Tödliche Badeunfälle im Bodensee schrecken auf

Polizei kritisiert leichtsinniges Verhalten von Schwimmern

Bodenseekreis/Sipplingen (wak) Drei tote Schwimmer im Juli im Überlinger See sind der Polizei zu viel. Die Polizei kritisiert deshalb unvorsichtiges oder leichtsinniges Verhalten von Badenden. Das Hinausschwimmen auf den See und Baden an Schiffsanlegestellen sei riskant.

Tote im Überlinger See und Sipplinger Strandbad

Durch verschiedene Ereignisse der letzten Wochen sehr sich die Polizei veranlasst, auf falsches Verhalten beim Baden im Bodensee hinzuweisen. Wie bereits berichtet, ist am vergangenen Mittwoch ein 76-Jähriger vor Sipplingen beim Schwimmen ertrunken. Zuvor wurde schon am 16. Juli eine leblose Schwimmerin vor Überlingen tot aus dem Wasser geborgen. Verstorben ist auch ein Badegast des Sipplinger Strandbads. Ursächlich für den Tod des 59-Jährigen am 11. Juli dürften ebenfalls Herz-/Kreislaufprobleme oder ein Herzinfarkt gewesen sein, so die Polizei.

Ältere sollten in Ufernähe schwimmen

Aus aktuellem Anlass appelliert die Polizei an Schwimmer, sich langsam abzukühlen und nicht sofort nach reichhaltigem Essen zu schwimmen. Insbesondere ältere Menschen mit Kreislaufproblemen sollten möglichst in Ufernähe schwimmen. „Am Ufer besteht eher die Möglichkeit, dass man nach einem Schwächeanfall Hilfe von Außenstehenden bekommt, sofern der Hilfesuchende sich bemerkbar machen kann oder Außenstehende einen entsprechenden Vorfall beobachten“, sagte ein Sprecher der Polizei. Sinnvollerweise sollten Schwimmer auch nie alleine im Bodensee schwimmen.

Auch Jugendliche leichtsinnig

Unnötig in Gefahr begeben hätten sich in letzter Zeit auch mehrere jugendliche Schwimmer, die an Schiffsanlegestellen verbotswidrig ins Wasser sprangen. Es sei höchst gefährlich, an diesen Stellen zu baden. Die Badenden geraten schnell außerhalb des Sichtbereiches des Schiffsführers. „Die Gefahr ist deshalb groß, dass Badegäste vom Schiff erfasst und unter die Wasseroberfläche gedrückt werden“, warnt die Polizei.

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