Überlingen bekommt Landesgartenschau 2020

Oberbürgermeisterin Sabine Becker sieht riesige Chance für Stadtentwicklung

Überlingen/Stuttgart (wak) Überlingen hat heute den Zuschlag für die Landesgartenschau 2020 erhalten.  Oberbürgermeisterin Sabine Becker erhielt die Nachricht unterwegs. Der SWR, der sie interviewen wollte, überbrachte ihr die  erfreuliche Botschaft.

Riesen Chance und Mammutaufgabe

Nach dem Aus für die IGA 2017 hatte sich die Stadt Überlingen für eine Landesgartenschau beworben.  Heute Vormittag hat die Landesregierung entschieden, dass die Landesgartenschau 2020 in Überlingen stattfindet. Oberbürgermeisterin Sabine Becker sagte See-Online, sie sei überglücklich. Sie sehe eine riesige Chance für die Stadt und für die Stadtentwicklung. Gleichzeitig stehe Überlingen aber auch vor einer Mammutaufgabe.

Zusage trifft finanziell angeschlagene Stadt

Die finanzielle Lage der Stadt hatte sich zuletzt dramatisch verschlechtert. Oberbürgermeisterin und Gemeinderat bildeten eine Sparkommission. Der Haushalt 2010 wurde zunächst vom Rgierungspräsidium nicht genehmigt. Erst in der Gemeinderatsitzung in der vergangenen Woche hatte Stadtkämmerer Ludwig Sauter erfreulichere Nachrichten. Das Regierungspräsidium werde den Haushalt jetzt doch genehmigen.

Riesen Chance für neue Stadt im Westen

Bei Oberbürgermeisterin Sabine Becker überwiegt mit Blick auf die Landesgartenschau die Freude. Endlich könnten Projekte der Stadtentwicklung voran gebracht werden. Im Fokus stehen dürfte dabei vor allem der Überlinger Westen, das Gelände zwischen dem Campingplatz und der Bodensee-Therme. Angedacht ist es, die Bahnhofstraße vom See weg zu verlegen und ein neues Areal mit hoher Aufenthaltsqualität am Ufer zu schaffen. Die noch im Überlinger Westen ansässige Baustoffhandlung wird ihren Betrieb verlegen. Oberbürgermeisterin Sabine Becker schaut aber nicht nur auf Überlingen. Sie sagte, die Landesgartenschau sei gut für die ganze Bodensee Region. Von ihr würden neue Impulse ausgehen.

Ein Kommentar to “Überlingen bekommt Landesgartenschau 2020”

  1. sparring
    22. Juni 2010 at 16:56 #

    Erst ein neues Schiff „MS (Mama Sabine?) Überlingen“, und jetzt noch die Landesgartenschau 2020 — na, wenn das keine Erfolgs-story für unsere OB Becker ist ? Hunderttausende von zusätz-lichen Gästen werden dann in Überlingen City erwartet, – dafür wird vorab Geld, das man nicht hat, in Freizeitparks investiert
    („deficit spending“ oder „economy as usual“).

    Wie läßt sich das alles jedoch mit der bereits von den „Dorf“-Berufsnostalgikern geplanten totalen Verkehrsabsperrung der Alt-und Innenstadt vereinbaren ? Ohne durchgehende, stadtnahe Ost-/ West-Verbindung (Umgehungs-Trasse) einerseits und ohne aus-reichende P+R-Systeme an der Peripherie andererseits dürfte das Chaos vorprogrammiert sein. Aus heutiger Sicht sind dann einmal mehr die dichtbesiedelten Wohngebiete die Träger des Haupt-verkehrs und der „Verantwortung“.

    Darauf können wir, die hier lebenden Bürger, gern verzichten. Aus diesem Grund müssen wir versuchen, uns die stellenweise bereits ausgesäten, gedanklichen „Stadtsperrungs-Unkräuter“ weiterhin vom Leibe zu halten (notfalls mit E605). Die Bundes-gartenschau sollte jedenfalls auch beim Verkehrs-Moderations-prozeß ab Juli d.J. eine neue, wichtige Herausforderung darstellen, – sowohl für die Verkehrsprofis wie auch für die letztlich direkt betroffenen Bürger.

    — sparring —

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