Ulrich Müller verteidigt Schulpolitik der CDU

Ulrich Müller: Schlechtreden der Hauptschule hört mit Werkrealschulen auf

Bodenseekreis (red) Der CDU-Landtagsabgeordnete Ulrich Müller hat die Schulart Werkrealschulen verteidigt und die Schließung von Schulen gerechtfertigt. „Die Situation bei den Hauptschulen im Kreis kommt, wie nicht anders zu erwarten, gehörig in Bewegung: Die Werkrealschule ist ein attraktives Angebot, das die Schülerzahlen insgesamt steigen lässt.“

Hauptschulen werben um Schüler

Die Hauptschulen werben mit nicht mehr gekanntem Selbstbewusstsein um Schüler, so Müller. „Und die Eltern entscheiden jetzt, wohin ihre Kinder gehen und das bedeutet, dass die Werkrealschulstandorte an Gewicht gewinnen.“ Nach Einschätzung des Abgeordneten werden sich diese „klaren Signale“ in den kommenden Jahren noch verstärken. Wie von ihm schon vor längerer Zeit vorausgesagt, würden kommunalpolitische Entscheidungen über Schulstrukturen und Schulstandorte immer mehr ersetzt werden durch die Wahlentscheidung der Eltern. Das könne man auch am besonders umstrittenen Fall der Gemeinden Kressbronn und Langenargen sehen. Und der Trend zu den eher größeren Hauptschulen werde anhalten, denn die Zusammenlegung von Schulklassenstufen zum gemeinsamen Unterricht fördere nicht die Attraktivität dieser Schulstandorte, der jetzt in Gang gekommene Prozess werde sich also beschleunigen.

Schule muss nicht am Ort sein

„Das aber ist nur zum Teil zu bedauern“- so Müller in seiner Pressemitteilung – „denn die entscheidende Frage ist nicht, eine Schule unbedingt am Ort zu behalten, sondern die beste Schule für unsere Kinder – auch in der Nachbarschaft – zu finden. Das sage ich, obwohl wir bisher sehr viel Geld und Lehrerstellen in die wohnortnahen Schulen gesteckt haben, mit der Folge einer sehr großen Zahl sehr kleiner Schulen. Nun verbessern wir mit der Werkrealschule das Schulangebot und das – auch nach dem Willen der Eltern – nur noch an weniger Standorten. Aber auch diese sind noch immer, gerade im Bodenseekreis, recht wohnortnah.

Schlechtreden der Hauptschule höre auf

Künftig würden also nicht nur viele Realschüler und Gymnasiasten in den Nachbarort gehen, sondern auch ein Teil der Hauptschüler. Vor allem aber sei die Trendwende zu begrüßen, dass mit der Werkrealschule das „ständige Schlechtreden der Hauptschule“ aufhöre, der Optimismus, mit dem Hauptschulen um Schüler werben, sei berechtigt und war überfällig, meint Ulrich Müller.

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