Über den Niedergang des lokalen Feuilletons im Konstanzer Südkurier

Empörte Kulturschaffende treffen Repräsentanten des neu ausgerichteten Südkurier

Konstanz. Kunstfreunde und Kulturschaffende empören sich über die Beschneidung der Kulturberichterstattung in der Lokalzeitung Südkurier. Der Südkurier glaubt offenbar mit anderen Inhalten erfolgreicher zu sein. Doch das Bildungsbürgertum möchte auf die gedruckte Zeitung nicht verzichten. Auf Einladung von Kulturbürgermeister Claus Boldt diskutieren nun am Donnerstag kommender Woche, 8. März, der Chefredakteur des Südkurier, Stefan Lutz, Südkurier-Geschäftsführer Rainer Wiesner und Lokalchef Jörg-Peter Rau mit Repräsentanten der Kulturinstitutionen und der Freien Kultur. Das Gespräch beginnt um 18 Uhr im Zunftsaal des Rosgartenmuseums.

Niedergang des lokalen Feuilletons

Einige „inhaltliche Neuerungen in der lokalen Kulturberichterstattung“ der Lokalausgabe Konstanz hätten in den Kreisen der Kulturinstitutionen und bei der Freien Kultur Irritationen ausgelöst, schreibt Claus Boldt in seiner Einladung zum Gespräch. Hinter vorgehaltener Hand stellten enttäuschte Abonnenten auch schon einmal die Frage für welche Zielgruppe die Zeitung den meine ihre Inhalte produzieren zu müssen. Der RTL2 sehende Hartz IV Empfänger lese die Zeitung sowieso nicht, war zum Beispiel zu hören. Gelegentlich widmete sich der Südkurier statt den gesellschaftlich-kulturellen Diskurs zu bereichern auch schon in epischer Breite der Funktionsweise von Dübeln oder ähnlich spannenden Themen.

Antworten in Zeiten der Zeitungskrise

Über Neuerungen, die künftige Zusammenarbeit zwischen Lokalzeitung und Kulturinstitutionen sowie der Freien Kultur soll nun also inmitten der Krise der Regionalzeitungen und dem Niedergang der Prinzeitungen informiert und diskutiert werden. Der Südkurier wird die Runde mutmaßlich als Werbeplattform nutzen. Auf die Antworten dürfen alle an Medien und Kultur interessierten aber gespannt sein.

Talk im Anschluss

Anschließend lädt die Stadt zu einem Aperitif in die Museumscafeteria. Kulturschaffende und Interessierte sind willkommen, Anmeldung wegen der beschränkten Platzzahl erbeten unter: BenkoeU@stadt.konstanz.de oder Tel. 900-913.

Ein Kommentar to “Über den Niedergang des lokalen Feuilletons im Konstanzer Südkurier”

  1. Franz Sauerstein
    1. März 2012 at 15:26 #

    „Gelegentlich widmete sich der Südkurier statt den gesellschaftlich-kulturellen Diskurs zu bereichern auch schon in epischer Breite der Funktionsweise von Dübeln oder ähnlich spannenden Themen.“

    Dieser Satz hat mir den Tag versüßt und mir meinen Kaffee durch die Nase getrieben. Ich danke trotzdem :D

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