Studi-Ticket gilt ab Wintersemester für VHB im Kreis Konstanz

Studierende zahlen höheren Sozialbeitrag – Im kommenden Jahr sollen Kommunen mit finanzieren

Konstanz. Ab dem kommenden Wintersemester soll es allen Konstanzer Studierenden möglich sein, für 52 Euro pro Semester ein Upgrade auf das bereits exitistierende Studiticket (Kosten 45 Euro) für den gesamten Landkreis Konstanz zu kaufen. Das teilte die Grünen Hochschulgruppe Konstanz mit.

Solidaritätsbeitrag steigt

Zur Finanzierung des erweiterten Studitickets, das für den Personennahverkehrs im ganzen Landkreis Konstanz gilt, werde der Solidaritätsbeitrag, den alle Studierenden bezahlen, an der Uni von 15 Euro auf 22 Euro erhöht. Die Mehrkosten für den VHB werden somit durch die Gesamtheit der Studierenden getragen, sodass Studierende nicht gegenüber Schülerinnen und Schülern bevorteilt werden. Da bislang keine Zahlen zur studentischen Nutzung des Tickets vorliegen, einigten sich die Verhandlungspartner, mit den gewonnen Erfahrungswerten den Ticketpreis im kommenden Jahr neu zu verhandeln, so die Grüne Hochschulgruppe.

Große Mehrheit – niedrige Wahlbeteiligung

An der Universität haben sich 70,4% der Studierenden für die Einführung des erweiterten Studitickets ausgesprochen (Wahlbeteiligung: 28,1%). Die Zustimmung an der HTWG liegt bei 82,0% (Wahlbeteiligung: 13 %). „Wir, die Studierenden, sind bereit, das ausgehandelte Angebot anzunehmen. Nun ist der VHB am Zug, die Einführung des Tickets zum Semesterbeginn zu ermöglichen“, freut sich Stephan Kühnle (GHG) über den Zuspruch aus der Studierendenschaft. „Das Ergebnis ist ein klares Zeichen der Solidarität zwischen den Studierenden.“ Die Einführung des erweiterten Studitickets dürfte die Probleme der künftigen Konstanzer Erstsemester-Studierenden bei der Wohnungssuche nach Einschätzung der Grünen Hochschulgruppe etwas lindern, da die umliegenden Kommunen als Ausweichmöglichkeit attraktiver würden.

Studierende appellieren an Kommunen

„Dauerhaft kann dieses Ticket jedoch nicht nur durch einen Solidaritätsbeitrag finanziert werden“, meint Patrick Stoll (GHG). „Gerade die umliegenden Kommunen haben zum Beispiel durch die Kreisumlage erhebliche Vorteile, wenn sich Studierende dort ansiedeln.“ Daher erhofft die Studierendenvertretung bei den Neuverhandlungen im kommenden Jahr finanzielle Unterstützung von Seiten der Kommunen im Einzugsgebiet des VHB. Aufgrund der Dringlichkeit der Umsetzung des VHB-Upgrades, konnte aber, so die Studierenden, in der Kürze der Zeit dieses Jahr keine Finanzierungszusagen der umliegenden Kommunen eingeholt werden. „Für die Verhandlungen im nächsten Jahr erhoffen wir uns eine breite Unterstützung aller politischen Akteurinnen und Akteure“, so Verkehrsreferent Patrick Stoll.

Foto: See-Online

 

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.