelzner. Die Studenten denken da etwa an ein „Tracking-System“, das helfen könnte, Regatta-Teilnehmer genau zu Orten. Außerdem wollen sie über elektronische Messungen physikalischer Größen etwa Kräfte messen, die auf das Boot einwirken. Das Stichwort dazu lautet „Optimierung einer Yacht“. So manche Projektarbeit kann so mit dem Spaß am Sport verbunden werden. Professor Lars Ruhbach hat das Vorhaben unter seine Fittiche genommen. Dazu noch erfordert die Organisation eines Segelteams die Planer und Manager in den Technikern. Sie müssen sich um Werbung und Sponsoren kümmern und Finanzpläne aufstellen. So ein Boot kommt nicht von ungefähr. Bisher trainieren die Studenten in geliehenen Booten, die Trainingszeiten sind daher eher unregelmäßig. Bald schon allerdings wollen sie mit einem eigenen, eventuell geleasten Gefährt über den Bodensee schippern.

Gebrauchtboot und Sponsoren gesucht

Das Sailing Team freut sich über Unterstützung jeder Art. An vorderster Stelle steht derzeit die Bemühung um ein gebrauchtes Boot und sonstige Segler-Ausrüstung. Wer das Team unterstützen möchte, kann sich melden bei Max Stelzner, maxstelzner@gmx.de. Weitere Infos unter www.dhbw-sailing-team.de.

Foto: Das Segelteam der Dualen Hochschule hat Großes vor: Das sportliche Ziel ist der Student Yachting World Cup, sozusagen die Segel-WM für Studenten, im Oktober in Frankreich.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.