Tote nach Flugzeugabsturz in Konstanz identifiziert

Insassen des verunglückten Motorflugzeugs stammten aus Nähe von Dinslaken

Konstanz (wak) Mittlerweile hat die Polizei die Identität der beiden Samstagmorgen bei einem Flugunfall Getöteten festgestellt. Beide Verunglückten stammen aus dem Nordwesten des Ruhrgebiets. Der Pilot war 51 Jahre alt und sein Fluggast 61 Jahre alt. Beide kamen aus dem Raum Dinslaken in Nordrhein-Westfalen. Das teilte die Polizei mittlerweile mit.

Pützer Elster total ausgebrannt

Wie berichtet war das Kleinflugzeug, eine Pützer Elster, am Samstagvormittag kurz nach dem Start auf dem Konstanzer Verkehrslandeplatz abgestürzt. Das Flugzeug hatte offenbar nicht schnell genug an Höhe gewonnen und den Gipfel eines Baumes gestreift. Die zweisitzige Maschine fing sofort Feuer und brannte vollkommen aus. Die beiden getöteten Flugzeuginsassen verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Die total verkohlten Leichen wurden aus dem Flugzeugwrack geborgen, konnten zunächst aber nicht identifiziert werden.

Vor vier Jahren verunglückte Cessna beim Start

Der letzte spektakuläre Flugunfall in Konstanz war im Mai 2006 passiert. Auch damals misslang auf dem Konstanzer Flugplatz ein Startversuch. Die Nase des verunglückten Flugzeugs, einer Cessna 120 mit sechs Sitzen, pflügte dabei durch die feuchte Piste. Drei Insassen wurden bei dem Unfall, bei dem die Cessna erheblich beschädigt wurde, leicht verletzt. Der 68-jähriger Pilot aus Oberbayern hatte zuvor einen ersten Startversuch abgebrochen, da die Maschine die nötigte Abfluggeschwindigkeit nicht erreichte. Wie die Polizei damals mitteilte, war es dem Piloten vermutlich aufgrund des aufgeweichten Bodens auch beim zweiten Startversuch nicht gelungen, die benötigte Mindestabfluggeschwindigkeit deutlich zu überschreiten, weshalb die relativ schwere Maschine nach dem Abheben wieder absackte und nach kurzem Schlingern auf der weichen Startbahn auf die Nase kippte. In Deutschland ereignet sich laut Statistik etwa alle 588.000 Flugstunden ein Flugunfall mit Todesfolge.

Foto: Stadelhofer/Archiv See-Online und wak/Graspiste in Konstanz

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