TK warnt vor Sorglosigkeit beim Baden

Badefans können sich bei guter Wasserqualität vergnügen

Bodenseekreis (red) 82 Prozent der Baden-Württemberger gehen im Sommer manchmal schwimmen oder baden. Das macht sie zu den Wasserratten der Nation, denn bundesweit vergnügen sich nur 73 Prozent der Befragten regelmäßig im kühlen Nass. So das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Auch die Badefans im Bodenseekreis können sich auf besseres Wetter freuen, da von 27 überwachten Badestellen am Ostufer des Bodensees im letzten Jahr 21 als „zum Baden gut geeignet“ ausgewiesen wurden.

Badestrände benotet

Auch der Schloss-See in Salem und der Degersee in Tettnang erhielten dieses Prädikat. Die Strandbäder in Eriskirch und Langenargen, das Freizeitgelände Manzell, die Campingplätze Fischbach und Seefelden, sowie der Badestrand Schilfhütte in Unteruhldingen waren immerhin noch „zum Baden geeignet“.

Risiko beim Schwimmen in natürlichen Gewässern

Ab dem 1. Juni werden wieder regelmäßige Kontrollen durch das Gesundheitsamt in Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg durchgeführt. „Die Behörden behalten Gesundheitsgefahren durch Darmbakterien oder andere Verunreinigungen im Blick“, sagt Nicole Battenfeld, Sprecherin der TK in Friedrichshafen. „Weitere Gefahren, die beim Baden in offenen Gewässern lauern, sollte sich jeder Schwimmer bewusst machen“. Laut Forsa-Umfrage im Auftrag der Kasse seien insbesondere Männer beim Sprung ins kühle Nass häufig zu sorglos. So erklärte fast jeder zweite Mann, aber nur knapp jede dritte Frau, dass auch Seen, Flüsse und Strandabschnitte gern zum Schwimmen genutzt werden, an denen es keine offiziellen Badestellen gibt. Vierzig Prozent der Männer, aber nur 28 Prozent der Frauen gaben an, gern „weit raus zu schwimmen“ und laufen dabei Gefahr, die eigenen Kräfte zu überschätzen.

Kopfsprung in unbekannte Gewässer

„Fast jeder zehnte junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren räumte ein, direkt ins Wasser zu springen, egal ob er die Badestelle kennt oder nicht und riskiert damit schwere oder gar tödliche Verletzungen“, erklärt Battenfeld. Laut Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ertranken vergangenes Jahr in Baden-Württemberg 61 Menschen. Mindestens 474 Menschen waren es bundesweit, 349 davon starben in Seen und Flüssen. Mehr als drei Viertel aller Ertrunkenen waren Männer.

Zum Hintergrund

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) eine bevölkerungsrepräsentative Befragung zum Thema „Sommer – Gut vorbereitet in den Urlaub?“ durchgeführt. Forsa befragte dazu insgesamt 1.020 deutschsprachige Personen ab dem 18. Lebensjahr.

Foto: http://www.tk-online.de/lv-badenwuerttemberg

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