TEDxBodensee und Unkonferenz Barcamp Bodensee kommendes Wochenende

BarcampKonstanz/Friedrichshafen/Überlingen. Zwei ungewöhnliche Formate und spannende Debatten: Am Freitag, 31. Mai ist es wieder soweit: TEDxBodensee wird zum zweiten Mal stattfinden. Ebenfalls am Freitagabend kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Barcamps Bodensee zu ihrem Come Together an der HTGW Konstanz zusammen. Am Samstag und Sonntag beschäftigen sich die Teilnehmer bei der Unkonferenz dann mit Themen und Trends rund ums Internet.

Sessions übers Web 2.0

Barcamps sind vor einigen Jahren in Kalifornien erfunden worden. Die Unkonferenzen sind Treffen, an denen Menschen teilnehmen, die sich für das Web 2.0 interessieren und bereit sind, ihr Wissen mit anderen zu teilen. In etwa 45-minütigen Sessions mit wenigen oder auch manchmal mehreren Dutzend Teilnehmern stellen die Referenten ihr Thema vor. Anschließend gibt es Diskussionen, bevor die Teilnehmer dann zur nächsten Session wechseln, in der der Referent selbst dann wieder ein Teilnehmer unter vielen ist und ein anderer Referent vorträgt. Die Sessions finden parallel in unterschiedlichen Räumen statt. Jeder sollte selbst eine Session anbieten.

Zielgruppe Informatiker bis Laien

Voraussichtlich werden sich mehrere Hundert interessierte beteiligen. Die Themen reichen von sehr technischen, wenn es zum Beispiel um Software geht, bis zu Themen, die Anwender betreffen – solche Themen könnten sein Trends bei Social Media, Blogs oder die Usability von Websites. Wer beim Barcamp in Konstanz dabei sein möchte, muss Mitglied der dazugehörigen Community sein und sich anmelden. Im Moment ist das Barcamp aber ausgebucht. Die Teilnahme ist dank der Unterstützung von Sponsoren, die für Räume, Infrastruktur und Catering sorgen, kostenfrei. Hauptorganisator des Events ist Oliver Gassner.

TEDxBodensee

Wer bis jetzt kein Ticket hat, der wird sich auch bis zum nächsten TEDxBodensee gedulden müssen. Die Karten für die Veranstaltung sind restlos ausverkauft. Um auf dem Laufenden zu bleiben und das nächste Mal TEDxBodensee nicht zu verpassen, können Interessierte aberüber facebook.com/TEDxBodensee in Kontakt bleiben.

Vorfreude in Überlingen

Das Team rund um den Überlinger Initiator Klaus Reichert steht in den Startlöchern – schließlich steckt viel Herzblut im ehrenamtlich organisierten Event: “Nach einem Jahr Vorbereitung freuen wir uns auf spannende Talks und einen reghaften Austausch mit den Teilnehmenden. TED hat eine weltweite Fangemeinde, da kann viel entstehen.”

Spannende Themen

Dieses Jahr werden Themen wie Vertrauen, Nachhaltigkeit und lebenslanges Lernen die Teilnehmenden in Friedrichshafen im „Kiesel“ (direkt am Hafen) begeistern. Alle Redner haben ihren ganz individuellen Bezug zum See: Entweder sie sind hier geboren und aufgewachsen wie z.B. die Biathletin Verena Bentele oder der See hat sie zu dem Projekt und der Arbeit die sie heute verfolgen inspiriert wie Jürg Knoll von Followfish. Mit dabei sein werden auch: Thomas Brandt, Geschäftsführer von Zeppelin Luftschifftechnik, Wolfgang Huang, Organisator der Lindauer Nobelpreisträgertagungen sowie Sandra Reichmann, Leiterin der Sport Science Academy der Universität Konstanz. Die Bedeutung des lokalen Bezugs und der Verantwortung beim Verkauf und Kauf von Produkten beschreibt Michael Riethmüller, Buchhändler aus Ravensburg und Vorsitzender des deutschlandweiten Vereins “Buy Local”, der bei TEDxBodensee darstellen wird, wie wichtig der Erhalt des Einzelhandels in den deutschen Städten für das Stadtbild und auch die regionalen Strukturen ist.

Vorträge als Videos im Web

Da es sich bei TEDxBodensee auch um ein interaktives Event handelt, können Interessierte bereits im Vorfeld im sogenannten “World Café” Themen vorschlagen, über die vor Ort diskutiert werden. Das Besondere an TEDxBodensee: Selbst der, der keine Karten bekommen hat, kann sich zumindest die Talks online anschauen. Die Videos vom ersten Mal im Jahr 2011 wurden auf diese Weise in die ganze Welt verbreitet und schon über 6.000 mal angesehen.

Exkursion zur Zeppelin Werft

Ein kleines Highlight wird für 20 der Teilnehmer, die ausgelost wurden, die kostenlose Besichtigung der Zeppelinwerft sein, schließlich ist Friedrichshafen die Wiege des Zeppelinbaus.

Lokale Ideen und Talente

TEDxBodensee ist ein Non-Profit-Event, das sich der Verbreitung wertvoller Ideen verschrieben hat. Das Konzept des der Veranstaltung sieht vor, dass jeder Redner 18 Minuten Zeit hat, eine vielversprechende Idee für die Zukunft vorzustellen. Dieser Talk wird dann als Video aufgezeichnet und auf TED.com sowie Youtube veröffentlicht. Vor 25 Jahren in Kalifornien entstanden, hat sich TED (“Technology, Entertainment, Design”) inzwischen zu einem weltweiten Phänomen entwickelt – insbesondere durch die unabhängig organisierten „TEDx“ Events, die als regionale Variante des Originals gute Ideen und Talente mit lokalem Bezug in den Vordergrund stellen.

Seit 2011 am Bodensee

Reichert Consulting aus Überlingen hat die TED-Idee 2011 erstmalig auch an den Bodensee gebracht. Bei TEDxBodensee 2011 waren mit dabei u.a. Rolf Kunisch, der Ex-CEO von Nivea, die Jungs von „DeinBus.de“, die Stiftung Liebenau und Desertec, sowie ein Poetry Slammer aus Kreuzlingen. Klaus Reichert beschreibt die Talks folgendermaßen: “Mal sind sie unterhaltsam, mal anregend, traurig oder mutmachend. Das Wichtige daran ist, dass die Ideen und Talente einen Bezug zur Bodenseeregion haben.“

3 Kommentare to “TEDxBodensee und Unkonferenz Barcamp Bodensee kommendes Wochenende”

  1. Detlev Küntzel
    28. Mai 2013 at 20:10 #

    Inzwischen wurde das Web2.0 bereits überholt: mit Html5, Css3 und Javascript als Scriptsprachen wird heute viel mehr „im Browser als Frontend programmiert“.
    Dabei sind Webapps das grosse Thema als „Websites mithilfe des Browsers“; im Gegensatz zu den native Apps, die meistens über AppStores heruntergeladen und installiert werden.
    In einem Artikel wurde eine Studie erwähnt, wonach die server-seitige Scriptsprache PHP schon „in die Jahre gekommen ist“, aber immer noch benutzt wird.
    In den Kommentaren wurde klar, dass Web-Programmierer einen guten Teil ihrer Zeit mit Tablet- und Smartphone-Apps verwenden; jemand soll sich schon seit Jahren erfolgreich mit Microsoft-Technologien angefreundet haben.
    Die Zukunft dürfte noch sehr interessant werden: nicht nur wegen der technologischen Entwicklung, sondern auch die Anwender-Märkte, -Gruppen und Nutzungsarten, also was für Geschäftsideen daraus entwickelt werden.

    (Warum) Ist das alles auf Englisch? (Screenshot s.oben)

    Gelegentlich denke ich zu schnell und plötzlich fehlt mir ein Wort bzw. Begriff, was aber kein Alzheimer sein sollte. Das Niveau von English und Deutsch hat ein gemeinsames Niveau erreicht: ziemlich hoch, aber nicht ganz perfekt (für die Hochsprache, nicht für Dialekte). Für die berufliche Existenz dürften „clear code“ und informative Kommentare wichtiger sein: natürlich in English.

  2. Detlev Küntzel
    28. Mai 2013 at 20:20 #

    Zusammengefast: das grosse Thema dürfte lt. Medien eher der mobile Bereich sein: wie sich die Hardware entwickelt und was man alles dafür programmieren kann bzw. darf.

  3. dk
    29. Mai 2013 at 14:30 #

    Viele Themen des Web2.0++, usw. werden in vielseitigen Artikeln des folgenden Magazin leicht lesbar und kurzweilig angesprochen. Zumindest lassen sich Trends und wichtige Themen im längerfristigen Zeitverlauf erkennen.
    Vielleicht werden zukünftig die Kapazitäten von Barcamps u.a. Veranstaltungen durch diesen „Appetithappen“ erhöht.

    http://t3n.de/

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