Virtuelle Konstanzer Mobilitätszentrale: Ein großer Schritt fürs mobile Konstanz

BaustellenKarteKonstanz. Alle Infos rund um die Mobilität in Konstanz gibt es ab sofort im Web kompakt, nahezu vollständig auf einer einzigen Seite. Das zentrale Portal haben die Akteure Förderverein Mobilitätszentrale, Stadt, Stadtwerke und Tourist-Information aufs Gleis gesetzt.

Konstanzer Mobilität im Web

Jürgen Ruff, Vorsitzender des Fördervereins, sagte: „Dieser Launch ist der nächste große Schritt bei der Weiterentwicklung der Konstanzer Mobilitätszentrale und dürfte in seiner Wirkung mittelfristig sogar die Mobilitätszentrale vor Ort im Bahnhof übertreffen.“ Schade, dass die Umsetzung der virtuellen Mobilitätszentrale da noch nicht ganz so gut gelungen ist. Über zwei Mängel dürften sich Nutzer besonders ärgern: Von der Seite „mobil sein in Konstanz“ gibt es noch keine Mobilversion und auch keine App und einige Funktionen waren beim Launch der Seite noch auf dem Stand der Beta-Version.

Real Life und Web

Die Mobilitätszentrale im „real life“ im Konstanzer Bahnhof gibt es schon seit 2010. Zweck der Mobilitätszentrale ist es, Anbieter und Nutzer zusammen zu bringen. Neu ist seit dieser Woche die virtuelle Mobilitätszentrale im Internet, die ähnlich funktioniert und deren Anspruch es ist, sämtliche Fragen rund um die Mobilität zu beantworten.

Eine Seite für Busse und die gesamte Mobilität

Die Konstanzer und Stadtbesucher müssen theoretisch nur noch eine einzige zentrale Seite aufrufen, wenn sie zum Beispiel wissen möchten, wie sie am besten mit dem Fahrrad von A nach B kommen oder mit welcher Buslinie sie idealerweise von der Innenstadt zur Uni oder zum Klinikum fahren.

Infos kompakt

Auf der neuen Seite finden sich Hinweise auf Baustellen genauso wie die Auslastung der Parkhäuser in der Innenstadt in „Echtzeit“ oder der Standort von Carsharingautos und Kontaktadressen der Anbieter.

Fußmärsche

Wer in der linken Marginalspalte „zu Fuß“ anklickt gelangt auf eine leider noch nicht voll funktionsfähigen Seite im Beta-Stadium. In Zukunft sollen Fußgänger die Website dann auch als Navi nutzen können. Wer mag, kann aber schon ab sofort einen großen oder kleinen Stadtrundgang unternehmen. Sehenswürdigkeiten werden in sich öffnenden Fenstern kurz erklärt. Auch öffentliche Toiletten sind praktischerweise verzeichnet.

Biker

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat zunächst dasselbe Problem wie die Fußgänger: Der Routenplaner funktioniert noch nicht. Dafür finden Biker aber Fahrardwege, Fahrradabstellplätze sowie Mieträder und Werkstätten.

Autostadt

Autofahrer sehen, ob das zunächst favorisierte Parkaus belegt ist und wo es noch die meisten freien Stellplätze gibt. Wer Baustellen meiden will, bekommt die Infos ebenfalls. Zu finden sind auch Telefonnummern von Taxiunternehmen und Autovermietungen.

Stadt, Land, See

Abfahrtszeiten von Kursschiffen sowie Wege zu nahe gelegenen Flughäfen finden Nutzer mit wenigen Klicks. Wer Elektromobilität anklickt, findet zum Beispiel Stromtankstellen.

Web wird wichtiger

Walter Rügert, Sprecher der Stadt, sagte: „Die Anregung fürs Portal kam vom Förderverein.“ Weiter berichtete der städtische Sprecher, dass die Zahl der Zugriffe auf Konstanzer Seiten immer größer werde. Er sagte, im Juli 2012 habe es zum Beispiel 7,8 Millionen Zugriffe gegeben. Das war ein Rekord. Im Mai 2013 registrierte die Stadt 7,2 Millionen Zugriffe, so Rügert. Mehrere Hundertausend oder wenigstens mehr als Hunderttausend sind es jeden Monat, die das Baustellen-Infosystem anklicken. Es folgen der Masterplan Mobilität, der Radverkehr, Busse und das Parkleitsystem, wobei die meisten User, die Infos über den Stadtbusverkehr möchten, mutmaßlich direkt eine Seite der Stadtwerke aufrufen.

Der Quantenprung

Das Mobilitätsportal sei ein „Quantensprung“, sagte Walter Rügert beim Launch der Seite. Allerdings wies auch  auch der Stadt-Sprecher darauf hin, dass Seiten immer öfter mobil angesehen werden.

Warten aufs Update

Hier hat die Seite mutmaßlich noch am meisten Luft nach oben. Wer die Seite mit einem mobilen Endgerät vor allem mit einem Smartphone nutzen möchte, findet sich nur schwer zurecht. Auch, wer die Seite am Bildschirm eines Notebooks aufruft, reibt sich verwundert die Augen. Die Seite wirkt auch am Bildschirm insgesamt unaufgeräumt, die linke und rechte Marginalspalte verrutschen und die Navigation in der rechten Spalte wirkt nicht übersichtlich. Hier sollte der Dienstleister schleunigst nachbessern. Handwerkliche Mängel, die die Seite beim Launch noch hatte, müsste der Dienstleister mit dem ersten Update beseitigen.

Mangel bei Darstellung

Sponsoren

Finanziert haben den Auftritt der Förderverein Mobilitätszentrale Konstanz e.V. und die Stadt Konstanz. Unterstützt haben das Projekt außerdem die Konstanzer Stadtwerke und die Tourist-Information.

Hier geht’s zur Seite „Mobil sein in Konstanz“

Fotos: Screenshots http://www.konstanz.de/mobil/05458/index.html

2 Kommentare to “Virtuelle Konstanzer Mobilitätszentrale: Ein großer Schritt fürs mobile Konstanz”

  1. Detlev Küntzel
    29. Juni 2013 at 11:24 #

    Bei der Verwendung einer Map (Landkarte) könnte man für die Mobilität auch eine eigene Website als Subdomain zu http://www.konstanz.de einrichten, damit die ganze Fläche genutzt wird (z.B. mobile.konstanz.de).

    Bei http://www.konstanz.de gäbe es also nur einen Link auf die Subdomain und bei der Subdomain ebenfalls einen Link zurück. Weitere Links zu den Beteiligten wären möglich.
    Das grosse Thema bei mobilen Geräten ist sicherlich die Präsentation auf viel kleinerer Fläche: Maps dürften auf Tablets gegenüber Smartphones erweiterte Möglichkeiten für Funktionen haben (zumindest dürfte es für Entwickler und Benutzer einfacher werden).

    Ob da ein Update reicht? Oder eine ganz neue Website im grösseren Rahmen als Kooperation zwischen Stadt, Stadtmarketing und Tourismus?
    Dann müsste nicht übermorgen alles perfekt sein.

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